Wo die Donau ungestüm ist
"Seine bezückend schöne Lage", das ist das von dem die Besucher besonders hingerissen sind. Ein französischer Dichter und Romancier brachte es auf den Punkt: "Budapest bildet mit der Donau eine der schönsten Fluß-Stadt-Landschaften, die es gibt, vielleicht die schönste in Europa", so Jules Romains. Die Donau drückt der ungarischen Hauptstadt den Stempel auf, denn dort ist der längste Fluss Europas anders - einfach ungestümer. Zu beiden Seiten des 25 Kilometer langen Laufs durch das Stadtgebiet formen sich Natur- und Stadtlandschaft nach dem Diktat der Donau.
Im Juli 1998 nutzte ich die Gelegenheit, mir in wenigen Stunden die Hauptattraktionen von Budapest anzusehen, bevor ich zu den Weltmeisterschaften der Feldarmbrustschützen im nahe gelegenen Velence am gleichnamigen See weiterfuhr.
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Nach meinem Lauf durch die Altstadt des 2000-jährigen Budapest, bei dem mir besonders die vielen schönen Frauen aufgefallen sind, war mein erstes Ziel die Kettenbrücke "Széchenyi Lánchid". Diese erste feste Brücke der Stadt wurde 1849 dem Verkehr übergeben. Vom Abschluß der Pester Innenstadt spannt sich der Brückenkörper - getragen von eisernen Ketten - über zwei Strompfeiler zum Stadtteil Buda. Im Hintergrund ist der Burgpalast zu sehen, dessen Baugeschichte ins 13. Jahrhundert zurückgeht. "Wenn Buda steht, Ungarn noch lebt" reimte ein Dichter über das ungarische Symbol für die nationale Existenz, das unzählige Verwüstungen und Zerstörungen erlebte. |
| Vom Burgpalast aus, bietet sich ein
wunderschöner Blick auf die Donau und das Parlamentsgebäude im
Hintergrund, das nach zwei Jahrzehnten Bauzeit erst 1904 fertiggestellt
wurde.
Nach wenigen Stunden im Herzen von Budapest mußte ich die Stadt in Richtung Plattensee verlassen und verbrachte während der Feldarmbrust-Weltmeisterschaft einige schöne Tage in Ungarn. |
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