Bayrische Talente sind der Aufsteiger des Jahres
Endkampf der RWS-Jugend/Junioren-Verbandsrunde vom 28. bis 30. Juli 2006 in Frankfurt-Schwanheim
Ausschnitte aus meinem Bericht für die Deutsche Schützenzeitung
Seit mehr als 30 Jahren gehört die RWS-Jugend- und Juniorenverbandsrunde zum festen Bestandteil im Terminkalender des Deutschen Schützenbundes. „Es ist ein wichtiger Wettbewerb für die Landesverbände", so Bundesjugendleiter Dirk Eisenberg zur Bedeutung, „neben den Deutschen Meisterschaften ist es der einzige Leistungsvergleich zwischen den Landesverbänden." Die Verbandsrunde dient in erster Linie der Talentsuche und besteht aus einem Vor- und Rückkampf sowie dem Endkampf, der seit fünf Jahren in einem rotierenden System in Suhl, München und Frankfurt ausgetragen wird. In diesem Jahr war das hessische Landesleistungszentrum in Frankfurt-Schwanheim Austragungsort des Endkampfes, bei dem Dirk Eisenberg den Schießstand in der Bankenmetropole für künftige Ausrichtungen in Frage stellt. „Frankfurt steht zur Disposition, denn die Kapazitäten reichen nicht mehr aus. Zwischen den einzelnen Disziplinen bleibt den jugendlichen Schützen zu wenig Zeit und die Bogenschützen müssen auf einem seperaten Platz in Höchst ihren Wettkampf austragen." Dirk Eisenberg sieht als Alternative das neue Landesleistungszentrum in Hannover. „Im Jugendausschuss werden wir über diese Alternative entscheiden."
Unterstützt wird der von DSB-Jugendsportleiter Erwin Singvogel organisierte Wettbewerb im Munitionsbereich durch die Firma RWS und im Bogenbereich durch die Firma Perfect Archery. „Für den Wettbewerb haben wir ein Budget von 25.000 Euro inklusive der Zuschüsse der Landesverbände," so Bundesjugendleiter Eisenberg über die Finanzierung. „Um der Jugend ein möglichst hohes Maß an Unterstützung zu bieten, haben wir den Wettkampf mit einem effizienten System straff organisiert." Doch die Verbandsrunde ist nicht unumstritten: „Wir müssen die Runde etwas peppen", meint Eisenberg, „insbesondere beim Endkampf müssen wir mehr Biss reinkriegen." Zudem ist der Termin in der Ferienzeit und vor den Deutschen Meisterschaften problematisch. „Für unsere DM-Starter müssen wir dafür die Vorbereitung unterbrechen", stellt Thüringen´s Gewehrtrainer Michael Weingärtner fest und Dirk Eisenberg weiß über die Belastung der Nachwuchstalente: „Zum Beispiel der 15-jährige Bogenschütze Jan Schmerling aus Berlin merkt bestimmt nicht, das er Ferien hat."
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Nach der Vorrunde, an der sich 18
Landesverbände des Deutschen Schützenbundes beteiligten, hatten sich
jeweils die besten fünf Mannschaften und Einzelschützen für den
Endkampf qualifiziert, bei dem die Vergabe des RWS-Wanderpokals um den „Aufsteiger
des Jahres" im Blickpunkt stand. In diese Wertung kommen nur
Landesverbände, die in mindestens sechs Wettbewerben zwei Jahre
hintereinander vertreten waren. Nach einer Punktwertung setzte sich in
diesem Jahr der bayrische Schützenverband mit 43 Punkten knapp vor Hessen
(41) durch. Das von Landestrainer Josef Locher betreute Team der Bayern
gewann nach fünf Jahren wieder den begehrten Wanderpokal durch die guten
Leistungen im Gewehrbereich. Die Bayern setzten sich im Endkampf insgesamt
viermal als Sieger durch und belegten siebenmal Rang zwei und fünfmal den
dritten Platz. Diese Platzierungen reichten durch die Steigerungen
gegenüber den Vorjahren zum Erfolg, obwohl der Hessische Schützenverband
mit sechs Siegen, sieben zweiten und vier dritten Plätzen am
erfolgreichsten war.
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Nachdem der Wettbewerb auf die Laufende Scheibe nicht mehr zum olympischen Programm gehört, wurde im Rahmen des Endkampfes erstmals der RWS-Pokalwettkampf ausgetragen, den die Niedersachsen klar vor Bayern gewannen.