Sport und Natur im Einklang
| Während der Weltmeisterschaften in
Obergurgl lernte ich 1998 Heike Brinkschulte und Peter Penner erstmals
gemeinsam kennen. Es war der Beginn unserer Freundschaft. Für die
Deutsche Schützenzeitung habe ich das nachfolgende Interview mit beiden
über ihre Einstellung zum Sport geführt.
Im Bild rechts - Peter Penner und Heike Brinkschulte während einer WM-Pause auf dem Finalgelände der Weltmeisterschaften im österreichischen Obergurgl.
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"Es ist eine ständig neue Herausforderung", beschreibt der WM-Vierte Peter Penner das Feldbogenschiessen. "Jedes Gelände ist anders, wie das Wetter", erzählt der erfolgreichste deutsche Compoundschütze im Feldbogenbereich. "Sport und Natur befinden sich hier im Einklang".
Seit 1992 dominiert der 37-jährige das Feldbogenschießen in Deutschland. Der siebenfache Deutsche Meister verweist neben seinen nationalen Erfolgen auf einen dritten Platz bei den World Games 1997 in Finnland. "Seitdem habe ich mich in der Weltspitze etabliert", der mit der frischgebackenen Deutschen Meisterin Heike Brinkschulte eine ideale Lebensgefährtin gefunden hat. Die 32-jährige Industriekauffrau hat beim Hemer SV zunächst mit dem Recurvebogenschießen begonnen. "Das ist es", erinnert sie sich an den Oktober 1996, als sie erstmals mit einem geliehenen Compoundbogen schoss. Innerhalb eines Jahres schaffte sie einen steilen Leistungsaufschwung: "Ich kann mich voll auf das Schießen konzentrieren, mit der Technik des Bogens muss ich mich nicht auseinandersetzen", sieht Heike Brinkschulte ihr Erfolgsgeheimnis in den Tips und der Erfahrung von Peter Penner. "Im Feldbogenschießen ist Erfahrung alles, normalerweise braucht ein Bogenschütze viele Jahre um seinen Bogen im Parcour auf bekannte und unbekannte oder bei Hoch- und Tiefschssen zu beherrschen", weiß der Werkzeugmacher, dessen Technikinteresse Grundlage für einen optimalen Wettkampfbogen ist: "Ein Bausatzbogen wird zunächst komplett zerlegt und anschliessend mit eigenen Ideen ergänzt". Natürlich werden die Pfeile auch selbst angefertigt: "Dann sind sie alle gleich". Pech hatte Peter Penner im Vorfeld der WM durch einen Bogenbruch. Dadurch mußte er die WM in Obergurgl mit seinem Ersatzbogen bestreiten. Dennoch: "Ich werde von den Konkurrenten ständig beobachtet" sieht Peter Penner seinen Stellenwert in der Weltklasse der Feldbogenschützen. Gemeinsam mit Heike Brinkschulte, die 1998 ihre ersten Deutsche Meistertitel gewann und den Finalrekord im Hallenbogenschiessen hält, trainiert Peter Penner auf einem eigenen Bogensportgelände. "Beim Bogenschiessen haben wir uns kennengelernt" und die beiden Sauerländer verbringen viel Zeit an der Schiesslinie. "Wenn kein Turnier ist, wird trainiert. Auch im Winter, dann dreimal wöchentlich in der Halle".
Bei der WM in Obergurgl hat Heike Brinkschulte ihren Freund als Zuschauerin verfolgt und bei jedem Schuss mitgezittert: "Im Herzen hänge ich am Feldbogen" unterstreicht sie ihre Ambitionen. Für die Weltmeisterschaften hat sie das erforderliche Leistungsniveau zu spät erreicht. Die neue deutsche Meisterin will für die Teilnahme an den Europameisterschaften 1999 den Sprung in die Nationalmannschaft schaffen. Anerkennung erntet sie dabei von der seit Jahren international erfahrenen Ellen Spranger: "Heike wird unser Team verstärken".
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Zwei Jahre später durfte ich mit Heike
und Peter einen meiner Höhepunkte als Fotograf im Bereich des
Schießsports erleben. Nach dem Training bei den Weltmeisterschaften 2000
in Cortina D´Ampezzo erfüllte mir Peter Penner meinen Wunsch, ihn einmal
vor den berühmten "Drei Zinnen" fotografieren zu können.
Natürlich war Heike mit dabei und unterstützte mich während der Fotosession als Beleuchterin (indirekte Beleuchtung über einen Reflektor).
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Als ich das obige Bild von den beiden machte, kam erstmals der Gedanke auf, doch bei der Hochzeit von Heike und Peter dabei zu sein. So enstand die erste "Probeaufnahme" für die Hochzeit, die beide ein Jahr später am 15. September in die Tat umsetzten.
Bei der Vorbereitung unseres Shootings vor den "Drei Zinnen" in 3000 Meter Höhe bekam ich erstmals einen Eindruck, was so ein Feldbogenschütze während eines Wettkampftages mit sich rumschleppt, denn Peter hatte sein gesamtes Equipment dabei. So entstanden Bilder vor einer imposanten Gebirgskulisse, die im letzten Abendlicht entstanden und bei der Veröffentlichung einiges an Staunen hervorriefen. Lassen Sie sich von den nachfolgenden Bildern noch einmal von der Faszination von Sport und Natur begeistern.
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