Arizona Intensiv
Vom 29. Mai bis 20. Juni 1992 war ich bei einer Trekking-Tour mit Hauser-Exkursionen unterwegs in den USA. Ziel der Reise war der Staat Arizona. Es ist ein besonders faszinierendes Stück Amerika, denn dort wo die vier US-B undesstaaten Utah, New Mexico Arizona und Colorado zusammenstoßen liegt das Canyon Country. Darunter der Grand Canyon, die wohl tiefste Schlucht, die je ein Fluß gegraben hat.
Erleben Sie mit mir noch einmal eine der schönsten Reisen, die mich der Erde ganz nah gebracht hat.
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Die Reise begann mit dem Flug von Frankfurt über Dallas nach Las Vegas. Doch die glitzernde Metropole in Nevada war für uns nur Ausgangspunkt auf dem Weg in die Naturerlebnisse der nächsten Wochen. Einen Tag später fuhren wir bereits in den Zion-Nationalpark und anschließend in den Bryce-Canyon.
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Es
war ein bunte Gemeinschaft,
die sich da auf den Weg machte.
Im Bild links, bin ich rechts unten zu sehen. Es ist eine Aufnahme zu Beginn der Trekkingtour im Bryce-Canyon. |
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Es ist eine faszinierende Welt, die mich schon das drittemal in den Bryce-Canyon geführt hat. Die Übernachtung im Zelt am Canyon-Rand bot mir die Chance, einzigartige Bilder am frühen Morgen vor Sonnenaufgang zu machen. |
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| "Hier haben wir eine kuriose Versammlung von atemberaubenden Attraktionen: steingemeißelten Wänden königlichen Bögen, Tälern, Bergschluchten, Hügeln und Monumenten...wir beschlossen diesen Platz Glen Canyon zu nennen". John Wesley Powell gehörte 1869 zu den Forschern, die in den Westen vordrangen und dabei den Colorado mit Booten befuhr. Auf dem Lake Powell hatten wir Gelegenheit, uns mit Power-Booten einen Tag lang in diese Traumwelt zu begeben. |
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Immer wieder ins Monument Valley. Dreimal
zog es mich schon in diese für Western-Fans bestens bekannte Landschaft.
Berühmt durch John Ford´s Film "Stagecoach" wurde die
Landschaft im Navajo-Reservat. Hier ritten John Wayne und andere Helden
für den amerikanischen Traum.
Für mich war es wieder der frühe Morgen, der faszinierte. Das Zelt stand genau richtig, als die Sonne aufging und uns das nebenstehende Bild bot. |
Saguaro-Kakteen - es sind die Wahrzeichen des amerikanischen Südwestens.
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Im Saguaro-Nationalpark erlebte ich mein größtes Abenteuer, als ich zusammen mit unserem Reiseleiter Nachts um zwei Uhr zu einer Fototour aufbrach. Als eine Klapperschlange vor mir rasselte, war die nächtliche Tour schnell beendet. Mit klopfenden Herzen übernachtete ich diesmal im Zelt und nicht wie sonst unter freiem Himmel. |
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Bevor wir in den Saguaro-Nationalpark angekommen waren, hatten wir einen Tag im Chiricahua-Nationalpark, die Heimat der Chiricahua Apachen von denen besonders die Häuptlinge Cochise und Geronimo bekannt wurden, als sie sich gegen die weißen Eroberer mehr als 25 Jahre wehrten. Nicht weit davon entfernt liegt die Stadt Tombstone, die in der Geschichte des Wilden Westen eine besondere Rolle spielte. Mehrere Spielfilme erzählen die Geschichte des Kampfs am OK-Corrall zwischen Wyatt Earp und seinen Brüdern mit den Clantons. Natürlich spürten wir in Tombstone an Originalschauplätzen den Hauch von Wild West und hatten die richtige Einstimmung zu einem Besuch in Old-Tucson. Dort sind die berühmten Filmkulissen für viele Wildwestfilme, so ist auch noch die Ranch von High-Chaparral zu sehen. Aber es war nur eine Zwischenstation für uns, bevor wir das Hauptziel den Grand Canyon erreichten.
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Die Fahrt auf dem Colorado (der rote
Fluß) wurde zu dem Höhepunkt dieser Arizona-Reise. Drei Tage lang fuhren
wir mit dem Schlauchboot von Lees Ferry bis zur Phantom Ranch.
"Bitte machen sie nur Bilder und hinterlassen Sie nur Fußabdrücke". Die Aufforderung der Parkverwaltung soll die Tier- und Pflanzenwelt, sowie die natürliche Schönheit für zukünftige Generationen erhalten und beschützen. In diesen Tagen schliefen wir stets unter freiem Himmel und am Morgen gab es eine kühle Wäsche im Colorado
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| Wenn es durch die Stromschnellen des Colorado ging, dann war der Spaß riesengroß im Boot...aber nur am ersten Tag: Danach wurden die ständigen Duschen schon lästig und ich habe mich gegen jeden Tropfen Wasser geschützt. | ![]() |
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Doch der Spaß von Ingrid hielt nicht lange an, denn am frühen nächsten Morgen stand der Aufstieg über den "Bright Angel Trail" zur Grand Canyon Village am Südrand des Canyons auf dem Programm. Da wirke ich am dritten Tag des Colorado-Raftings nicht gerade glücklich (Bild links).Ganz anders Ingrid (rechts), die von dem vielen Wasser scheinbar nicht genug bekomen konnte. |
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| Von 732 Meter ging es vom Colorado aufwärts bis auf 2091 Meter über dem Meer. 16 Kilometer und viele Stunden Aufstieg machten die Konditionsunterschiede unserer Gruppe deutlich. Aber schließlich kamen alle oben an und wenig später saßen die Ersten schon in einem Helikopter, um mit einem Rundflug noch einmal einen Blick in den Grand Canyon zu werfen. Natürlich war ich mit dabei, hätte aber auch darauf verzichten können. Der 20-minütige Rundflug konnte nicht im Geringsten die Eindrücke vermitteln, die wir während der drei Tage im Canyon erleben durften. | ![]() |
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| Gut trainiert nach dem Aufstieg über den Bright Angel Trail ließen wir es uns nicht nehmen, das nächste Trekking in Richtung der Havasu-Wasserfälle zu unternehmen. Die Havasupai Indianer Reservation liegt etwa 50 Kilometer Luftlinie von Grand-Canyon Village entfernt, doch wir benötigten fast einen ganzen Tag um in diese faszinierende Welt zu gelangen. Besonders der Abstieg vom Hualapai Hilltop in die Reservation mit den vier berühmten Wasserfällen forderte von uns noch einmal alle Kräfte. Bei glühender Hitze entschädigte uns die Ankunft an den Wasserfällen (rechts) für alles. |
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Die letzten Tage im Havasu-Canyon
bildeten den Abschluß der Arizona-Reise. Bemerkenswert, dass in
Indianer-Reservationen Alkoholverbot besteht und wir uns mit den
verschiedesten Softgetränken über Wasser hielten. Erst als wir den
Fußmarsch aus dem Canyon geschafft hatten und mit unserem Van in Richtung
Las Vegas unterwegs waren, nutzten wir die erste Tankstelle zu einem Stop
für einen "Six Pack". Der erste Alkohol nach drei anstrengenden
Tagen tat sein Übriges, als wir in der Glitzerwelt Las Vegas ankamen und
natürlich noch schnell eine Show mit Siegfried & Roy im Mirage-Hotel
mitnahmen. Da wir nur Karten für die Spätvorstellung ab 23.00 Uhr
bekamen, verschlief der größte Teil unserer Gruppe die Show. Keinen
Blick hatten wir mehr für Spielhallen und den tollen Hotels in Las Vegas.
Am nächsten Tag ging es zurück nach Deutschland.
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Geblieben ist die Erinnerung an eine tolle Reise, die fast immer unter freiem Himmel stattfand und die Bekanntschaft von Petra, die im Bereich der Fotografie für mich noch eine Rolle spielen sollte.