Aus Kaptol und Gradec wurde Zagreb
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Während der Europameisterschaften der
Sportschützen nutzte ich Anfang August 2001 die Gelegenheit zu einem
Stadtrundgang durch Zagreb.
Die Hauptstadt Kroatiens überraschte mich mit seiner barocken Atmosphäre in der Altstadt, die an die mehr als 900-jährige Entwicklung erinnert. Als das kroatische Volk 1991 seine Unabhängigkeit erlangte, wurde Zagreb das Politik- und Verwaltungszentrum |
Das heutige Zagreb entstand aus zwei mitellterlichen Siedlungen, die sich jahrhundertelang auf zwei benachbarten Hügeln entwickelten. Der erste schriftliche Hinweis stammt aus dem Jahr 1094, als auf dem Kaptol das Bistum gegründet wurde. Das benachbarte gradec wurde 1242 zu einer freien Königsstadt ernannt. Bis ins 18. Jahrhundert waren beide Siedlungen mit festen Stadtmauern und Türmen eine bedeutende Grenzfestung gegen die Türkenangriffe auf Europa. Im Jahr 1850 erfolgte die wirtschaftliche Vereinigung zur Stadt Zagreb.
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Gewohnt habe ich während der Tage in
Zagreb im 13. Stockwerk des Panorama-Hotels (Bild links).
Das Hotel liegt etwas außerhalb der Altstadt, so dass eine zehnminütige Fahrt mit der Straßenbahn erforderlich war, um das Zentrum um den Ban Jelacic-Platz - dem Hauptplatz der Stadt und beliebten Treffpunkt der Einwohner - zu erreichen. Dieser Platz war Ausgangspunkt des Rundgangs durch die Altstadt. |
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Mit der Zahnradbahn (Bild links), die
1888 gebaut wurde und ein attraktives Fahrmittel darstellt, verbindet sich
die untere Stadt mit der Altstadt. Im Hintergrund ist der alte Stadturm
"Lotrsak aus dem 13. Jahrhundert zu sehen.
Die ehemalige Pfarrkirche von Gradec (Bild rechts) ist die aus dem 13. Jahrhundert stammende Markuskirche. Sie wurde oft umgebaut und das berühmte bunte Dach stammt aus dem Jahr 1880. |
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Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die barocke Erneuerung der Stadt umgesetzt. Überall sind prunkvolle Paläste, Klöster und Kirchen gebaut. Die Stadt profitierte von zahlreichen Handelsmessen und vielen Gewerbewerkstätten. Aus ganz Europa siedelten sich reiche Adelsfamilien, Könige und Beamte, sowie reiche Händler an. |
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| Aus dem 13. Jahrhundert stammt das
einzige erhaltene mittelalterliche Stadttor (Bilder oben mitte und
rechts). Auf dem Weg durch das Tor fällt auf, das viele Einwohner die
kleine Kapelle mit der Jungfrau Maria - der Beschützerin der Stadt - dort
für ein Gebet innehalten.
Danach wird man von einer Attraktion der Stadt, die "Tkalciveva-Straße" überrascht. Es ist das Zentrum des Nachtlebens, bevor der Weg Richtung dem Dom mit dem Erzbistum weitergeht. Es ist das größte krichliche Objekt in Kroatien (Bild rechts). Der Dom wurde vom 13. bis 18. Jahrhundert im romanischen Stil gebaut |
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Es war nur ein Nachmittags-Rundgang in Zagreb, doch der Charme der Stadt und seiner Menschen überraschte mich positiv. 28 Jahre nach meinem ersten Urlaub - damals noch in Yugoslawien - auf der Insel Krk - war es eine gelungene Rückkehr, die so manches Vorurteil aus der jüngsten Vergangenheit (kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Kroatien und Serbien) vergessen machte.