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Eine italienische Reise

Am 5. Juli 2000 begann ich eine Reise durch Italien, die meine Teilnahme als Reporter für die Deutsche Schützenzeitung an den Europameisterschaften der Wurfscheibenschützen und den Weltmeisterschaften im Feldbogenschießen als Anlass hatte.

Mehr als zehn Stunden dauerte meine PKW-Anreise ins italienische Montecatini. Schließlich erreichte ich den malerischen Ort, der sich als idealer Ausgangspunkt für Kurztrips an die italienische Adria oder die vielen bekannten Städte im Chiantigebiet entpuppte.

Meinen ersten Ausflug startete ich über Lucca nach Pisa zu einer Besichtigung des "Campo dei Miracoli mit Dom, Baptisterium und dem weltberühmten schiefen Turm.

Wegen seiner extremen Schieflage war der "Campanile" im Jahr 2000 durch Stahltrossen gesichert und die Arbeiten am Fundament waren in vollem Gange.

22 Jahre vorher war ich zum erstenmal in Pisa und konnte seinerzeit noch den Turm besteigen. War zwar damals schon etwas ungewöhnlich, über die schiefen Treppen aufzusteigen, doch der Blick auf den Dom ist schon ein gewaltiger Eindruck. Bei meinem zweiten Besuch mußte ich mich auf einen Rundgang beschränken mit einigen schönen Blickwinkeln (siehe oben), bevor ich mir noch einen Strandbesuch im nahen Viareggio erlaubte.

Zwei Tage später waren die Europameisterschaften in Montecatini beendet und ich fuhr direkt zu den nächsten Titelkämpfen ins italienische Cortina D´Ampezzo. Auf dem Weg zurück kam ich nicht an Venedig vorbei. 27 Jahre war es schon her, als ich die Lagunenstadt das letzte Mal gesehen hatte. Ich hatte genügend Zeit und wählte eine besondere Anreise zur "Königin der Meere". Einige Kilometer außerhalb nahm ich eines der Linienboote, die regelmäßig direkt das Traumziel für nostalgische und traditionsbewußte Besucher ansteuern. Es war für mich die schnellste Lösung, denn ich wollte nur einen kurzen Rundgang mit einigen Fotostopps machen.

Kaum angekommen, startete ich meinen Rundlauf über den "Canale Grande", vorbei an romantischen kleinen Kanälen in Richtung dem berühmten Markus Platz.

Wie 1973 war es für mich wieder schwierig, die richtige Fotoposition zu finden. Wann schaffe ich es eigentlich, den Markus-Dom und den Dogen-Palast einmal so ins Bild zu setzen, damit ich zufrieden sein kann. Auch im zweiten Versuch ist es noch nicht gelungen.

Ich denke, es wird der Tag kommen, wenn ich mir mehr als eine Stunde Zeit nehme, um Venedig zu besuchen. Der Kurzbesuch hat jedenfalls mein Interesse deutlich gesteigert.

Am 9. Juli 2000 war es jedenfalls nicht der Tag dazu, denn auf mich wartete die Deutsche Nationalmannschaft in Cortina D´Ampezzo und ich schaffte es schließlich pünktlich im dortigen Hotel "Corona zu erscheinen.

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