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Mit einem waschechten Essener "Jong" in die andere Richtung

Zweiter Wettkampftag in der Luftpistolen-Bundesliga Nord

Ausschnitte aus meinem Bericht für die Deutsche Schützenzeitung

Die Braunschweiger SG und der VSS Haltern sind die Sieger des zweiten Wettkampftages der Luftpistolen-Bundesliga Nord. Im eigenen Schützenhaus feierten die Braunschweiger vor 200 stimmungsvollen Zuschauern zunächst einen 4:1 Erfolg im Prestigeduell gegen Berlin und erkämpfte einen Tag später den vierten Saisonsieg mit 3:2 über Essen. Titelverteidiger Haltern setzte die Serie von 3:2 Siegen mit den Erfolgen gegen Sinzig und Bassum fort und hielt punktgleich an der Tabellenspitze mit.

 Die Fans, die ins Braunschweiger Schützenhaus gekommen waren, erlebten eine stimmungsvolle Begegnung ihres Teams gegen den fünffachen Meister Olympia Berlin, bei dem die Leistungsträger Gernot Eder und Neuzugang Martin Tenk fehlten. Eine Viertelstunde lang hielten die Gastgeber eine knappe 3:2 Führung, bevor sich das Match auf Position eins zwischen Frank Seeger und Uwe Potteck zur Schlüsselbegegnung entwickelte. Nach zwanzig Minuten Wettkampfzeit hatte Potteck die zunächst klare Anfangsführung von Seeger egalisiert. Plötzlich unterlief dem 47-jährigen ehemaligen Olympiasieger mit dem 31. Schuss eine "Sechs", die der Braunschweiger sofort nutzte, um wieder in Führung zu gehen. Uwe Potteck hatte in keiner Phase des Wettkampfes seine gewohnte Form gefunden und beendete seine Serie mit mäßigen 368 Ringen. Dem 30-jährigen Seeger gab diese schwache Leistung seines Konkurrenten keine Sicherheit und schoss kurz vor Ende des Wettkampfes zwei Achter, die die Fans um den sicher geglaubten Braunschweiger Punkt zittern ließen. Vor seinem letzten Schuss konzentrierte sich Seeger lange und schaffte schließlich mit einer Neun die glückliche 1:0 Führung. "Das muss der Sieg sein", feierte Moderator Klaus Langhardt den ersten Punktgewinn im Jubel der Braunschweiger Fans. Der engagierte Chefredakteur der Braunscheiger Zeitung hatte sofort erkannt, das dies der wichtigste Punkt im Match war, denn die übrigen Begegnungen waren nach 40 Minuten Wettkampfzeit mit deutlichen Ringunterschieden so gut wie entschieden
"Jetzt können wir die Blickrichtung vom Abstiegskampf in Richtung Finale ändern", so der sichtlich geschaffte Schmitz, der sein Team lange mit 3:2 vorn sah, bevor fünf Minuten vor Wettkampfende die Führung an die Bremerhavener wechselte. Frank Streng hatte nach 30 Minuten die Essener mit 377:375 gegen Günter Hettig in Front gebracht, bevor GTV-Trainer Uwe Knapp selbst den 1:1 Ausgleich gegen Andreas Klaes besorgte. Eine klare Sache war das 2:1 für Essen durch Pierre Michel, der mit einer 99er Serie einen Blitzstart hinlegte und damit Karen Hansen früh keine Chance mehr ließ. "Das ist ein waschechter Essener Jong", jubelte Coach Schmitz über den Erfolg seines Schützlings über die dänische Nationalschützin. Doch schnell vergrub er das Gesicht wieder hinter den Händen, denn die Paarungen auf Position eins und drei endeten Remis, so dass die Entscheidung über zwei Shoot-Off´s fiel. Die besseren Nerven hatte Andreas Bruns. Dem Bergmann aus Essen reichte eine Neun gegen die schwache Seiben von Holger Nesemann, der zuvor noch nervenstark mit einer 10,6 im letzten Schuss das Remis erkämpft hatte. Der Sieg von Bruns brachte Essen mit 3:1 in Front, so dass das zweite Shoot-Off zwischen Frank Pucknus gegen Karl-Heinz Flagge (10:9) das Ergebnis für Bremerhaven nur noch zum 2:3 verbesserte.

 

Knapp: "Diesen Kampf wollten wir gewinnen"

"Diesen Kampf wollten wir gewinnen", haderte Uwe Knapp mit der ersten GTV-Saisonniederlage, bei der sich das Fehlen des schwedischen Neuzugang Ragnar Skanaker entscheidend bemerkbar machte. "Er hätte das Match auf Position drei sicher gewonnen", analysierte Knapp, "aber das Finale bleibt unser Ziel". Einen weiteren Rückschlag mußten die Norddeutschen einen Tag später gegen Berlin hinnehmen. Zwar steigerte sich Karen Hansen deutlich und holte gegen Henrik Schulze mit 374:373 Ringen einen Punkt, doch zu mehr reichte es gegen die Berliner Favoriten nicht. Uwe Potteck war mit 384 Ringen auf Position wieder ganz der Alte und schickte Hogler Nesemann (367) klar geschlagen vom Stand. Daniel Barner (376:373), Holger Buchmann (375:367) und Robert Loke (372:370) machten den 4:1 Erfolg für die Adlershofer Füchse perfekt.

 

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