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Pre Ski und die Aprés Skilehrerin

Die zweite Skireise von 13 Sparkassenkollegen in die Zillertal-Arena begann stürmisch. Am Donnerstag, (18. Januar) zog das Sturmtief "Kyrill" über Deutschland. Kein Grund, sorglos die Reise mit vier Fahrzeugen nach Österreich anzutreten. Doch die Wettervorhersage versprach am frühen Freitagmorgen Besserung und so fuhren wir dem Sturmtief Richtung Süden praktisch hinterher.

Gegen Mittag erreichten alle wohlbehalten das Hofer-Campingdorf in Zell am Ziller und im "Bock-Stadl" stimmten wir uns auf das bevorstehende Skiwochenende ein.

Einstimmen war auch notwendig, denn das Wichtigste fehlte - der Schnee !! Die warme Witterung hatte im Zillertal ihre Spuren hinterlassen. Bei zehn Grad plus war im Tal kein Schnee mehr zu sehen und erst der Blick auf die Bergkuppen ließ erahnen, dass hier so etwas wie ein Skigebiet ist. Es war fast zum Weinen, doch das nahm uns der Himmel ab - es regnete (zu allem Überfluss auch noch). Sekt und Weizenbier sorgten dafür, dass die Laune erhalten blieb - doch an Skifahren dachte um die Mittagszeit keiner. Das größte Skigebiet Tirols hatte sich uns entzogen.

Egal - beginnen wir das Skiwochenende einmal anders: Mit Pré Ski !!!

Ist schon ein tolles Gefühl, durch den Regen zu laufen und im trostlosen Dorf war kaum eine Menschenseele zu sehen. Am Parkplatz der Talstation zur "Zillertal-Arena" herrschte eine gähnende Leere, doch: Die Seilbahn war in Betrieb - immerhin !

Jetzt war es nicht mehr weit zur "Krocha-Alm" - am Nachmittag ein belebtes Aprés-Skitreff, jetzt gegen 15.00 Uhr hingen da nur ein paar verirrte Skifahrer rum - fast keiner hatte Skischuhe an. Trostloser geht´s kaum, aber dann: Irgentwie bevölkerten wir 13 Sparkässler die "Krocha-Alm" und das Personal war sichtlich erfreut über die Unentwegten, die in den nächsten Stunden für Umsatzbelebung sorgten.

Beschwingt - nicht nur Walter, der konkurrenzlos den Titel um den Tanzoskar sicher verteidigte - schlenderte die jetzt "Wilde 13" durch Zell zurück zum Hofer-Campingplatz, direkt zum "Bock-Stadl". Wer bisher nicht genug hatte, konnte sich bei Hans-Dieter mit Sekt/Bier etc. den Rest des Alkoholvergnügens holen. Tatsächlich schafften es dann Alle, sich zum Abendessen in "Hofer´s Wirtshäusel" zu treffen. Ob Wiener Schnitzel oder Pasta - es wurde spürbar, das der "Pre-Ski"-Nachmittag seine Spuren hinterlassen hatte. Da standen es nur noch die "Härtesten" durch, die meisten Teilnehmer waren bereits lange vor Mitternach ins Reich der Träume in ihren Zimmern verschwunden.

Am nächsten Morgen waren dann alle topfit - schließlich wartete das ersehnte Skivergnügen, doch eines spielte nicht mit: Das Wetter. Leichter Nieselregen im Tal, viel zu warm und keine guten Auskünfte von den Einheimischen "An so einen warmen Januar können wir uns nicht erinnern" führten dazu, dass wir kurzfristig umplanten und uns mit den Fahrzeugen in Richtung Hintertux aufmachten.

Der Hintertuxer Gletscher bietet knapp 90 Pistenkilometer auf einer Höhe bis zu 3.250 Meter, da sollte doch Schnee liegen. Auf der Fahrt zur Talstation in Hintertux kamen wir durch ein grünes Tal und manche Erinnerungen wurden wach. Durch Mayrhofen nach Finkenberg - dort habe ich vor über 30 Jahren erstmals auf den Brettern gestanden, die heute die Welt bedeuten - geht die Fahrt hinauf durch Vorderlanersbach und Lanersbach. Noch ist nichts von dem Schnee zu ahnen, Auf 1300 Meter Höhe ist noch alles grün im Tal. Schließlich kommen wir zum Parkplatz in Hintertux - wo ist der Schnee ? Keiner da, doch dafür viele Menschen. Unsere Idee hatten wohl noch mehr Zillertal-Urlauber. Von dem Ansturm schien auch die Liftgesellschaft überrascht, denn erst als die Warteschlange an der Achter-Sommerberg-Seilbahn immer länger wurde, wurde die Vierer-Gondel geöffnet. Eine tolle Idee, denn die kurzfristig geöffnete Seilbahn war nur über einen vereisten aufsteigenden Weg zu erreichen. Naja, ein bisschen Fitness vor den ersten Schwüngen schadet ja nicht. Schließlich saßen wir in der engen Gondel, ist schon etwas in die Jahre gekommen, denn meine nagelneuen Rossignol-Skier passten nur mit Schwierigkeiten in die Halterung an der Gondel. Dann aber ging´s hinauf und dann endlich. Auf der 2100 Meter hohen Sommerbergalm war er da - der Schnee !!! Ein bisschen sulzig schon, denn es war ja schon elf Uhr geworden. Unsere 13-köpfige Gruppe hatte sich in dem vielen Gedrängel aus den Augen verloren. Ich war mit Rosi und Corinna zusammen geblieben und unser Ziel war ganz oben. So nahmen wir den "Gletscherbus" über das TuxerFernerhaus auf 2.660 Meter Höhe weiter bis zur Gipfelstation "Gefrorene Wand" auf 3.250 Meter. Hier gab´s Schnee und Menschen satt, zudem noch etwas stürmischer Wind - was lässt das Skifahrerherz höher schlagen.....

Endlich hatten wir unsere 13er Gruppe wieder vereint, doch vor der ersten Abfahrt kam es zum ersehnten Gruppenbild für die Nachwelt:

Auffallend war in Hintertux - man spricht holländisch....egal, die erste Abfahrt begann, doch ein Holländer ahnte da noch nicht, was auf ihn zukam. Trotz der Höhe von 3.200 Meter war die erste Abfahrt durch die vielen Skifahrer - eigentlich nur als mittelschwer gekennzeichnet - teilweise vereist und die erste unserer Frauen befreite sich ganz zwanglos von ihren Skiern...."Es lebe der Sport". Da ging´s haltlos hinab und ein Holländer, der sich gerade von seinem Sturz erholt hatte fand sich unvermittelt wieder im Schnee wieder. Nix passiert und endlich begann das Genießen des Skigebiets mit dem Liften an der Gefrorenen Wand und unterhalb des 3.476 Meter hohen Olperers.

Dann lachte sogar noch die Sonne und wir wurden richtig verwöhnt von einem Skitag am Hintertuxer Gletscher. Auf der Sonnenterrasse des Tuxer Fernerhaus ließen wir uns mit österreichischen Spezialitäten - wie den Kaiserschmarrn - verwöhnen, bevor es auf die Abfahrt zur Sonnenbergalm ging.

Am Nachmittag vereisten die Abfahrten ins Tal immer mehr, so dass wir auf die neue und beschneite Talabfahrt nach Hintertux verzichteten. Dafür gelang uns noch ein schöner Abstecher zum Tuxer Joch Haus in 2.319 Meter Höhe. Kurz vor Ende des Skitages hatten wir uns ein paar Früchte verdient, umspült von leckeren Obstler.

An der Talstation in Hintertux wartete dann die "Hohenhaustenne" auf uns. Es war zwar kein klassischer Einkehrschwung, doch die "Tenne" bot Apres Ski und wir konnten uns der Partylaune nicht entziehen. Ob "Du hast die Haare schön" oder "Cowboy und Indianer", aber auch "Viva Colonia", da fehlte keiner der Fetenhits und wir waren mittendrin statt nur dabei. Fast unbemerkt blieb dabei, dass die Hohenhaus Tenn ein außergewöhnliches Lokal mit vielen in Kleinarbeit gestalteten rustikalen Details ist - so mancher war aber fasziniert von der ersten Erlebnis-WC-Anlage im Alpenraum.....noch mehr faszinierte uns aber der Auftritt der "Aprés Skilehrerinnen" - eine Augenweide, nicht nur auf der Tanzfläche....

Die Sonne war schon längst hinter den Bergen verschwunden und allmählich setzte sich die Abendstimmung durch - Zeit für uns, an den Bock-Stadl zu denken.

Ein umfassender Aprés Skitag war zu Ende und wir ließen den Abend in Hofer´s Wirtshäusel gepflegt ausklingen, denn....

am nächsten Morgen wollten wir früh in die Zillertal-Arena einsteigen. Wenn Sie wissen wollen, warum wir da mit einem blauen Auge davon gekommen sind, dann

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