Drei Nächte und 1000 Meisterwerke
Im dritten Jahrhundert vor Christus gründeten die Römer eine Siedlung und nannten sie "Florentia". 1600 Jahre später ist Florenz die reichste Stadt Europas und zählt mehr als 100.000 Einwohner. Im 15. Jahrhundert begann die Herrschaft der Medici, die als Bankiers der Päpste zu Reichtum gelangten. Sechs Jahre lang wird die Stadt am Arno von 1865 bis 1871 Hauptstadt des vereinten Italiens. Heute gehört die Altstadt von Florenz zum Weltkulturerbe und jedes Jahr kommen 6,5 Millionen Besucher, um die Museen und Hauptsehenswürdigkeiten zu sehen.
Es ist die Metropole der Renaissance, die Besucher entdecken auf Schritt und Tritt immer wieder Neues in der Stadt von Michelangelos "David", Giambolognas "Sabinerin" und Cellinis "Perseus". Gut 1000 Meisterwerke verheißen für Kunstliebhaber den Himmel auf Erden.
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Anläßlich der Weltmeisterschaften im
Bogenschießen war ich im März 2001 vier Tage lang in der florentinischen
Stadt zu Gast. Tagsüber im "Palazzo del la sport" nutzte ich
nach den Wettkämpfen in den Nächten jede Gelegenheit, so viel wie
möglich von Florenz erleben zu können. Von meinem Hotel in der Via
Nationale waren es nur wenige Gehminuten zur Altstadt.
Mein erster Rundgang (-lauf) führte mich zum unverwechselbaren Wahrzeichen der Arno-Stadt, der "Ponte Vecchio". Im 16. Jahrhundert machten Goldschmiede und Juweliere mit ihren Läden die Brücke zu einer Häuserbrücke, von denen in Europa nur noch wenige Erhalten sind. |
| Das Battistero (im Bild vorn), der Campanile (rechts) und der Dom (im Hintergrund) bilden die Seele der Stadt. Auf der Piazza San Giovanni gilt der Campanile als Italiens schönster Glockenturm. Als Titanenwerk gilt der Dom, dessen Bau 1296 begann und 1446 mit der Kuppel durch Brunelleschi vollendet wurde. Es ist das viertgrößte Gotteshaus des Abendlandet und wurde als Bürgerdom der Republik Florenz erbaut. Das Baptisterium gehört zu den ehrwürdigsten Sakralbauten der Stadt und ist dem florentinischen Schutzpatron, dem heiligen Johannes geweiht. Als "Pforte zum Paradies" bezeichnete Michelangelo die Osttür. |
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Als "Palast des Volkes" galt
ursprünglich der "Palazzo Vecchio", das Hauptgebäude auf der
Piazza della Signoria.
Der ehemalige Sitz der republikanischen Stadtregierung und der Medici-Fürsten wird durch einen reichen Skulpturenschmuck unterstrichen. Michelangelos "David" (links) symbolisiert den Behauptungswillen gegen die mächtigsten Feinde. |
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Es waren nur kurze Streifzüge durch die Nächte der Altstadt von Florenz - viel zu kurz für einen Gesamteindruck, doch lang genug - um einmal wieder zurückzukehren.