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Verbessert, doch das Ziel nicht erreicht

 Eberstädter Schützen beenden Rundenkampfsaison in Ober-Roden mit einem Sieg

Ausschnitte aus meinem Bericht für das Darmstädter Echo

(WW.) Die Eberstädter Luftgewehrschützen haben ihr Saisonziel in der Regionalliga West nicht erreicht. Trotz des 3:2 Sieges zum Saisonabschluß gegen Hilgert verpaßte das Team von Mannschaftsführer Bernd Stier die Aufstiegsrunde zur Bundesliga knapp: "Wir haben uns gegenüber dem Vorjahr verbessert, doch das Ziel nicht erreicht", zog Stier seine Bilanz, nachdem der vierte Tabellenplatz nicht für einen Platz in der Aufstiegsrunde reichte. Dabei hatte es lange so ausgesehen, als ob die Aufstiegsqualifikation in greifbarer Nähe wäre. In der zweiten Liga belegten die Bundesligareserven der SG Hamm und SV Deiringsen die ersten Plätze und dahinter kämpften die Eberstädter mit Inden-Altdorf um den dritten Platz. Die Rheinländer verloren sogar die letzte Begegnung bei Schlußlicht Düsseldorf mit 2:3 und eröffneten den Eberstädern eine unerwartete Chance. Doch die Südhessen hatten bei Punktgleichheit mit den Rheinländern das entscheidende direkte Duell verloren und müssen damit Inden-Altdorf den Vortritt in Richtung erste Liga lassen. Zudem fiel die erste Mannschaft des SV Deiringsen auf den vorletzten Tabellenplatz der ersten Liga zurück, so dass die Westfalen eine Lücke in der Bundesliga-Sportordnung nutzen können und mit zwei Mannschaften in der Relegationsrunde am 2. Februar in Wiesbaden teilnehmen können.

Gründe für den verpaßten Wiederaufstieg in die erste Liga führte Mannschaftsführer Bernd Stier auf eine Reihe von Gründen zurück. "Wir konzentrieren uns auf den Schießsport, doch das Managment im Hintergrund fehlt". Nach fünf Bundesligajahren werden die Vereine immer professioneller, doch bei den Eberstädtern fehlt für den Spitzensport auch ein erfahrener Trainer. "Wir haben keinen Wettkampf deutlich gewonnen". Die vergebenen Einzelpunkte machten sich in der Abrechnung zum Saisonende entscheidend bemerkbar. So gehörten in der zweiten Regionalligasaison mit Bernd Stier und Rüdiger Reinsch nur zwei Routiniers zu den sicheren Punktesammlern, die fünf der sieben Begegnungen gewannen. Beide zeigten sich auch beim Saisonabschluß vor 200 Zuschauern in der Schulsporthalle Ober-Roden voll motiviert. Beide hatten ihren 40-Schuß-Wettkampf schwach begonnen, doch mit Routinie und Glück holten beide ihre Punkte. Bernd Stier hatte letztlich im Spitzenduell gegen den schwachen Uwe Schmidt mit 379:360 keine Mühe. Mehr kämpfen mußte Rüdiger Reinsch. Der 38-jährige hatte auf Position vier sich gegen Madlen Hartwig nach zwanzig Schüssen noch keinen entscheidenden Vorsprung: "Ich mußte was probieren und mehr Druck ausüben", beschrieb Reinsch die Situation am frühen Sonntagmorgen. "Beim Schießen bin ich ein Morgenmuffel", doch Reinsch machte eine Pause und die schien ihn wachzurütteln. Die Steigerung seiner Gegnerin konterte er in der Schlußphase und holte mit 385:384 Ringen den entscheidenden Punkt zum 3:2.

Das 1:0 für Eberstadt hatte Jörg Kreuzer besorgt, der ins Team zurückgekehrt war. "Am Anfang hatte ich den Kampf mit mir selbst und dann lief es wie im Training", beschrieb der 34-jährige seinen 390:382 Sieg über Simone Roguwzewski. Mit optimalen 100 Ringen beendete er seine letzte Zehn-Schuß-Serie und zeigte als einziger Akteur eine bundesligareife Leistung. "Mein neues Walther-Luftgewehr liegt mir sehr gut und hier herrschte wieder ein Hauch von Bundesliga", so Kreuzer über seine starke Vorstellung, nachdem er in dieser Saison durch die gesundheitlichen Probleme seines zweiten Kindes nur dreimal in den Stand ging. "Die Gesundheit der Familie steht im Vordergrund", erklärte der zweifache Familienvater, der deshalb in diesem Jahr auch auf die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften verzichten wird.

 

Während die Eberstädter trotz des Sieges mit der verpaßten Aufstiegschance haderten, waren die Gastgeber von Diana Ober-Roden mit ihrer Zweitligapremiere zufrieden. Neben der sehr guten Zuschauerresonanz sicherten sich die Rödermarker mit 3:2 den Klassenerhalt gegen Massenhausen. Zur festen Größe im Team wurde Ina Schmidt aus Babenhausen. Die Feldarmbrust-Juniorenweltmeisterin besorgte den 1:1 Zwischenstand mit 385:377 gegen Jürgen van der Horst. "Wir wollen nach oben", unterstrich Diana-Trainer Jürgen Fischer das Engagement seines Vereins, "mit ein bis zwei Neuzugängen wollen wir im nächsten Jahr als hessische Mannschaft den Aufstieg in die erste Liga schaffen".

Dort schießt als einziges hessisches Team die SG Dietzenbach, deren Sportchef Wolfgang Heimann sich über die geglückte Finalteilnahme freute. Als Tabellenvierter der Nordliga qualifizierten sich die Dietzenbacher für das Finale der besten Acht deutschen Bundesligamannschaften. Die letzte Begegnung bei der SSG Bramgau ging mit 2:3 denkbar unglücklich verloren. Beim entscheidenden dritten Punkt unterlag Carmen Keime im Shoot-Off gegen den Niederländer Benno Groot Bramel mit 9:10. Am 16. Februar werden die Dietzenbacher im Finale zunächst auf den Südmeister HSG München treffen, der mit der Olympiafünften Sonja Pfeilschifter in der Spitzenposition als klarer Favorit gilt.

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