Rolland rollt die Liga auf
Erster Wettkampftag der Luftgewehr-Bundesliga-Nord
Ausschnitte aus meinem Bericht für die Deutsche Schützenzeitung
Im Vorjahr sind die Deiringser Schützen nach einer verpatzten Saison nur knapp dem Abstieg entgangen. Dann verließen gleich drei Leistungsträger den Soester Vorortsverein, der im Sommer noch als sicherer Abstiegskandidat galt. "Die Wende kam per E-Mail", erzählt Vereinschef Jörg Jagener, als der erste Kontakt zum norwegischen Leif Steinar Rolland entstand. Über den westfälischen Landestrainer Heinz Reinkemeier kam der Olympiasiebte von Sydney nach Deiringsen und gab einen eindrucksvollen Einstand beim Bundesligaauftakt in Hamm.
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Wir wußten, das er die
Leistung bringt
Deiringsen´s Neuzugang Rolland hatte im Spitzenduell gegen Alexandra Schneider mit einer Neun begonnen, doch dann rieben sich die Zuschauer ihre Augen. Nur bis zum zehnten Schuss hielt die deutsche Nationalschützin mit dem Norweger mit, der 37 Zehner in Folge erzielte und nach vierzig Minuten die 2:1 Führung für sein neues Team sicherte. "Wir wußten, das er die Leistung bringt", freute sich Jörg Jagener über die Klasseleistung von Rolland, "dabei wußte erst seit einer Woche, wie der Wettkampfmodus in der Bundesliga ist". Endlich hatten die Deiringser wieder ihre Nummer eins im Team, die zu siegen versteht. N |
| Die Begegnung schien in der Schlußphase für die Deiringser doch noch zu kippen, nachdem Torsten Krebs das 1:0 für Buer-Bülse mit 393:386 Ringen gegen Christine Rohweder erzielt hatte. Den Ausgleich besorgte Daniela Werling, die auf Position fünf den schwachen Beginn von Nadine Masuth nutzte, um ihren frühen Vorsprung mit 392:385 Ringen ins Ziel brachte. Die Leistung der letztjährigen Regionalligaschützin begeisterte Jörg Jagener: "Sie kam bisher nie regelmäßig zum Einsatz und hatte immer den Druck, sich zu bewähren". | ![]() |
Gentek: Die Zuschauerakzeptanz ist wieder höher
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Die mehr als dreihundert Fans waren vom ersten Auftritt des neuformierten Hammer Teams gegen Bramgau begeistert. Jubelstürme herrschten bei den 100er Serien von Valerie Bellenoué, der zum Auftakt drei optimale Serien gelangen. Erst mit dem 32. Schuss (9,8) wurden die Hoffnungen auf eine 400er Leistung gestoppt. Nach 37 Minuten hatte die Französin die einseitige Begegnung gegen Pamela Ilic mit 398:392 gewonnen und zum 2:0 für Hamm erhöht. |
| Krebs: Erst bei 30 Minuten
wird es interessant
Am Sonntagvormittag standen die Hammer dem am Vortag überraschten Meister BSV Buer-Bülse gegenüber, dessen Vereinschef Klaus Lindner den verpatzten Saisonstart auf die Umstellung im Team zurückführte: "Josef Gönci stand nach einer Operation nicht zur Verfügung und Maik Eckhardt hat zuletzt kaum trainiert". Gegen Hamm zeigten sich die Gelsenkirchener erheblich verbessert und verdienten sich mit einer kompakten Teamleistung den 3:2 Erfolg. "Die Zeitverkürzung auf 50 Minuten ist kein Problem, wenn´s auf 30 Minuten geht, dann wird´s interessant", Torsten Krebs führte den mäßigen Saisonstart nicht auf die Verkürzung der Schießzeit zurück, "Die Ausländer lassen sich davon auch nicht beeindrucken". Lebensgefährtin Alexandra Schneider bekam die Stärke von Rolland und Bellenoué auf Position eins im Bülser Team besonders zu spüren: "Ich war überrascht, dass Rolland so stark beginnt". Nach der Niederlage gegen den Deiringser Neuzugang Rolland konnte sich 25-jährige Olympiateilnehmerin auch nicht gegen Valerie Bellenoué durchsetzen. Die 27-jährige Französin punktete mit 394:393 Ringen, doch danach reichte es für Hamm nur noch zu einem weiteren Punkt durch Anja Duczek, die das Shoot-Off gegen Maik Eckhardt mit 10:9 gewann. Die Wende für Buer-Bülse leiteten die Leistungssteigerungen von Tino Mohaupt (395:391 gegen Söthe) und Nadine Masuth (393:386 gegen Großecappenberg) ein. Den Schlußpunkt setzte Torsten Krebs, der eine Acht von Hubertus Kurth mit dem vorletzten Schuss nutzte und mit 391:388 Ringen gewann. |
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Heimann: Macht keine
Eskapaden
4:0 hieß der Zwischenstand, doch Vereinschef Heimann war noch nervös. "Macht keine Eskapaden". Während Bessert noch pausierte drehte sich fast unmerklich die Begegnung. Zwar hatte nach 30 Minuten Thomas Harbach mit 391:373 Ringen gegen den schwachen Christian Joite die Hessen in Führung gebracht, doch dann glich Peter Thuesen auf Position eins zum 1:1 aus. Der Däne hatte mit den letzten Schüssen das Match gegen Nadine Kraska noch mit 391:389 Ringen gewonnen. Die Dietzenbacher Fans erstarrten, als Daniela Althoff mit dem 36. Schuss eine Fünf unterlief, die Janett Göttsch sofort nutzte und Eutin mit 388:384 Ringen in Front brachte. Jetzt lebten die bis dahin ruhigen Fans des norddeutschen Aufsteigers auf und Trainer Christian Klees hatte seinen Sitzplatz schon längst verlassen. Gerade rechtzeitig, um den entscheidenden Patzer im Dietzenbacher Team zu erkennen. Benjamin Bessert fand nach seiner Pause nicht in den Wettkampf und nach drei Neuner innerhalb von fünf Schüssen unterlief ihm ein "Luftschuss", der zum Abzug von zehn Ringen führte und zum Entsetzen der Dietzenbacher Verantwortlichen den Gästen noch den Sieg bescherte. Zwar hatte Matthias Fieberling gegen Berit Schröder mit 389:384 Ringen den zweiten Dietzenbacher Punkt geholt, doch der Ringabzug bei Bessert kürte Frank Hagel mit 389:383 Ringen zum Sieger und die 18-köpfige Eutiner Anhängerschaft bejubelte den nicht mehr erwarteten Erfolg.
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