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Brigachtal blickt erstmals in Richtung Finale

 

Luftgewehr-Bundesliga Süd im November 2008

 

Ausschnitte aus meinem Bericht für die Deutsche Schützenzeitung

 

Seit dem Aufstieg in die erste Liga im Jahr 2001 kämpften die Brigachtaler Luftgewehrschützen in der Bundesliga Süd meist um den Klassenerhalt. Im Vorjahr musste das Team von Trainer Andreas Wiest zum dritten Mal in der Relegation um den Klassenerhalt zittern. In diesem Jahr können die Schwarzwälder erstmals in Richtung Finale blicken, denn nach dem optimalen Saisonstart mit zwei Siegen im Oktober folgten zwei weitere Erfolge an den beiden Wettkampfwochenenden im November 2008. Im Sportzentrum Holzäcker in Affalterbach glückte den Brigachtaler Aktiven zwei weitere 3:2 Erfolge über die Gastgeber und Schlusslicht Waldkraiburg. Ausgerechnet beim Heimkampf in der heimischen Salinen-Sporthalle in Bad Dürrheim riss die Erfolgsserie mit 2:3 gegen den Bund München. Trotz des heftigen Wintereinbruchs waren 400 Zuschauer gekommen, doch der Schlusspunkt zum Finaleinzug gelang den Brigachtalern nicht.  Den größten Anteil am Brigachtaler Aufschwung hatte Peter Sidi. „Der schießt wie ein Uhrwerk“,  freute sich Teamchef Hans-Joachim Effinger über die Leistungen des 30-jährigen, der beim 397:394 über Karin Schade beim 3:2 über Affalterbach seine beste Leistung für Brigachtal zeigte.

Am dritten Wettkampftag verdrängte die SG Coburg das Team aus Brigachtal von der Tabellenspitze. Der Titelverteidiger schaffte in der Mehrfachturnhalle Heberthausen mit einem glatten 5:0 über Waldkraiburg seinen vierten Saisonsieg und präsentierte sich auf allen fünf Mannschaftspositionen in Topform. Die fehlende Olympiasiegerin Katerina Emmons wird im Coburger Team durch eine kompakte Teamleistung ersetzt. Überragend agieren dabei Sabrina Bär auf Position eins mit 395er Ergebnissen sowie Routinier Jürgen Wallowsky, der bei den November-Begegnungen auf Position drei mit Spitzenleistungen überraschte. Der 42-jährige lieferte gegen Bernd Schott von der SGi Waldkraiburg mit 398:392 Ringen seine beste Erstligaleistung ab.

 

Hinter dem Führungsduo drängeln sich die beiden Münchner Teams und der SV Affalterbach punktgleich auf den Rängen drei bis fünf. Beim dreifachen Meister Affalterbach überragt der Inder Gagan Narang. Beim hochklassigen Match auf Position eins gegen Maren Prediger vom SV Petersaurach gelang dem 25-jährigen die optimale 400er Leistung.

Für die HSG München sorgen Sonja Pfeilschifter und der Österreicher Thomas Farnik mit Durchschnittsleistungen über 395 Ringen für die Spitzenergebnisse, während beim Nachbar „Der Bund“ sich zuletzt Norbert Ettner und der Österreicher Mario Knoegler steigerten und in den ersten fünf Wettkämpfen Durchschnittsergebnisse von 393 Ringe erzielten.

Nach einem gelungenen Saisonstart mit zwei Siegen begann beim SV Petersaurach ausgerechnet mit einer unglücklichen 2:3 Niederlage in der heimischen Schulturnhalle eine Talfahrt mit drei Niederlagen in Folge. Vor 300 Zuschauern verlor die Mannschaft von Günter Reizammer eine hochdramatische Begegnung gegen Prittlbach. Annik Marqeut rettete den bisher einzigen Germania-Saisonsieg im Shoot-Off gegen Maren Prediger. Die 17-jährige Petersauracher in sah gegen die Schweizerin nach zwanzig Schüssen mit fünf Ringen Vorsprung wie die klare Siegerin aus, doch dann gelang Marquet mit zwei 100er Schlußserien noch der Ausgleich zum 393:393. Im Shoot-Off zeigten sich beiden Konkurrentinnen nervenstark und schossen jeweils drei Zehner. Erst im vierten Stechschuss über die Zehntelwertung behielt die Schweizerin mit 10,4 gegenüber 9,4 Ringen von Prediger das bessere Ende für sich. „Dieser Sieg war enorm wichtig. Es ist der Anfang gemacht“, wirkte Prittlbachs Trainer Ralf Horneber nach dem glücklichen Sieg erleichtert, „das war eine tolle Partie und ich habe schon gedacht, das wir wieder verlieren.“

Enttäuschung dagegen auf Petersauracher Seite bei Trainer Reizammer: „Vier Stechschüsse, da gewinnt nur noch die Glücklichere. In der Südliga sind alle gleichstark. Da entscheidet um den Sieg die Tagesform. Unsere ersten vier Punkten waren gegen den Abstieg.“

 

Nur noch geringe Chancen hat die SGi Waldkraiburg, um den ersten Abstieg aus der ersten Liga zu verhindern. Ohne ihre Nummer eins Emily Caruso verloren die Waldkraiburger alle fünf Saisonbegegnungen und müssen im Abstiegsduell gegen Prittlbach vor eigenem Publikum klar gewinnen, um noch den letzten Tabellenplatz verlassen zu können. Konkurrent Prittlbach ist im Abstiegskampf zuversichtlich: „Die Einzelergebnisse sind stabil und unsere Nummer eins wird dann wieder Jamie Beyerle sein“, so Trainer Ralf Horneber.

 

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