Impressum

Welzheim stoppt die Unbesiegbaren

Dritter Wettkampftag der Bogen-Bundesliga Süd in Nürnberg

Ausschnitte aus meinem Bericht für die Deutsche Schützenzeitung

Am dritten Wettkampftag der Bogen-Bundesliga Süd gab es in der Tabelle keine Veränderungen, doch die ersten Vorentscheidungen sind in der Halle des Berufsbildungszentrums in Nürnberg gefallen. Die führenden Teams aus Tacherting und Welzheim haben sich bereits vorzeitig für die Finalrunde qualifiziert und am Tabellenende kann Aufsteiger Seebronn mit acht Punkten Rückstand zum rettenden sechsten Tabellenplatz den Abstieg kaum noch vermeiden.

Nach der mäßigen Leistung am zweiten Wettkampftag in Trostberg kehrte bei der Sgi Welzheim Sandra Sachse ins Team zurück. Die 34-jährige sorgte beim dreifachen Bundesligameister für Belebung und nach einer Pause von zehn Begegnungen gelang ihr gegen den SSV Rehau ein glänzendes Comeback. Mit optimalen 90 Ringen führte sie das Welzheimer Trio zusammen mit Jeff Henckels und Alexander Fröse zum glatten 255:238 Sieg, nachdem der Titelverteidiger in Trostberg die Auftaktbegegnung gegen den Tabellenvorletzten noch verloren hatte. Nach dem guten Start lief es rund für die Welzheimer und Trainer Julius Steinheil freute sich über die Leistungen seiner Schützlinge: "Das ist wieder Bundesliganiveau und jetzt läuft jeder zur Bestform auf". Wechselweise sorgten die drei Welzheimer für Spitzenleistungen. Nach Sachse´s 90 Ringen legten Jeff Henckels und Alexander Fröse in den folgenden Begegnungen 88er und 89er Serien nach.

Im siebten und letzten Wettkampftag kam es dann zum Höhepunkt des Wettkampftages gegen den ungeschlagenen Tabellenführer FSG Tacherting. Die Bayern hatten in der Halle bereits den Nimbus "der Unbesiegbaren" bekommen. Bis zum Spitzenduell gegen Welzheim hatten die Tachertinger ihr Punktekonto auf 39:1 geschraubt, doch die Ringleistungen lagen in den ersten sechs Begegnungen deutlich unter den ersten Wettkampftagen. Das es zu sechs Siegen in sieben Begegnungen gereicht hatte, wunderte am Ende auch Armin Garnreiter: "Wenn´s schlecht gelaufen wäre, hätten wir heute nur vier Punkte geholt."

Mit Mühe verteidigte die SG Freiburg den dritten Tabellenplatz, blieb aber mit nur drei Siegen hinter der Punktausbeute der ersten beiden Wettkampftage. "Heute schießen wir die guten Ergebnisse gegen die falschen Mannschaften", meinte Martin Cornils, der seine beste Leistung mit einer 89er Serie ausgerechnet beim 251:261 gegen Welzheim schoss. Gemeinsam mit Wolfram Buegger und Viktor Popov gelang Cornils gegen Tacherting die beste Teamleistung, doch am Ende hatten die Bayern mit zwei Ringen knapp gewonnen.

Von ihrem Saisonziel, Platz vier, haben sich die Rehauer Schützen längst verabschiedet. Dafür muss Vereinsvorsitzender Helmut Ring mit seinem Team auch in diesem Jahr um den Klassenerhalt zittern.

Nach drei Auftaktniederlagen wechselte Ring für den 72-jährigen Routinier Reinhold Pittner die 19-jährige Tina Lauterbach ein. Der Wechsel zahlte sich aus und die ehemalige bayerische Juniorenmeisterin holte zusammen mit Matthias Bayer und Martin Moser gegen Freiburg (248:246) endlich die ersten Rehauer Punkte. Nach Rückschlägen gegen Feucht (244:253) und Ditzingen (247:253) glückte der zweite Sieg mit 249:248 Ringen gegen Seebronn. Die Wende für Rehau schaffte Martin Moser, der im Duell mit Seebronn´s Siegbert Diebold den Zwei-Ringe-Rückstand in einen Ring Vorsprung verwandelte.

 

Die unglückliche Niederlage gegen Rehau beendete die Seebronner Hoffnungen auf den Klassenerhalt, denn acht Punkte Rückstand auf den rettenden sechsten Tabellenplatz sind am letzten Wettkampftag in Welzheim für den Aufsteiger nicht mehr zu schaffen. "Wir haben uns hundertprozentig gesteigert", war Manuela Kaltenmark nach dem 250:249 über Feucht überglücklich. Zuvor hatte die Feldbogenspezialistin zusammen mit Siegbert Diebold und dem erstmals eingesetzten Johannes Weiss gegen Ditzingen mit 249:244 gewonnen und Coach Martin Kaltenmark hoffte, dass sein Team sich im Abstiegskampf doch noch behaupten kann.

zurück zu Aktuelles