Von Lazarus zu Johannes dem Täufer
unterwegs im Süden von Zypern
Während der Wurfscheiben-Europameisterschaften auf Zypern vom 23. bis 27. Juni 2004 nutzte ich die Gelegenheit mit den Süden der Insel zwischen Larnaca und Kap Kiti anzusehen. Bei meinem dritten Zypern-Besuch kam ich erstmals in die Altstadt von Larnaca, die noch an die Türkenzeit erinnert. Das türkische Fort entstand Anfang des 17. Jahrhunderts und steht gegenüber der Hauptmoschee Cami Kebir.
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Nur wenige Gehminuten vom Fort entfernt erreicht man die Ajios Lásaros-Kirchee, eine Mehrkuppelkirche aus dem 10. Jahrhundert. In der Krypta steht der leere Sarkophag des heiligen Lazarus, der nach einer Legende nach dem Tode von Christi wieder zum Leben erweckt wurde. Von den Juden verfolgt und in einem Boot ausgesetzt trieb er in Larnaca an Land. Hier wurde er erster Bischof von Kition und starb dort - endgültig. Der Sarkophag des Heiligen wurde erst 1970 wieder entdeckt und so findet an jedem Samstag vor Palmsonntag ein großes Lazarus-Fest in Larnaca statt. |
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Südwestlich von Larnaca erstreckt sich ein 3,2 Quadratkilometer großer Salzsee, der im Mittelalter der Stadt den Namen "Salina" eintrug. Am Südwestufer des Sees liegt in einem Palmengarten eines der wichtigsten Heiligtümer des Islam, die Hala Sultan Tekke.
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Die von einer Kuppel überwölbte quadratische Moschee wurde 1816 errichtet und strahlt durch seine reizvolle Lage am See einen ungewöhnlichen morgenländischen Charme aus. Nach der Legende stürzte hier Umm Haram - eine Tante oder zumindest Bekannte des Propheten Mohammeds - bei einem Arbaberüberfall im Jahr 649 von ihrem Maultier und brach sich den Hals. Ihre Grabstelle liegt in einem Raum hinter der Moschee und ist mit einem grünen Tuch abgedeckt.
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Elf Kilometer südlich von Larnaca besuchte ich das Bauerndorf Kiti mit der Kirche Panajia Angelokistos "der von Engeln erbauten".
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Zu den tragenden Säulen der Kirche gehört "Johannes der Täufer", dessen Fresko aus dem 13. Jahrhundert sich an einem Stützpfeiler an der Südseite befindet.
Das Kap Kiti und das Dorf Periowlia sind völlig auf Touristen eingestellt. Hier erstrecken sich Kiesstrände und in der Nähe befindet sich ein Leuchtturm sowie ein gut restaurierter venzianischer Wachturm.
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