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Bundesligisten im Nachsitzen erfolgreich

Aufstiegsentscheidungen der Schützen-Bundesliga

Ausschnitte aus meinem Bericht für die Deutsche Schützenzeitung

Das Nachsitzen der Bundesliga-Siebten in der Relegation gegen die Aufstiegskanditaten der Regionalligen hat sich gelohnt. Alle vier Teams der Nord- und Südligen behaupteten mit dem Luftgewehr und der Luftpistole ihree Plätze in der ersten Liga.

Lockeres Training im zweiten Durchgang

In Wiesbaden hatte der Nordsiebte Deiringsen mit dem Luftgewehr keine Probleme die Klasse zu erhalten. "Das war wie eine Stunde Nachsitzen in der Schule", freute sich Jörg Jagener. Der Deiringser Vereinsvorsitzende konnte gelöst den Wettkampfverlauf beobachten, bei dem der Erstligist zwei Mannschaften in den Stand brachte, nachdem die Regionalligamannschaft als Tabellenzweiter eine weitere Chance zum Klassenerhalt gesichert hatte. Der Soester Vorortsverein mußte zwar auf die Leistungsträgerin der Vorjahre Gaby Bühlmann ebenso verzichten, wie auf den indischen Nationalschützen Abhinav Bindra, doch das verjüngte Deiringser Team machte schnell klar, dass der Bundesligaabstieg kein Thema ist. Nach der ersten Runde führten Christine Rohweder, Dirk Leiwen, Christina Milddrupp, Philipp und Benjamin Deimann schon deutlich mit 27 Ringen Vorsprung. "Wir hatten in der ersten Liga die drittbeste Mannschaftsringzahl", unterstrich Dirk Leiwen die Stärke der Deiringser, "der zweite Durchgang war nur noch lockeres Training".

 

Christian Klees: Größter Erfolg mit dem Luftgewehr

Dafür knallten im Lager der Eutiner Schützen die Sektkorken: "Das ist unser größter Mannschaftserfolg", freute sich Jürgen Klees, nachdem die Norddeutschen zweimal als Dritter der Aufstiegsentscheidung den Sprung in die erste Liga knapp verpaßt hatten. "Chancenlos sind wir nicht" blickt Trainer Klees bereits in die Bundesligazukunft, "in der Regionalliga hatten wir schon 250 Zuschauer und sind die elektronischen Standanlagen gewöhnt". Sorgen macht dem Team von der Ostsee noch die Finanzierung: "Wir haben Sponsoren, doch die reichen für die Bundesliga nicht, da kostet die Saison das Doppelte". Während Jürgen Klees mit Verstärkungen für die nächste Saison rechnet, machte sein Sohn Christian eine überraschende Erklärung: "Das war mein letzter Wettkampf", der 33-jährige Olympiasieger von 1996 feierte mit seiner Mannschaft den Aufstieg im dritten Anlauf: "das ist mein größter Erfolg mit dem Luftgewehr".

Dasbach nutzt schwache Konkurrenz

Optimismus versprühte nur Sportchef Erich Georg: "Das ist die gleiche Ausgangsposition wie vor drei Jahren bei unserem Aufstieg". Das der Idsteiner Vorortschützenverein nicht vor der eigenen Haustür in die zweite Liga absteigt, dafür sorgte eine erhebliche Leistungssteigerung der Hessen in der zweiten Runde. Zunächst wurde er der 68-jährige Peter Baum von seinem sieben Jahre jüngeren Bruder Heinrich ersetzt. Der Wechsel machte sich für Dasbach bezahlt. Heinrich Baum steigerte die Leistung seines Bruders um fünf Ringe. Seine schwache Leistung in der ersten Runde machte zudem Erwin Schmidt vergessen: "Der Druck war gewaltig, ich habe den Finger nicht krumm bekommen", so der 48-jährige Mainzer im Dasbacher Team, "ich brauche halt 50 Probeschüsse".
Überraschend führte nach der ersten Runde der PC Sinzig mit einem scheinbar sicheren Elf-Ringe-Vorsprung.

Das scheinbar sichere Comeback in der ersten Liga nach dem Abstieg 1998 geriet bedenklich ins Wackeln. Zweimal waren die Rheinländer in der Aufstiegsrunde bereits gescheitert, da verpatzten Stefan Weinand und Martin Riebel die zweite Runde mit schwachen 358 und 357 Ringen völlig. Die Nerven beim dreifachen Meister der Regionalliga West behielten in dieser Phase nur Karl-Heinz Bay und Astrid Au, die sich jeweils um drei Ringe steigerten. Mannschaftsführer Günther Sterzer atmete besonders bei Astrid Au auf, die in der Regionalliga nur einmal mit mäßigen 362 Ringen zum Einsatz kam. Mit 370 und 373 Ringen war Au schließlich die entscheidende Verstärkung: "Ich habe eine neue Luftpistole", freute sich sich nach ihrer guten Leistung, "wir verstehen uns täglich besser". Ein Ring Vorsprung reichte dem PC Sinzig, um nach vier Jahren in die erste Liga zurückzukehren.

Die vollständigen Ergebnisse des Bundesligaaufstiegskampfes

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