Vom Rohan-Palast ins "du Pont Saint-Martin"
Die Augen wurden schon etwas müde und am Himmel braute sich etwas Dunkles zusammen....
15.30 bis 16.45 Uhr - Bootsrundfahrt durch Straßburg
...wir hatten Glück, gerade noch rechtzeitig bevor es zu regnen begann, fanden wir unsere Plätze auf einem "Fluvial"-Boot. "Entdecken Sie Straßburg vom Wasser aus", verhieß die Werbung des Touristenbüros und wir dachten, dass zu dieser Jahreszeit und bei diesem Wetter nur wenige Touristen an dieser Fahrt teilnehmen würden. Weit gefehlt, das Boot war mit Deutschen, hauptsächlich aus Württemberg, voll besetzt. Fast wie im Flugzeug ging´s zu - es fehlten nur noch die Erklärungen der Stewardessen für etwaige Notfälle.
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Der Regen wurde immer heftiger und unsere Bootsfahrt begann am 1742 erbauten Rohan-Palast auf der Ill, vorbei an der Saint-Thomas-Kirche ins Gerber-Viertel "Petite France" bis ins Europa-Viertel. So spannend war das ganze nicht, denn wir hatten bei unserem Fußmarsch durch die Altstadt schon einige der Höhepunkte gesehen und die Erklärungen vom Band über Kopfhörer wirkten nicht nur auf mich einschläfernd.
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Nach etwas mehr als einer Stunde hatten wir eine geruhsame "Entdeckungsfahrt" hinter uns. Schade, dass es immer noch nieselte. Macht aber nix, allmählich schlenderten wir zurück in Richtung unseres Hotels, denn es stand ja noch der Höhepunkt unserer Klassenfahrt auf dem Programm: Der Abend, die Nacht und der frühe Morgen.
19.00 Uhr - Elsässer Abend im Restaurant-Winstub "Au Pont St. Martin"
Wieder war es uns (Organisatoren) gelungen, unsere Schulklasse rechtzeitig zu versammeln und frisch gestylt ging´s in Richtung Abendessen. Gerhard und ich hatten jetzt schon richtig Spaß an unserer Organisation und kannten "Petite France" fast schon "wie unsere eigene Westentasche". Wer hätte es gedacht, pünktlich um 19.00 Uhr waren wir im Restaurant, doch....
...unserer vor Monaten reservierter Tisch war nicht mehr frei. Schade, wir sind wohl doch keine Stammgäste. Aber die Alternative im Restaurant war auch recht nett und wir verzichteten auf Diskussionen mit dem Wirt. Viel mehr freuten Gerhard und ich sich auf unser Überraschungs-Quiz, das wir zusammen mit Margit vorbereitet hatten.
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Unter den 471 Restaurants in Straßburg gehört das "Du Pont Saint-Martin" sicher zu den am schönsten gelegensten an der Ill. Natürlich ließen wir uns auf die elsässischen Spezialitäten ein und fast alle gönnten sich das typische "Baeckeoffe". Auch die Preise waren angenehm, so dass wir gutgelaunt nach dem Essen unser Quiz mit Fragen aus der Schulzeit und über unsere Klassenkameraden starten konnten.
Wie bei "wer wird Millionär" hatten wir die insgesamt 27 Fragen mit vier Antworten vorgegeben, von denen aber nur eine richtig war.
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War der Auftakt mit der Frage nach dem Lieblingsinstruments unseres früheren Klassenlehrers Otto Chwalkowsky (Antwort: Geige) noch eine leichte Übung, so wurde es bei der Frage nach der Größe von Margit oder der Augenfarbe von Dagmar schon zur Glücksache. Das Ute sich am 11. November nur schwer stoppen läßt, war ebenso nicht Jedem geläufig, wie die Antwort, das "Haindling" die Lieblings-Musikgruppe von Irmgard ist.
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Das ich mit dem Süßwasserpolypen oder besser "...pylopen" meine Probleme während des Biologie-Unterrichtes hatte, daran konnten sich alle erinnern, doch wer von Dieter während der Schulzeit heimlich geschwärmt hat, das war die Frage des Abends. Es war weder Irmi, Ute oder Ulrike, sondern es war Margit. Höchstpersönlich hat sie mir ihr Geheimnis während der Vorbereitung der Klassenfahrt anvertraut - natürlich Grund genug, diese Information im Quiz zu verarbeiten. So überraschte es auch nicht, dass Dieter sich in einer von allen Klassenkameraden an Margit unterschriebenen Karte zu dem Kommentar "Besonders gut hat mir die Frage 22 gefallen" ließ.
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Gabi hatte sich im Quiz nur bei der Größe von Margit um drei Zentimeter verschätzt und lag auch beim Land der Vorfahren von Peter falsch. Doch bei den übrigen 25 Fragen hatte Gabi die richtigen Antworten parat und konnte sich als Siegerin mit dem Hauptpreis feiern lassen. Mit jeweils 24 richtigen Antworten belegten Klaus und Rudolf die nächsten Plätze vor Dieter und Irmgard, die jeweils 21-mal richtig lagen.
Das Quiz hatte die Stimmung in Richtung Vergangenheit verlagert und so manche Erinnerung wurde wach, auch bei mir. Hätte ich gedacht, dass das erste Mädchen, mit dem ich in meinem Leben tanzte, an diesem Abend neben mir saß. Zurück kam die Erinnerung an die Zeit im Groß-Gerauer Jugendzentrum, als wir noch ganz zurückhaltend und ungeschickt die ersten Versuche in Richtung des weiblichen Geschlechts unternahmen. Aber vergessen habe ich diese Momente mit Ulrike bis heute nicht.
Wenn Sie die Geschichte der Klassenfahrt weiter verfolgen wollen, dann