Aufsteiger im Finale - Frust in Ludwigsburg
Vierter Wettkampftag der Luftpistolen-Bundesliga Süd in Waldenburg
Ausschnitte aus meinem Bericht für die Deutsche Schützenzeitung
Die Aufsteiger aus Ulrichshögl und Waldenburg haben die Luftpistole-Bundesliga Süd in dieser Saison kräftig durcheinandergerüttelt. Während beide Aufsteiger das Bundesligafinale in Gelsenkirchen erreichten, schaffte es von den vier Erstplatzierten des Vorjahres nur der TSV Ötlingen. Den größten Frust gab es bei der Sgi Ludwigsburg, die im Vorjahr noch ungeschlagen die Südliga dominierte. Als Tabellensechster verpaßten die Schützlinge von Trainer Alfons Messerschmidt ebenso das Finale wie der ESV Weil am Rhein und der SV Heidelberg, die in den vergangenen Jahren stets zu den führenden Mannschaften gehörten.
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Wo die Zukunft des Bundesligasports bei
den Schützen liegt, bewiesen die Waldenburger Verantwortlichen mit einer
glänzenden Veranstaltung in der heimischen Mehrzwecksporthalle.
Eingebettet in eine Gewerbeschau der Schneiderinnung fanden die
Bundesligabegegnungen mit mehr als 300 Zuschauern eine große Resonanz.
Sportleiter Günter Wüstemeyer lag mit seiner Initiative richtig:
"In der Bundesliga steht der Verein im Vordergrund, so haben wir das
Sportschießen sanft ins Showprogramm eingebettet." Sportlich hatten
die Waldenburger die Finalteilnahme bereits vorzeitig geschafft: "Das
haben wir uns nie ausgemalt, wir wollten nur in der Bundesliga
bestehen", freute sich Wüstemeyer über die glänzende Vorstellung
seiner Mannschaft im ersten Bundesligajahr. Das Geheimnis des Erfolgs
sieht der Waldenburger Chef des Bundesligateams in der Verpflichtung von
Vladimir Gontcharov: "Er ist das Rückgrat des Teams und ist ein
großer Freund geworden". Der russische Nationalschütze nimmt sich
für seine Bundesligastarts immer eine Woche lang Zeit. "Er ist von
Dienstag bis Dienstag unterwegs", weiß Wüstemeyer über die lange
Anreise des 26-jährigen Offiziers aus Sankt Petersburg.
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| Mit 384 Ringen im Durchschnitt der sieben Begegnungen erfüllte Gontcharov auf Position eins für Waldenburg die in ihn gesetzten Erwartungen. Das Duell mit der Nummer eins der Gäste von Dynamit Fürth, Sebastian Rosner, beherrschte der Russe von Beginn an und ließ der deutschen Nachwuchshoffnung mit 382:369 Ringen keine Siegchance. Zuvor hatten Andreas Schneider (373:369 gegen Karsch) und Franz Möndel (376:371 gegen Praxmarer) die Gastgeber in Front gebracht, doch Trainer Günter Wüstemeyer hoffte auf einen glatten 4:1 Sieg, der für den zweiten Platz in der Südliga notwendig war. Monika Martin verkürzte für Fürth zum 1:3 mit 376:373 Ringen gegen Wolfgang Renner, da richteten sich alle Blicke auf Christian Kerschbaum. |
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Von dem Waldenburger Punktverlust profitierte Mitaufsteiger Ulrichshögl, der sich mit dem glatten 4:1 gegen Absteiger Haiterbach den zweiten Tabellenplatz sicherte. In der einseitigen Begegnung führten die Bayern nach 28 Minuten mit 1:0. Der 19-jährige Benjamin Kunz ließ auf Position fünf seinen Haiterbacher Gegner Georg Schuchmann mit 377:361 Ringen chancenlos im Stand stehen. Zehn Minuten später erhöhte Daryl Szarenski im Spitzenduell gegen Thomas Hennefarth mit 381:368 Ringen auf 2:0. |
| Seine Klasse bewies Szarenski, der seit Oktober 2003 im US-Olympiakader steht, mit einer deutlichen Steigerung auf 98 und 97 Ringe in der zweiten und dritten Serie, die seinen Gegner entnervte. "Er hat sich bei uns voll integriert", freute sich Jan-Erik Aeply über das Engagement des Amerikaners. Der bayerische Landestrainer selbst besorgte das entscheidende 3:0 mit 376:366 Ringen über Ralf Frey. Zu diesem Zeitpunkt war die Zuversicht beim Haiterbacher Anhang in Ratlosigkeit umgeschlagen. |
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Nach vier Jahren in der Bundesliga realisierten die Haiterbacher Schützen ihren Abstieg in die Regionalliga Südwest, als die Ergebnisse aus Heidelberg bekannt wurden. Vergeblich hatten die Schwarzwälder auf Ludwigsburger Schützenhilfe gehofft. Statt einem glatten 5:0 kam die Meldung, dass die abstiegsbedrohten Heidelberger völlig überraschend gegen Ludwigsburg mit 3:2 gewonnen hatten.