Überraschung aus dem Knoblauchsland
Auszüge aus meinem Bericht für die Deutsche Schützenzeitung
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Nach dem Schock will Seel ins Finale
Im zweiten Bundesligajahr will Oskar Seel mit Boxdorf den Sprung ins Bundesligafinale schaffen: "Ich will nächstes Jahr aufhören und dann nur noch als Trainer arbeiten", so der engagierte 55-jährige über seine Ambitionen, es in diesem Jahr mit seinem Team ins Finale nach Ditzingen zu schaffen. "Wir haben schon im Sommer mit dem Mannschaftstraining für die Bundesliga begonnen", erklärt der fünffache Deutsche Meister die Leistungssteigerung der Franken. Dabei mußte das Team durch zwei krankheitsbedingte Ausfälle umgestellt werden. Doch Ricarda Ortner fügte sich nahtlos ins Team ein und die ersten Siege gelangen gegen Ditzingen und Dörsdorf, die nach den sieben Begegnungen des ersten Wettkampftages zu den Verlierern gehören sollten.
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| Beim anschließenden Spitzenduell mit den unschlagbar scheinenden Welzheimer Gastgebern lagen die Franken nach den ersten neun Pfeilen wieder mit 85:83 Ringen in Front . Ausgerechnet eine Acht von Oskar Seel leitete die Wende ein. Die hochschwangere Sandra Sachse nutzte die Boxdorfer Schwäche mit drei Zehnern und brachte ihr Team in Führung. Erich Kloos erhöhte auf sieben Ringe Vorsprung und danach gab sich Oskar Seel geschlagen. Gegen Alexander Fröse konnte Boxdorf´s Mannschaftsführer nur noch einen Ring aufholen. "Die Acht war ein Schock", erzählte Seel danach über den Wettkampfverlauf, "dennoch sind wir vollauf zufrieden, das Finale ist jetzt unser Ziel." |
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Schwangerschaft kann Sandra Sachse nicht stoppen
Hochschwanger bestritt Sandra Sachse alle sieben Begegnungen für die Welzheimer Gastgeber. "Das Baby kann jeden Moment kommen", wußte Mannschaftsführer Julius Steinheil von der zweifachen Olympia-Medaillengewinnerin, "doch sie hat durchgehalten".
Neben GS Boxdorf gehörte der PolizeisportvereinReutlingen zu den Gewinnern des ersten Wettkampftages. Im Vorjahr mit nur drei Punkten aus sieben Begegnung von Beginn an im Abstiegskampf glückte den Reutlingern in diesem Jahr zum Auftakt vier Siege und etablierten sich auf den begehrten vierten Tabellenplatz für die Teilnahme am Bundesligafinale.
Mit jeweils nur einen Sieg gingen die Aufsteiger Fichtheim-Möding und Rehau von der Schießlinie. "Wir waren zu nervös", war die einhellige Meinung beider Teams. "..und haben Lehrgeld bezahlt", ergänzte Reinhold Pittner für den SSV Rehau, "wir haben nicht unsere Regionalligaergebnisse erreicht". Während der mit 69 Jahren älteste Aktive und siebenfache Deutsche Meister bei seinem Bundesligadebüt mit der unerwarteten Nervosität haderte, erklärte Rehau´s Trainer Helmut Ring: "Jedesmal war ein anderer krank, wir konnten nicht gemeinsam trainieren". Ähnlich ist die Situation bei Fichtheim-Möding. "Wir müssen noch zusammenwachsen", so Philipp Dietl, der von Meister Bergmann-Borsig Berlin zu seinem Heimatverein zurückgekehrt ist. "Ich bin zurück in der Heimat, bei meinen Freunden und wir haben viel Spaß miteinander gehabt", erzählt der 22-jährige, "in den nächsten Wettkämpfen werden wir uns steigern".
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