28. Europameisterschaften Gewehr und Pistole in Zagreb / Kroatien
Als Reporter für die Deutsche Schützenzeitung war ich vom 25. bis 31. Juli 2001 bei den Entscheidungen auf den Schießstandanlagen "Vrapcanski Potok (Gewehr, Pistole) und "Luze" (Wurfscheiben) dabei.
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Zu den Höhepunkten gehörte dabei der Sieg des Thüringers Klaus-Dieter Schmidt mit der Schnellfeuerpistole. Der 41-jährige Kunstglasbläser feierte seinen ersten großen internationalen Sieg nach 592 Vorkampfringen und 103,8 Ringen im Finale gegen den Doppel-Olympiasieger von 1992 und 1996, Ralf Schumann und dem Drittplatzierten der Olympiade von Sydney Iulian Raicea. Der Rumäne hatte nach dem ersten Tag mit optimalen 300 von 300 möglichen Ringen schon wie der sichere Sieger ausgesehen, doch der zweite Wettkampftag brachte für Raicea den von den deutschen Verfolgern erhofften Einbruch mit 290 Ringen. Schmidt war mit 297 und Schumann mit 295 Ringen am ersten Tag gestartet. "Ich habe nur noch draufgehalten", resümierte Schmidt seinen Überraschungserfolg gegen die Favoriten. Im Bild links bei der Siegerehrung von links: Ralf Schumann, Klaus-Dieter Schmidt und Iulian Raicea |
| Die erfolgreichste deutsche Schützin im Verlauf der Europameisterschaften war Sonja Pfeilschifter (Bild rechts - im Finale mit dem Sportgewehr), die sowohl den Liegendwettbewerb, alsauch den olympischen Wettbewerb Kleinkaliber-Sportgewehr gewann. Die Münchnerin gewann den Dreistellungskampf mit dem Sporgewehr nach 584 Vorkampfringen mit 98,5 Ringen im Finale knapp vor Martina Prekel, die mit 682,2 Gesamtringen nur 0,3 Ringe hinter der Münchnerin Zweite wurde. Den Liegendwettbewerb gewann Pfeilschifter mit 592 von 600 möglichen Ringen vor der Französin Valerie Bellenoue (591). Zwei weitere Goldmedaillen gewann die Sportsoldatin in den Mannschaftswettbewerben. |
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Im Kleinkaliber-Liegendwettbewerb gewann
Sonja Pfeilschifter zusammen mit Gabriele Seifert und Alexandra Schneider
(Bild links)) mit 1766 Ringen vor der Ukraine (1761) und Rußland (1759).
Bei der Siegerehrung im Wettbewerb Sportgewehr (Bild rechts) strahlt Sonja Pfeilschifter (mitte) zusammen mit Martina Prekel (links) und der Russin Irina Gerasimenok. Den Mannschaftswettbewerb gewannen Pfeilschifter und Prekel zusammen mit Alexandra Schneider (1740 Ringe) vor der Ukraine (1738) und Rußland (1731).
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Während der Finals verfolgten viele Zuschauer die Wettkämpfe (im Bild links). Zu den Entdeckungen im deutschen Team gehörte Martina Prekel. Die Bundesligaschützin von ABC Münster war 1998 Junioren-Weltmeisterin und schaffte als 21-jährige den Sprung in die DSB-Damenauswahl mit einem überzeugenden Finale. Mit 100,2 Ringen übertraf sie alle acht Konkurrentinnen und verbesserte sich vom vierten Vorkampfrang auf den zweiten Platz. |
| Die ganze Spannung der Wettkämpfe vermittelt das Bild rechts. Im Mittelpunkt steht dabei Pistolen-Bundestrainer Peter Kraneis, der um seine Schützlinge in den Finals bangt. Links daneben drückt Carmen Meininger alle Daumen und etwas skeptisch blickt rechts Wolfgang Kindinger, der Hauptreferent Leistungssport im Deutschen Sportbund. | ![]() |
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Zu den positiven Überraschungen im Juniorenbereich gehörte Christian Lusch, der im 120 Schuß-Dreistellungskampf den Vizemeistertitel gewann. "Er ist ein Schütze für die Zukunft", lobte Bundestrainerin Claudia Kulla die Leistung des 20-jährigen mit 1158 Ringen im Vorkampf und anschließenden 95,4 Ringen im Finale. In einem Herzschlagfinale schoss der Schwede Christian Lejon mit dem letzten Schuß eine 10,6 und übertraf damit den Deutschen um 0,3 Ringe. |
| Freuen konnten sich auf der Schießstandanlage "Luze" die deutschen Wurfscheibenschützen über zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen. Im Bild rechts ist das deutsche Doppeltrap-Team zu sehen - stehend von links: Sportdirektor Heiner Gabelmann, Bundestrainer Willi Metelmann, Silke Hüsing, Susanne Kiermayer, Christian Hartmann, Stefan Ommert und Waldemar Schanz. sitzend von links: Co-Trainer Axel Krämer, Sonja Scheibl und die Junioren Andreas Löw und Timo Sangl. | ![]() |
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Bei den Siegerehrungen sprach man auf dem obersten Podest stets italienisch oder russisch. Im Bild links ist der Doppeltrap-Sieger Daniele DiSpignio zu sehen. Die Bildcollage zeigt den Werdegang des Weltmeisters von 1999 zum Europameister. Schuss, Treffer, Jubel und Siegerehrung nach 140 Vorkampf- und 49 Finaltreffern. Im Bild rechts freut sich der Russe Alexei Alipov (mitte) nach seinem glatten Erfolg mit 144 Treffern vor den beiden italienern Giovanni Pellielo (links) und Carlo Angelantoni, die nach dem Finale auf 141 und 140 von 150 möglichen Treffern kamen. | ![]() |
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Für die deutschen Doppeltrap-Männer gab es in Zagreb nichts zu gewinnen. Neben dem enttäuschenden sechsten Platz im Mannschaftswettbewerb kamen auch Christian Hartmann und Waldemar Schanz (im Bild rechts) nicht über die Ränge neun und 14 hinaus. Bei der drückenden Hitze unterlief Hartmann kurz vor Schluß der entscheidende Fehler (im Bild links) und der Dachauer verpaßte das Finale um einen Treffer. Schanz war nach zwei 44er Runden bereits vorzeitig zurückgefallen und verpaßte mit 135 Treffern das Finale um drei Scheiben. | ![]() |
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Siegerehrung Doppeltrap - Frauen - von links: Pia Hansen, Deborah Gelisio und Susanne Kiermayer |
Die deutschen Silbermädels im Doppeltrap von links: Sonja Scheibl, Silke Hüsing und Susanne Kiermayer | Russisch war Trumpf bei den Trap-Frauen. Elena Tkatch (mitte) siegte vor Maria Zub (links) und der Italienerin Giulia Pintor |
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Vor dem Doppeltrap-Finale studiert
Susanne Kiermayer zusammen mit Co-Trainer Axel Krämer (im Hintergrund
Bundestrainer Willi Metelmann) die Ergebnisliste. Nach 80 der 120
Vorkampfschüsse hatte die deutsche Silbermedaillengewinnerin von Atlanta
1996 die Konkurrenz noch angeführt. Den dritten Titelgewinn bei den
Europameisterschaften in Folge schaffte die 33-jährige aus dem
bayerischen Kirchberg nicht, denn 30 Treffer im Finale waren gegen Deborah
Gelisio (35) und Pia Hansen (35) zu wenig, um im Kampf um Gold mithalten
zu können.
Rechts im Bild: Nach 1998 die erste Mannschaftsmedaille für Deutschland im Herren-Trap - von links: Karsten Bindrich, Olaf Kirchstein und Waldemar Schanz gewannen hinter Italien Silber. |
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Mehr über den Verlauf der Wurfscheibenentscheidungen finden Sie bei einem meiner Berichte in der
oder auf der Homepage von
und weitere Informationen zu den Europameisterschaften in Zagreb finden Sie beim
oder: zurück zu Aktuelles