Es war noch nie so leicht Meister zu werden
Finale der Bogen-Bundesliga in GelsenkirchenAusschnitte aus dem Bericht für die Deutsche Schützenzeitung
Eine Woche nach den Luftgewehr- und Luftpistolenschützen war die Schürenkamp-Halle in Gelsenkirchen Austragungsort des Bundesligafinals der Bogenschützen.
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Über den 50. Deutschen Meistertitel in der Vereinsgeschichte freuten sich die Verantwortlichen der Sgi Welzheim. "Eine tolle Entwicklung seit unserem ersten Sieg 1969 in Hannover", strahlte Alt-Bundestrainer Franz Baum, nachdem Marion Kuruc (ehem. Wagner), Anja Hitzler und Alexander Fröse das nervenaufreibende Finale gegen Laufdorf gewonnen hatten. |
Mit Siegen über Laufdorf sowie den Vorjahresmeistern Tacherting und Berlin legten die Welzheimer eine makellose Vorrunde in der schweren Gruppe B hin und rückten damit früh in die Favoritenrolle.
Im Halbfinale hatten die Welzheimer keine Probleme mit den nachlassenden Freiburgern, die schon nach neun Pfeilen mit 80:85 Ringen zurücklagen. Marion Kuruc, Anja Hitzler und Alexander Fröse ließen sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen und zogen mit 256:247 Ringen ins Finale ein.
"Es war noch nie so leicht Deutscher Meister zu werden", kommentierte Siegfried Martin für den BSC Laufdorf das Finale, "beide Mannschaften waren im Finale nicht überzeugend.
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Der verpaßten Medaille trauerten die
Freiburger nicht lange nach. "Wir wollten ins Halbfinale, das haben
wir erreicht", zog Viktor Popov sein Fazit und Martin Cornils
ergänzte: "Ich hatte den Kopf frei und und bin absolut
zufrieden".
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Nach der klaren 249:258 Auftaktniederlage gegen Schönow stellten die Freiburger gegen die Braunschweiger um. Für Popov kam Wolfram Buegger in die Mannschaft. "Mit mir haben wir alle Bundesligabegegnungen bisher gewonnen", war der 35-jährige optimistisch und das zahlte sich aus. Mit 255:250 gegen Ditzingen hatten die Freiburger ihre Finalchance gewahrt und mußten gegen Querum beide Punkte gewinnen, um das Halbfinale zu erreichen. Als Udo Böttcher bei Gleichstand eine Acht unterlief nutzte Cornils als letzter Freiburger seine Chance. Mit einer Zehn schaffte er die Entscheidung zum 254:253 Sieg.
| Nicht mehr in der Form des Vorjahres
präsentierte sich Titelverteidiger FSG Tacherting, der mit Niederlagen
gegen Laufdorf (249:252) und Welzheim (255:264) vorzeitig in der Gruppe B
scheiterte. "Wir haben zu zittrig angefangen", so Armin
Garnreiter, dem im Meisterteam des Vorjahres Robert Blum fehlte. Für den
19-jährigen schoss die ehemalige russische Meisterin Veronika
Haydn-Tchalova. Neben der 26-jährigen fand auch Sabine Striegl nicht zur
gewohnten Form. Doch Garnreiter wirkte nach dem vorzeitigen Aus
selbstkritisch: "Ich habe einfach nicht gut genug angeschossen".
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