Wenn Waschbären ein Waschbrett verstecken
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Man (n) hat ja schließlich einen Ruf zu
verteidigen......vom 1. bis 3. März 2002 war es wieder soweit. Zum
fünftenmal war ich mit Kollegen der Sparkasse unterwegs zu einem
Skiwochenende in den Bergen von Tirol. Zum drittenmal hiess das Ziel:
Oberndorf, am Fuße des Kitzbühler Horn, ganz in der Nähe des berühmten
Kitzbühel. Dort kommt ja bekanntlich der "Blitz vom Kitz" (Toni
Sailer) her und nach dem Wilden Kaiser (Gebirgskette) hat sich dort ein
richtiger Kaiser "Franz" (Schau´mer mal Beckenbauer)
niedergelassen.
Für mich ist Oberndorf auch immer eine Reise in die Vergangenheit. 1976 habe ich dort mit dem Nauheimer Skiclub meine ersten Schwünge in den Schnee gesetzt (damals noch etwas mühsam). Abenteuer mit den eingeborenen Frauen folgten wilde Abfahrten auf der berüchtigten Tauwiese (beim Skirennen der Groß-Gerauer Schützen) und schließlich habe ich Ende der 70er mich dort in meine erste Ehefrau verliebt. Kurz, in Oberndorf ist für mich immer was los.....und so war´s auch diesmal. |
Um drei Uhr morgens klingelte der Wecker und eine Stunde später war ich zusammen mit Irene unterwegs in Richtung Süden. Schon zwei Stunden später klingelte das Handy: "wo seit ihr ?". Waltraud und Walter (Bild oben) waren auch unterwegs und wenig später meldeten sich auch Ute und Ute. Das Sparkassen-Sextett strebte den österreichischen Bergen entgegen....etwas seltsam....wenn wir bei Kufstein über die Grenze fahren, verändert sich Irene. Vor zwei Jahren verfiel sie in so einen ungewohnten Dialekt und diesmal stimmte unsere Österreicherin das Kufsteiner Lied an. Wieder daheim!!!
Hinter München hat es bei mir im Auto schon gekribbelt. Jetzt beginnen in Oberndorf die Lifte zu laufen....und wir sind noch auf der Autobahn. Über den Bergen Österreichs herrscht strahlend blauer Himmel. Ich kann es einfach nicht mehr abwarten, sicher nerve ich jetzt Irene, aber die nimmt´s gelassen. Sie kennt mich ja schon einige Jahre.
| Eigentlich hätten wir ja schon bei der
Abfahrt in Rüsselsheim die Skianzüge anziehen können, doch das hätte
ich wohl meiner Beifahrerin kaum beibringen können. Also galt es, kurz
nach der Ankunft in Oberndorf sofort im Hotel Kitzbühler Horn den
Fitnessraum aufzusuchen! Nein, keine unnötigen Turnübungen. Umziehen,
und das im Schnelldurchgang. Muss ausgerechnet jetzt das Handy klingen,
müßte nicht, tut es aber. Es geht um Minuten, es ist 9.45 Uhr und seit
fast einer Stunde laufen die Lifte, die Sonne scheint und....
Wir wollen gerade in Richtung Skilift laufen, da kommen Walter und Waltraud an. Also alles zurück, jetzt wird gewartet. Die beiden müssen auch in den Fitnessraum. Derweil rufe ich Ute und Ute an: "Wo seit Ihr ?", "An der Grenze". Das dauert zu lang! Trotz meiner ganzen Hektik schaffen wir es erst um 10.45 Uhr zur Liftstation. Mich trifft fast der Schlag! 26 Jahre lang war der Penzing-Lift in Oberndorf ein Einersessel. Wenn sich alles ändert, eins hat sich nie geändert, der Einersessel. Wie oft habe ich in diesem Sessellift gesessen, geträumt von vielem, hauptsächlich von traumhaften Abfahrten über die 6 oder 7, oder von der Bassgeigeralm. |
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Alles vorbei, wir stehen an einer Umlauf-Gondelbahn mit jeweils acht Sitzplätzen. Was ist denn dass ? Oberndorf ist auch nicht mehr das, was es war. Zudem gibt´s ab 11.00 Uhr Halbtagskarten. Noch einmal 15 Minuten um. Endlich ist es soweit, mit dieser neuen ungewohnten Gondelbahn geht es hinauf in Richtung Penzing II. Jetzt erwachen die Frühlingsgefühle. Strahlender Sonnenschein und ein angenehmer Frühlingsduft umspielen mich. Von meinen drei Begleitern sind Waltraud und Walter neu im Oberndorfer Skigebiet, so will ich ihnen auch die Abfahrten von St. Johann zeigen. Eigentlich für einen echten "Oberndorfer" kein Muss und ich werde sofort bestraft. Ganz begeistert vom Pulverschnee fühle ich mich in Topform und mache es ganz wie der Papst Johannes Paul. Ich küsse den Schnee, aber nicht ganz freiwillig. Völlig überraschend lande ich auf meinem Allerwertesten, ein Ski habe ich verloren.....Sch.....Ich will wieder zurück nach Oberndorf. Aber vorher muss noch die Abfahrt nach St. Johann zur Talstation umgesetzt werden. Zwischenzeitlich habe ich gemerkt, dass mein Handy ausgeschaltet ist. Da konnten sich Ute und Ute nicht melden. Die waren zwischenzeitlich auch angekommen und wir vereinbarten unser Treffen auf der Müllner-Alm, im Oberndorfer Skigebiet. Kaum telefoniert, wurde es ärgerlich. Die Sonneneinstrahlung hatte die Piste in einen ekligen Sulz verwandelt und wir quälten uns in Richtung Tal. Das war´s mit St. Johann.
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Über den Harschbichl, vorbei an der Stanglalm geht´s über die 5 in Richtung Müllner-Alm. Jetzt kommt auch Walter (Bild links) in Form. Schließlich hatten wir von Walter im Lift nach oben schon die erste Stärkung in Form von Selbstgebrannten bekommen. Da läuft´s natürlich um so besser. Schwungvoll ging´s in Richtung Müllner-Alm. Während meinen Begleitern der Magen knurrte und sie entsprechend etwas dagegen taten, stand mir der Kopf nach etwas Anderem. Essen auf der Bassgeiger-Alm und eine Revivaltour zum Vorjahr. Ich war ja prächtig in Form und bei Tag wollte ich heute nicht mehr von diesem Berg herunter. Da hatte ich aber nicht die Rechnung mit meinen Begleitern gemacht. |
| Zunächst gelang unser Treffen mit Ute und Ute. Nach einer Mahlzeit (ohne mich) und einem Wodka-Feige (mir mir) war der Ruf des Berges nicht mehr zu überhören. Also wieder hinauf auf den Penzing und von dort hinab auf die 7 "der schwarzen Abfahrt" von Oberndorf. Nicht für uns, zumindest im oberen Bereich (Bild rechts). Die gute Laune schwand aber sichtlich, als wir uns im tiefen Sulz hinab zu der von mir ungeliebten neuen Gondelstation quälten. Warum brauchen die in Oberndorf eigentlich diese Gondelbahn, der Einersessel hätte auch gereicht. War doch eh´ keiner da, außer uns. Mein "Rumgeknatsche" zeigte Wirkung. Irene hatte einen Sessel des ehemaligen Lifts entdeckt und schlug vor, den doch einzupacken, damit ich ihn mit nach Hause nehmen könnte. Naja, so weit muss es auch nicht kommen. | ![]() |
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Ist es nicht wunderbar.....Skifahren ist
das Höchste. Besonders wenn es Nachmittag wird, die Sonne langsam hinter
den Bergen untergeht und man (n) noch die Bassgeigeralm vor sich an.
Natürlich mit meinem Sonderwunsch garniert: "Wir sitzen dort, wo das
Bild von Caroline ist". Die Prinzessin von Monaco war wohl vor vielen
Jahren einmal zu Gast auf der Bassgeigeralm und aus dieser Zeit hängt
noch ein Bild an der Wand, ein kleines Bild. Aber ein wichtiges Bild, denn
vor diesem Bild habe ich schon so manches Abenteuer erlebt. Zuletzt im
letzten Jahr, als ich mit Ute und Claudia auf der Hütte regelrecht
"versackte", auf der abenteuerlichen Nachtabfahrt den Verlust
von zwei Brillen hinnehmen mußte und zeitweise erheblich die Orientierung
verloren hatte.
In diesem Jahr kam es nicht so weit. Es waren zumindest einige Vernünftige dabei (ich gehörte nicht dazu) und ich fügte mich. Am späten Nachmittag fuhren wir ab über die 6er Abfahrt in Richtung zurück nach Oberndorf.. Die warme Witterung hatte ihre Spuren hinterlassen, es waren nur noch Schneereste auf der Talabfahrt, alles andere als ein Vergnügen. Schwamm drüber! |
Gut gelaunt und etwas beseelt (kaum benebelt) wollten wir zunächst nach dem Skifahren auf die Hotelzimmer, doch....erst begann das Thema: "Wer mit wem und wo?". Kurz und gut - wir landeten in der Nachbarschaft im Müllnerhof (nicht auf der Müllner-Alm) und wenig später ging´s in Richtung Abendessen zum "Dorfwirt". Jetzt war ich schon bierseelig, ein wenig müde, aber voller Tatendrang. Schließlich sind wir alle Sechs ja Arbeitskollegen, also was liegt näher, als ein Besuch in einer Disco. Kaum drinnen, waren wir schon wieder draußen - da hätten wir den Altersdurchschnitt doch zu sehr angehoben. So schlenderten wir zurück in Richtung des Hotels "Kitzbühler Alpen", denn wir erwarteten ja noch den Bus, mit dem weitere 30 Kollegen unserer Sparkasse ankommen sollten. Jetzt sollte sich der Unterschied zeigen. Die "harten" Männer, Walter und ich, und die Frauen. Noch bevor unsere übrigen Kollegen gegen Mitternacht angekommen waren, hatten sich die Damen schon abgelegt - in Richtung Bettruhe, denn am nächsten Morgen sollte es ein harter Skitag werden. Männer wie wir, kennen keine Müdigkeit und wenn, dann geben wir es nicht zu.
was ich in dieser Nacht noch erleben durfte,