Impressum

Peter Ilic setzt Bramgau neue Ziele

 Erster Wettkampftag der Luftgewehr-Bundesliga-Nord

Nachfolgend einige Auszüge meines Berichts für die Deutsche Schützenzeitung

Zwei Favoriten und zwei Außenseiter bestimmten am ersten Wettkampftag der Luftgewehr-Bundesliga Nord das Geschehen. Die vier Vorjahresfinalisten der Nordliga trafen sich in der Aula des Schulzentrums in Soest. Die Gastgeber des SV Deiringsen waren mit zwei Niederlagen einer der Verlierer des Starts in die fünfte Bundesligasaison. Dafür gelang den Favoritenteams aus Buer-Bülse und Münster mit zwei Siegen der optimale Saisonstart. In der Dietzenbacher Heinrich-Mann-Schule stand der Abstiegskampf im Mittelpunkt, doch von den vier beteiligten Teams überraschten die gastgebenden Tellschützen und der SSG Bramgau mit jeweils zwei Siegen und überzeugenden Ringleistungen.

Jetzt wollen wir Rang vier

Mit 4:1 über Brandenburg und dem glatten 5:0 Auftakterfolg gegen Wolthausen gelang der SSG Bramgau der Sprung an die Tabellenspitze. "Ein Superstart", so Trainer Peter Ilic, "damit haben wir nicht gerechnet". Die Wettkampfgemeinschaft aus Bramsche und Umgebung präsentierte sich als kompaktes Team auf allen fünf Mannschaftspositionen. "Wir haben uns gut verstärkt", beschreibt Ilic die Veränderung beim Vorjahresfünften, "jetzt können wir unser Ziel verändern, wir wollen Platz vier".

Nicht gekommen, um zu verlieren

Ihren Bundesligaeinstand für Dietzenbach gab Daniela Althoff. "Ich kam nicht hierher, um zu verlieren", selbstbewußt unterstrich die 23-jährige ehemalige Junioren-Europameisterin ihre Ambitionen. Im Vorjahr war die Architekturstudentin durch eine Knieoperation gehandicapt und blieb beim Regionalligist Massenhausen unter ihren Möglichkeiten. "Es ist noch ein Sprung", erzählt sie über ihr erfolgreiches Debüt mit zwei Siegen, nachdem sie von Bernd Hartstein zum südhessischen Bundesligisten geholt wurde. "Während des Wettkampfes erzählte der Moderator immer vom Abstieg, das hat mich geärgert". Dennoch steht für Daniela Althoff das Studium in Köln im Vordergrund: "Dort bleibe ich bis zum Karneval und dann ist Bundesligafinale

 

Vor zweihundert überraschten Zuschauern verschafften die Dietzenbacher Gastgeber ihren Anhängern ein unerwartetes Erfolgserlebnis. Der Vorjahressechste stürmte mit zwei Siegen auf den vierten Tabellenplatz und Vereinschef Wolfgang Heimann kann wieder von der Finalteilnahme träumen: "Abstieg ist jetzt kein Thema mehr", so Heimann, "mit Moral und positiver Einstellung ist uns dieser optimale Start geglückt". Glück gehörte bei den Hessen auch dazu, denn der 3:2 Auftaktsieg wurde im Stechen zwischen Carmen Keime und Sven von der Osten-Fabeck entschieden. Die 36-jährige Olympiateilnehmerin von 1988 behielt gegen die Nummer zwei des Aufsteigers die besseren Nerven. Von der Osten-Fabeck schoss schnell: "Neun", mit Jubel wollten die 14 mitgereisten Anhänger aus Wolthausen die Hessin beeindrucken. "Ich habe geglaubt, er hat eine Zehn", Carmen Keime konzentrierte sich neu und schoss eine 10,7, "auf einmal kamen alle auf mich zugerannt und umarmten mich".
Der BSV Buer-Bülse präsentierte sich von Beginn an in glänzender Verfassung. Beim 5:0 gegen Hamm lief für das Team von Vereinschef Klaus Lindner alles nach Plan. Jozef Gönci ist die unbestrittene Nummer eins und mit Torsten Krebs und Alexandra Schneider haben sich die Gelsenkirchener entscheidend verstärkt. Dennoch begann es für die Favoriten aus Buer-Bülse mit einer Zitterpartie gegen Deiringsen. Trainer Erwin Deimann hatte sein Team optimal eingestellt. Trotz des Fehlens von Gaby Bühlmann und Matthias Stich eröffnete das neuformierte junge Deiringser Team glänzend und führte nach fünfzehn Minuten mit 3:1. Im Spitzenduell verblüffte Dirk Leiwen gegen Jozef Gönci mit 17 Zehner in Folge. Zwei Ringe Vorsprung hatte der 18-jährige Junioren-Nationalschütze gegen den Weltschützen 2000 herausgeholt. "Danach haben sich einige Fehler eingeschlichen", erzählte Leiwen später von seinem tollen Zweikampf mit Gönci, "er ist halt eine Nummer zu groß für mich"
Dem Süden noch mehr Druck machen

Das Derby der vier westfälischen Bundesligavereine in Soest brachte nicht die erhoffte Zuschauersteigerung. "Das war wie unter Laborbedingungen", Deiringsen´s Coach Erwin Deimann war wenig begeistert vom Bundesligaauftakt zwischen den Topteams aus Münster und Hamm, "keine Stimmung, kein Druck auf die Schützen und daher die hohen Ergebnisse". Während dem Deiringser Trainer die Stimmung und Begeisterung der ersten Bundesligajahre fehlte, freute sich Münster´s Vereinschef Manfred Prekel über den starken Auftakt seiner Mannschaft. Der Vorjahres-Vizemeister des Finales in Affalterbach ließ zunächst die SG Hamm und einen Tag später die Gastgeber aus Deiringsen chancenlos im Stand stehen. Überragend schoss Europameister Dick Boschman mit 399 und 395 Ringen. "Er ist die Leitfigur ohne Starallüren", so Prekel über den Holländer, der gegen Valerie Bellenoue schon nach einer halben Stunde gewonnen hatte. Der 27-jährige

Mehr über den Bundesligastart in Dietzenbach und Deiringsen lesen Sie in der November-Ausgabe der

Deutschen Schützenzeitung

zurück zu Aktuelles