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Schwedischer Respekt  für Ladislav Voboril

Weltmeisterschaften der Feldbogenschützen in Cardiff vom 1. bis 6. September 2008

Ausschnitte aus meinem Bericht für die Deutsche Schützenzeitung

 

Immer wieder spricht man über das Wetter. Es regnet in Strömen und der heftige Wind bringt die dunklen Wolken reihenweise vom Horizont heran. Die Polizei sperrt wegen Überflutungen Straßen – es wird Herbst in Wales. Am ersten September-Wochenende bestimmen das Wetter die Nachrichten in England. Kaum jemand nimmt Notiz davon, dass in Südwales die 21. Weltmeisterschaften im Feldbogenschießen stattfinden. In der Nähe der Hafenstadt Cardiff hatten sich 232 Aktive aus 30 Nationen zu den Titelkämpfen eingefunden, die zunächst im „Glyncornel Archery Centre“ in Llwynpia begannen und nach drei Tagen auf dem Gelände des historischen Museums von Wales in Saint Fagans fortgesetzt wurden. Neben dem Wetter drückten die organisatorischen Probleme der Veranstalter auf die Stimmung der Schützen. „Das war bestimmt nicht eine der besten Weltmeisterschaften“, hielt sich Karl-Heinz Bode in seiner Beurteilung der Titelkämpfe zurück, „es wirkt alles etwas improvisiert.“ Im sportlichen Bereich dagegen hatte der deutsche Feldbogentrainer viel Grund zur Freude über die Leistungen seiner 15-köpfigen Mannschaft. Insgesamt gewannen die deutschen Feldbogenschützen acht Medaillen und damit mehr als jede andere Nation. Im Medaillenspiegel lagen nur die Italiener und US-Amerikaner mit vier beziehungsweise drei Goldmedaillen vor dem deutschen Team.

Höhepunkt war das deutsche Finale zwischen Sebastian Rohrberg und Andreas Heuwing mit dem Recurvebogen. Rohrberg hatte damit bei seiner fünften WM-Teilnahme das vierte Mal in Folge den Einzug ins Goldfinale geschafft, während Heuwing bei seiner internationalen Premiere im Feldbogenbereich eine faustdicke Überraschung gelang. „Ich bin Feldbogenschütze“, diesen kurzen vor Jahren geprägten Satz bestätigte Sebastian Rohrberg einmal mehr mit einer eindrucksvollen Leistung und wenige Wochen nach den Querelen um die Teilnahme an den Olympischen Spielen war der 29-jährige Niedersachse in Wales ganz in seinem Element. „Komischerweise haben die anderen so schlecht geschossen“, grinste er vor dem Finale gegen seinen 38-jährigen Gegner aus Rheydt. Während die beiden Deutschen um die Goldmedaille kämpften, waren zahlreiche Favoriten früh gescheitert. „Frangilli hat einen deutlichen Absturz erlebt“, stellte Karl-Heinz Bode zum enttäuschenden 14. Platz des Italieners fest. Der dreifache Weltmeister hatte die Qualifikationsrunden vor Sebastian Rohrberg gewonnen, doch auf den Wiesen und in den Wäldern des Naturmuseums von Saint Fagans scheiterte Frangilli ebenso wie der ehemalige britische Weltmeister Jonathan Shales. Nur der US-Amerikaner Victor Wunderle und überraschend auch der  Japaner Yuki Sakaeyama konnten mit den beiden Deutschen bei strömenden Regen mithalten. Durch die schwierigen Bedingungen waren die Parcours von den Veranstaltern verkürzt worden und die zweite Eliminationsrunde konnte aus Zeitgründen nicht mehr ausgetragen werden. Rohrberg und Heuwing hatten miterlebt, wie die italienischen Favoriten Frangillil und Bertolini durch schwache Schüsse auf die 60-Meter Scheibe einen Leistungseinbruch hatten. „Ich hab´s einfach laufen lassen und die Handbremse nicht mehr angezogen“, meinte anschließend Andreas Heuwing, der völlig die Eliminationsrunde vor Sebastian Rohrberg gewann. Bis auf die Haut durchnässt („nach vier Tagen Dauerregen hilft auch die beste Funktionskleidung nicht mehr“) bestimmte Heuwing das Geschehen in seiner vierköpfigen Gruppe. Mit dabei war in diesem Quartett Goran Bjerendal: „Das ist schließlich kein Schlechter und ich habe mich gefreut ihn nach 14 Jahren wieder zu sehen“, meinte Heuwing über den legendären schwedischen Ex-Weltmeister von 1984 und 1986. „Ich war schnell der Beste in meiner Gruppe.“

Während Heuwing in der leistungsmäßig zweitstärksten Gruppe den Parcour absolvierte traf Sebastian Rohrberg auf die italienischen Favoriten Frangilli und Bertolini sowie dem US-Amerikaner Victor Wunderle, mit dem er sich bereits bei Hallenweltmeisterschaften spannende Duelle geliefert hatte. Auf den Wiesen von Saint Fagans ließ der Deutsche Weltmeister von 2004 keine Zweifel aufkommen, dass er wieder den Titel gewinnen will. Das Prestigeduell gegen seine drei Konkurrenten entschied der Dauelser klar für sich und nur Victor Wunderle schaffte es, noch in das Finale der besten Vier einzuziehen. Ohne seinen Dauerkonkurrenten Michele Frangilli war der US-Amerikaner die schwerste Hürde für Sebastian Rohrberg. Wie vor zwei Jahren bei den Weltmeisterschaften in Göteburg bestand der Deutsche die Prüfung gegen den 32-jährigen Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2000 in Sydney. Rohrberg siegte mit 53:51 Ringen im Halbfinale und hatte danach keine Probleme gegen Andreas Heuwing mit 58:53 seinen zweiten Weltmeistertitel mit dem Feldbogen zu gewinnen. „Aufgrund der Querelen im Vorfeld freue ich mich für Rohrberg besonders“, lobte Feldbogentrainer Karl-Heinz Bode den Niedersachsen, der sich im Feldbogenkader sichtlich wohlfühlt. Für Andreas Heuwing war die Finalteilnahme mehr als der Rheinländer sich erhofft hatte: „Die Eliminationsrunde hat mir viel Sicherheit gegeben. Das war gestern die Grundlage.“ Heuwing besiegte im Halbfinale den Japaner Yuki Sakaeyama nach einem spannenden Duell. „Die 40-Meter Scheibe zum Schluss hat entschieden“, erklärte er seinen 52:50 Sieg.

 Nach dem erfolgreichen Einstieg ins internationale Feldbogengeschehen im Vorjahr bei den Europameisterschaften in Kroatien glückte auch die WM-Premiere bei Lisa Unruh mit dem Reucrvebogen bei den Frauen. Die couragierte Leistung bei schwierigsten Bedingungen für die viele Jahre das Fita-Schießen gewöhnte 20-jährige Berlinerin wurde mit der Bronzemedaille belohnt. Erst die Schwedin Elin Kattstrom beendete die Goldhoffnungen von Lisa Unruh im Halbfinale mit 52:50 Ringen. Bis dahin hatte die Berlinerin sich in der Spitzengruppe der Recurvebogen-Frauen etabliert, während die slowenische Titelverteidigerin Dolores Cekada ebenso chancenlos im Achtelfinale ausgeschieden war, wie die ehemaligen Weltmeisterinnen Carole Ferriou aus Frankreich und die Österreicherin Sabine Mayrhofer. Ihre Medaille sicherte sich Lisa Unruh im kleinen Finale gegen die Belgierin Marina Prelipcean mit einem glatten 53:48 Sieg. Als zweite deutsche Recurvebogenschützin kämpfte sich Ute Fleischer durch die schwierigen Parcours und beendete ihre erste Weltmeisterschaft auf einem achtbaren elften Platz. Vier Jahre nach ihrem Sieg im kroatischen Plitvice holte sich die Italienerin Jessica Tomasi den Titel durch den 51:49 Erfolg über die Unruh-Bezwingerin Elin Kattstrom zurück.

„Ich habe genug von Matsch und Regen und bin froh nicht mehr schießen zu müssen“, kommentierte Heike Ehrlich ihr Aus im Achtelfinale bei den Frauen mit dem Compoundbogen. Dabei hatten die zweiten WM-Titelkämpfe für die 42-jährige vom BSC Rüsselsheim verheißungsvoll begonnen. Nach dem ersten Qualifikationstag führte die Frankfurter Bankkauffrau die Konkurrenz an. „Der Tag war super. Das war mein Gelände. Es war zwar schwierig zu Laufen. Es ging rauf und runter.“ Doch der zweite Tag für die Qualifikationsrunde musste wegen des stürmischen Regens abgesagt werden, so dass die Entscheidungen um den Einzug in die Medaillenrunden auf dem Wald- und Wiesenparcours von Saint Fagans stattfanden. „Der Parcour war flach und bei nur zwölf Scheiben waren die Fita-Schützen im Vorteil“, meinte Heike Ehrlich, die in der entscheidenden Phase mit der Stabilität ihres Compoundbogen haderte. „Ich habe mehr als sieben Meter hochstellen müssen. Bei Regen habe ich mit diesem Bogen Probleme und ich hatte nicht genug Mut schnell das Visier zu verstellen.“ Am vierten Wettkampftag kamen dann schlechte Sichtverhältnisse hinzu: „Bei den ersten Scheiben konnte ich nur ahnen, wo das Gold war.“ Vom ersten Platz fiel Heike Ehrlich bis auf den zwölften Rang im Achtelfinale zurück. Während ihr die Enttäuschung anzusehen war, wirkte Trainer Karl-Heinz Bode zufrieden: „Zumindest hat sie einen Quotenplatz für die Teilnahme an den World Games in Taiwan geschafft.“ Verpasst hat dafür Silke Höttecke dieses Mindestziel, nachdem die Weltmeisterin von 2006 frühzeitig merkte, dass sie keine Chance auf eine Titelverteidigung hat. „Das war heute nicht mein Tag“, kommentierte sie ihre schwache Vorstellung im Achtelfinale. „Kälte, Wind, Regen. Da wurde ich irgentwann unkonzentriert und wollte nur noch, dass es fertig ist.“ Silke Höttecke beendete die Titelkämpfe auf Rang 15, einen Platz hinter der ebenfalls enttäuschten Österreicherin Petra Friedl, die vor vier Jahren noch den Vizeweltmeistertitel in Plitvice gewonnen hatte. Freude herrschte dagegen bei US-Schützin Jamie van Natta, die nach Bronze vor zwei Jahren ihre erste Feldbogen-Goldmedaille im Finale gegen die Schwedin Ulrika Sjowall gewann.

 

Zwar ohne Medaillengewinn, doch zu den positiven Überraschungen im deutschen Team zählt der sechste Platz von Jens Asbach mit dem Compoundbogen in der erstklassig besetzten Männerkonkurrenz. Nur um einen Ring verpasste der Hesse den Einzug ins Finale der besten Vier und hatte dabei den dreifachen Weltmeister und Titelverteidiger Morgan Lundin aus Schweden hinter sich gelassen. Erwartungsgemäß schafften die US-Schützen Rod Menzer und Dave Cousins den Einzug in die Medaillenrunde, doch die Hoffnungen auf einen Doppelsieg der Amerikaner machte Stephane Dardenne zunichte. Der Franzose warf Dave Cousins aus dem Rennen, der seit 1998 viermal das Goldfinale erreicht hatte. Erst im Finale wurde der Franzose von Rod Menzer mit 63:67 gestoppt, hatte aber nach den Bronzemedaillen 1996 und 2002 mit der Silbermedaille ein glänzendes Comeback geschafft. Enttäuschung herrschte dagegen im deutschen Lager bei Axel Langweige und Roland Pepperl. Pepperl hatte zumindest als 19. neben Jens Asbach noch einen Quotenplatz für die World Games gewonnen, doch Langweige hatte sich nach seinem vierten Platz 2006 in Göteborg wesentlich mehr als den 23. Platz und das Aus nach der zweiten Qualfikationsrunde erhofft.

 

Besondere Freude herrschte im deutschen Team nach dem Gewinn der Bronzemedaille durch Florian Oswald mit dem Compoundbogen bei den Junioren. „Er hat die Rangliste souverän gewonnen und durch gute Leistungen überzeugt“, begründete Karl-Heinz Bode die erstmalige Nominierung eines deutschen Juniors für die WM-Teilnahme: „Dann habe ich nicht nachgelassen, bis der Deutsche Schützenbund der Teilnahme zugestimmt hat. Florian Oswald hat sich ins Team prächtig integriert und das Vertrauen voll gerechtfertigt.“ Für den jungen Bayern vom Mühlen BS begann die Weltmeisterschaft fulminant. Florian Oswald gewann die Qualfifikationsrunde und wurde erst im Halbfinale durch den Briten Alex Bridgman mit 59:63 gestoppt. Die erhoffte Medaille holte er sich im kleinen Finale gegen den Amerikaner Adam Gallant mit 65:63 Ringen.

"Ich tue viel für diesen Sport, aber jetzt spüre ich, dass ich in die Jahre komme", mit diesem Satz umriss Ladislav Voboril bei den Weltmeisterschaften 2002 im australischen Canberra seinen Engagement im Blankbogenschießen, "Die Weltspitze ist für mich nicht erreichbar, die Schweden sind hier Extraklasse“ Sechs Jahre später stand im Finale der Feldbogenweltmeisterschaften in Saint Fagans kein Schwede, dafür aber der zwischenzeitlich 63-jährige Ladislav Voboril. Der gebürdige Prager krönte damit seine Karriere, die 1981 mit einem 29. Platz bei den Deutschen Meisterschaften begann. Ein Jahr zuvor war er mit seiner Familie aus der Tschechoslowakei in den Westen nach Marktredwitz geflüchtet. Er sprach kein Wort deutsch und wollte eigentlich weiter in die USA, doch er blieb in Oberbayern und lernte mit Frantisek Hadas einen ehemaligen Weltmeister im Bogenschießen kennen. "Ich bin ehrgeizig, will etwas tun und mich durchsetzen".so die Devise von Voboril, der im Ringen tschechischer Meister war, aber für diesen Sport in Deutschland schon zu alt war. Der Ehrgeiz im Bogensport brachte ihn 1984 in den Nationalkader unter Bundestrainer Adolf Kemper und zwei Jahre später gewann er im österreichischen Radstadt die erste WM-Medaille mit dem Blankbogen. 1994 wiederholte er den dritten Platz bei den Weltmeisterschaften im französischen Vertus. Es sollte die lange Zeit letzte Medaille eines deutschen Blankbogenschützen bei den Männern bleiben, denn es begann die Dominanz der Schweden mit dem überragenden Mathias Larsson, der sechsmal in Folge den Einzug ins Halbfinale schaffte und im Jahr 2000 den Weltmeistertitel gewann. Dieser Mathias Larsson stand in der Parkanlage des Naturmuseums von Saint Fagans dann Ladislav Voboril gegenüber. Alles andere als ein Sieg des Schweden wurde erwartet, schließlich hatte der Deutsche schon mit dem Einzug in die Runde der letzten Vier eine Sensation geschafft. Ausgeschieden waren bereits Titelverteidiger Giuseppe Seimandi aus Italien und der schwedische Weltmeister von 2002 Martin Ottosson. Voboril hatte die Qualifikationsrunde als Neunter begonnen und lag zu diesem Zeitpunkt noch hinter Josef Meyer. Der Essener überraschte mit einem guten sechsten Platz bei seiner WM-Premiere. Während Meyer im Achtelfinale erwartungsgemäß auf Rang 13 zurückfiel, ließt sich der Erfahrenste unter den besten 16 Aktiven von den widrigen Bedingungen nicht beeindrucken. Mit 169 Ringen gelang ihm in der ersten Eliminationsrunde der dritten Platz, nur zwei Ringe hinter dem führenden Italiener Cassiani. Als aufgrund der schwierigen Verhältnisse die Organisatoren die zweite Eliminationsrunde absagten, stand der überraschende Einzug ins Finale fest. Der Deutsche, zuletzt im Jahr 2002 auf Rang zwölf bei Weltmeisterschaften platziert, nutzte eine Schwäche von Mathias Larsson zum 54:49 Sieg im Halbfinale und stand damit im Kampf um die Goldmedaille mit dem Italiener Cassiani, der den Schweden Olsson mit 57:50 aus dem Rennen warf. „The best wishes for Ladi“ die schwedischen Verlierer zollten dem Deutschen fair Respekt und Feldbogentrainer Karl-Heinz Bode hatte es schon vorher vermutet: „Ladislav hat sich für heute viel vorgenommen.“ Das es zur Goldmedaille nicht reichen wird, zeichnete sich schon nach den ersten Pfeilen ab. Der Italiener ging mit 14.8 deutlich in Führung und brachte seinen ersten WM-Sieg mit 56:48 sicher ins Ziel.

Den starken Auftritt der deutschen Blankbogenschützen rundete Manja Conrad mit dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Frauen ab. „Ich wollte sie unbedingt dabei haben“, begründete Karl-Heinz Bode die Nominierung der Deutschen Vizemeisterin aus Nürtingen. „Sie hat zwar die WM-Norm nicht ganz erreicht, doch sie sollte die Rückendeckung für Monika Jentges sein.“ Die Ahnung von Bode bestätigten sich, als Monika Jentges, die nach dem Weltmeistertitel 2004 und der Vizemeisterschaft 2006 in diesem Jahr erstmals leichte Schwächen zeigte. Die 45-jährige Norddeutsche begann glänzend mit dem Sieg in der ersten Qualifikationsrunde und zog als Dritte nach der zweiten Runde ins Achtelfinale ein. Am vierten Wettkampftag kam der Leistungseinbruch: „Sie hat Scheibenpanik bekommen“, stellte Karl-Heinz Bode fest, „Das kann ohne Grund auftreten und ist ein Problem beim Blankbogenschießen.“ Monika Jentges fiel auf Rang 13 zurück und scheiterte damit ebenso wie ihre langjährige österreichische Konkurrentin Reingild Linhart, die den 14. Platz belegte. Dafür überraschte Manja Conrad als Zweite im Achtelfinale und wurde erst in der Runde der letzten Vier von der Amerikanerin Becky Nelson-Harris mit 45:47 gestoppt. Im kleinen Finale nutzte die Deutsche ihre Medaillenchance und besiegte die italienische Titelverteidigerin Luciana Pennacchi klar mit 47:31 Ringen. Im Goldfinale sorgte Becky Neulson-Harris für eine weitere Enttäuschung bei den schwedischen Blankbogenspezialisten. Die Amerikanerin ließ der in den Qualifikations- und Eliminationsrunden dominierenden Annika Ahlund mit 57:41 Ringen keine Chance.

Verzichtet wurde von der Organisation auf die Austragung der Mannschaftsfinals, so dass die Ergebnisse der Qualifikationsrunden Grundlage für die Medaillenwertung waren. Dabei erreichten die deutschen Männer mit Sebastian Rohrberg, Jens Asbach und Josef Meyer die Bronzemedaille und bestätigten damit den dritten Platz bei den Weltmeisterschaften 2006 in Göteborg. Nach den Vizeweltmeisterschaften 2004 und 2006 gewannen Lisa Unruh, Silke Höttecke und Monika Jentges für das deutsche Frauenteam mit ihren Ergebnissen die Bronzemedaille, während die Schwedinnen erfolgreichen ihren Mannschaftstitel verteidigen.

 

Neben der Freude über insgesamt acht Medaillen waren die verpassten Quotenplätze für die World Games 2009 der einzige Wermutstropfen für Feldbogentrainer Karl-Heinz Bode: „Mit neun von zwölf Plätzen haben wir das optimale Ziel nicht erreicht.“ Für den gesamten Verlauf der Weltmeisterschaften in Wales brachte es die Amerikanerin Kari Jill Granville während des Wettkampfes auf den Punkt: „Niemals in meinem Leben habe ich so viel Wasser gesehen.“

 

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