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Bindrich und Kiermayer verpassen Edelmetall knapp

 Weltmeisterschaften der Wurfscheibenschützen vom 24. bis 31. Mai 2005 in Lonato / Italien

Ausschnitte aus meinem Bericht für die Deutsche Schützenzeitung

Es sollte einfach nicht sein. Zweimal hoffte Bundestrainer Wilhelm Metelmann auf Edelmetall bei den Finals, doch bei den Trap-Entscheidungen der Wurfscheiben-Weltmeisterschaften im italienischen Lonato schafften Susanne Kiermayer und Karsten Bindrich jeweils nur den vierten Platz. „Ich warte darauf, dass sich das Glück im Shoot-Off einmal zu unseren Gunsten dreht", haderte Metelmann nach dem unglücklichen 3:4 von Karsten Bindrich im Stechen um die Bronzemedaille. Damit blieb es auf der „Concaverde"-Standanlage in Lonato bei einer Medaille für das 22-köpfige deutsche Team. Den Medaillenspiegel der 22 Wettbewerbe mit 605 Startern aus 75 Nationen dominierten die gastgebenden Italiener mit dem Gewinn von sieben Gold-, acht Silber- und drei Bronzemedaillen. Immer weiter in den Vordergrund schieben sich die Chinesen, die dreimal Gold gewannen und mit den US-Amerikanern gleichzogen. „Wir sind zwar eine große Mannschaft, doch die, die es wirklich können, das sind nur ganz wenige", zog Wilhelm Metelmann seine Bilanz für das deutsche Team.

Die größten Medaillenhoffnungen lagen auf Karsten Bindrich, der im Trap-Wettbewerb als amtierender Weltmeister in den Stand ging und sich am ersten Tag mit 48 von 50 möglichen Treffern sofort ins Spitzenfeld schoss. Nach Platz vier bei den Weltmeisterschaften 2001 in Kairo, dem Titelgewinn 2003 auf Zypern und einem „grottenschlechten Jahr 2004", zeigte die Leistungskurve des 32-jährigen mit dem dritten Platz beim Weltcup in Rom in dieser Saison nach oben.

Am Morgen des zweiten Wettkampftages übernahm der Sportsoldat vom WTC Westfalenland mit einer optimalen 25er Runde die Führung, fiel aber am Nachmittag durch zwei Fehler in der vierten Runde auf Platz neun zurück. Mit 96 von 100 möglichen Treffern lag der Deutsche aber nur einen Treffer hinter den führenden Spanier Santana und dem Italiener Fabbrizi. Doch im Kampf um die sechs Finalplätze stand Bindrich sieben Konkurrenten gegenüber, die ebenfalls 96 Treffer erzielt hatte. Am frühen Morgen des dritten Wettkampftages mussten die Nerven halten, denn nur eine 25er Runde garantierte den Platz im Finale. Von den zehn Erstplatzierten hielten nur zwei der Belastung stand. Der Italiener Mola schaffte unter dem Jubel seiner Landsleute zuerst die optimale Trefferausbeute und eine halbe Stunde später hatte auch Karsten Bindrich keine der 25 Scheiben in den blauen Himmel der schönen Wurfscheibenanlage am südlichen Ende des Gardasees fliegen lassen. Das Führungstrio vervollständigte Massimo Fabbrizi, der seine alleinige Führung durch einen Fehler in der Schlussrunde abgab. Hunderte von Zuschauern füllten die Ränge hinter den sechs Aktiven, die zum Finale im Trap antraten. Ein Treffer Unterschied zwischen allen Akteuren brachte die erwartete Spannung und immer wieder forderten die Funktionäre mehr Ruhe unter den Zuschauern, denn die Italiener hatten drei Schützen im Finale und die Einheimischen erwarteten den Gewinn des zweiten Quotenplatzes für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking 2008. Beim Weltcup in Rom hatte Karsten Bindrich den ersten Quotenplatz im Shoot-Off denkbar knapp verpasst. Das Finale begann aufregend und die italienischen Fans stöhnten auf, als Mola die erste Scheibe verfehlte. Der führende 33-jährige Italiener hatte bisher noch keinen hochkarätigen internationalen Wettkampf gewinnen können. Karsten Bindrich hatte seine Chance und vor der Saison auf den geänderten Ein-Schuss-Modus für das Finale reagiert. „Jetzt muss man noch genauer arbeiten", erklärt Bindrich, „man muss mehr mitziehen für eine bessere Abdeckung der Scheiben. So wurden bei meiner Flinte die Lauflänge und die Munition geändert." Doch im Finale fehlte dem Deutschen der zweite Schuss. Die zweite und dritte Scheibe flog unbehelligt davon. Aber auch die Konkurrenten machten Fehler und der neue Modus brachte den Zuschauern die erwartete Spannung. Plötzlich lag Massimo Fabbrizi in Front, der 17 Schüsse fehlerlos ins Ziel brachte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Bindrich zwei weitere Scheiben verfehlt und war auf Platz vier zurückgefallen. Dann aber patzten auch der Kroate Glasnovic und wenig später der Italiener Mola mit jeweils zwei Fehler. Bindrich hatte wieder den zweiten Platz in greifbarer Nähe. Gerade hatte Mola vorbei geschossen, da verfehlte Bindrich die 23. Scheibe und kürte damit den italienischen Doppelsieg. Der 27-jährige Massimo Fabbrizi aus San Benedetto holte sich seinen ersten internationalen Titel mit nur zwei Fehlschüssen im 25er-Finale. Der Fehler kurz vor Finalende bedeutete für Karsten Bindrich den Gang ins Shoot-Off um die Bronzemedaille gegen den Kroaten Glasnovic. Der 22-jährige Kroate setzte sich mit 4:3 durch und ließ sich von seinen Landsleuten für seinen bisher größten internationalen Erfolg auf den Schultern tragen. Enttäuscht trauerte Bindrich dem erneuten Sprung aufs Siegerpodest nach: „Auf dem Finalstand hat mir eine Trainingsrunde gefehlt", erklärte er die insgesamt fünf Fehler im Finale, „dennoch, insgesamt kann ich zufrieden sein. An dem neuen Finalmodus muss ich noch arbeiten."

Ähnlich erging es Susanne Kiermayer beim Finale der Frauen im Trap-Wettbewerb. Die Europameisterin von 2000 und 2002 hatte sich am ersten Tag mit 48 von 50 möglichen Treffern an die Spitze des 61-köpfigen Teilnehmerfeldes der Frauen gesetzt. Treffergleich folgten die Kanadierin Nattrass und die Italienerin Gelisio. Am zweiten Tag zeigte das Führungstrio unerwartete Schwächen. „Das lief nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe", meinte die 36-jährige Deutsche über ihre 21er Schlussrunde. Bis zur 19. Scheibe hatte sie sich nur einen Fehler geleistet, doch dann vergab sie durch einen Doppelfehler und einem weiteren Fehlschuss eine bessere Ausgangsposition gegenüber ihrer Konkurrenz. Von den zehn Führenden hatte die Russin Irina Laritcheva in der Schlussrunde mit 24 von 25 möglichen Treffern erzielt und die Führung vor dem Finale mit einem Treffer Vorsprung gegenüber der Italienerin Gelisio übernommen. Aussichtsreich in der Verfolgerposition rangierte Susanne Kiermayer mit 69 Treffern auf Rang drei. „Sie ist beim ersten Schuss sehr schnell und hat daher auf dem zweiten Schuss eine gute Trefferquote", wusste Bundestrainer Metelmann über die Stärke der Kirchbergerin, die mit Beginn dieser Saison im Finale aber nur einen Schuss auf die Scheibe zur Verfügung hat. Dann kam das Pech für die Deutsche dazu.

Der Wettkampf wurde durch Probleme mit dem Mikrofon der Abrufanlage unterbrochen und Kiermayer musste sich mehrmals für den zweiten Schuss neu konzentrieren. Prompt ging der Schuss an der Scheibe vorbei und es folgten zwei weitere Fehlschüsse, die die Olympiazweite von Atlanta 1996 im Kampf um den Titel weit zurückwarfen. Die Italienerin Deborah Gelisio ließ sich von den vielen Fehlschüssen der Finalistinnen nicht beeindrucken und hatte bis zum zwölften Schuss nur eine Scheibe verfehlt. Damit hatte die zweifache Europameisterin die Grundlage zu ihrem ersten Weltmeistertitel gelegt, den die Russin Laritcheva, Weltmeisterin von 2001 in Kario, kam in der zweiten Hälfte des Finals aus dem Rhythmus und musste sich nach sechs Fehlschüssen mit Silber begnügen. Spannend ging es im Kampf um Bronze zwischen Susanne Kiermayer und der Kanadierin Susan Nattrass zu. Die 54-jährige aus Edmonton,die zwischen 1974 und 1981 sechsmal Weltmeisterin war, schien durch drei Fehler in Folge ihre Medaillenchancen vergeben zu haben, doch eine Serie von zehn Treffern in der Schlussphase ließ den deutschen Bundestrainer erstaunen. „Das war von Nattrass nicht zu erwarten." Leidtragende war Susanne Kiermayer, die bis zum 15. Finalschuss sicher auf Medaillenkurs war, dann aber innerhalb von neun Schüssen fünf Scheiben verfehlte und mit dem undankbaren vierten Rang zufrieden sein musste. „Heute hat sie eine gute Chance auf einen Quotenplatz vergeben", resümierte Bundestrainer Metelmann über Susanne Kiermayer nach einem Damenfinale mit einer unerwartet hohen Fehlerquote.

Im Skeet-Wettbewerb überraschte der 16-jährige US-Amerikaner Vincent Hancock die siegessicheren Italiener, die mit dem 37-jährigen Ennio Falco den klaren Favoriten ins Finale gebracht hatten. Der Olympiasieger von 1996 hatte in den letzten vier Jahren acht hochkarätige internationale Wettkämpfe gewonnen, doch der Italiener hatte mit dem starken Wind am frühen Morgen des zweiten Tages zu kämpfen und verfehlte mit einer 23er Serie die Spitzenposition.

Am ersten Tag sonnte sich Axel Wegner gemeinsam mit Vincent Hancock, der den Saisonauftakt in Changwon bereits gewonnen hatte, und dem Chilenen Atalah nach optimalen 50 Treffern in einem Spitzentrio. „Da habe ich gut vorgearbeitet", wirkte der 41-jährige zuversichtlich eine ähnliche gute Platzierung wie bei seinem Vize-Europameistertitel 2002 an gleicher Stelle zu schaffen. Doch am zweiten Tag erlebte der Olympiasieger von 1988 eine böse Überraschung. Auf dem neunten Stand am äußeren Ende der Concaverde-Anlage schoss Wegner vier Fehler. „Ich war einfach zu früh dran", aber es lag nicht am frühen Starttermin um 8.00 Uhr morgens, „die Scheiben auf diesem Stand flogen langsamer als erwartet." Ein weiterer Fehler um 12.00 Uhr Mittags in der vierten Runde beendeten die Medaillenhoffnungen von Wegner, der mit einem Lächeln bemerkte: „Den Olympiasieger von Athen habe ich aber sicher im Griff." Der Italiener Andrea Benelli lag zu diesem Zeitpunkt nur auf Rang 62 und spielte in keiner Phase eine führende Rolle. Im Mannschaftswettbewerb kam das deutsche Team wie in den Vorjahren der Weltspitze nicht näher. Tino Wenzel hatte als Sechster der Europameisterschaften 2000 in Montecatini erstmals den Sprung in Richtung Weltspitze geschafft, doch seitdem kann der 31-jährige Metallbauer aus Ibbenbüren nicht mehr an diese Leistung anknüpfen. Mit 115 Treffern schoss er gleichauf mit Thorsten Hapke, dem mit diesem Ergebnis ein gutes Comeback im deutschen Skeetteam gelang.

Das deutsche Herrenteam im Trap-Wettbewerb musste als Neunter nach dem vierten Platz im Jahr 2003 die seit Jahren schlechteste Platzierung hinnehmen. Waldemar Schanz blieb mit mageren 110 Treffern hinter den Erwartungen und Stefan Rüttgeroth gelingt es nur langsam sich an die Weltspitze heranzuschießen. „Irgentwann muss er mal erwachsen werden", forderte Bundestrainer Metelmann von dem 24-jährigen eine optimale 25er Schlussrunde, die den ehemaligen Junioren-Europameister von 1998 in die Nähe der Finalteilnahme gebracht hätte. Doch zwei frühe Fehler beendeten die deutschen Hoffnungen, doch mit 117 von 125 möglichen Treffern und dem 27. Einzelrang untermauerte Rüttgeroth seine Nominierung. „Um mich zu qualifizieren, musste ich bei der Ausscheidung meine Topleistung bringen, die konnte ich nicht halten", meinte Rüttgeroth zu seiner Leistung bei seiner zweiten WM-Teilnahme bei den Erwachsenen. Als Angestellter im Controlling der Firma Carl-Zeiss ist er ein echter Amateur unter den zahlreichen Profisportlern im Wurfscheibenbereich. „Mit 10.000 Schüssen im Jahr ist mein Trainingsumfang nicht profihaft." Dennoch feilt Rüttgeroth an seiner Weiterentwicklung in Richtung Weltspitze. Dazu gehört ein neuer Sponsorenvertrag mit dem Flintenhersteller Beretta. „Ich werde eine neue Flinte bekommen, die ganz nach meinen Vorstellungen gebaut wird." Das Ziel, einen Quotenplatz für die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2008 zu erreichen, hat er fest im Visier. „Ich habe mit Ergebnissen zwischen 115 und 118 mehr Stabilität gegenüber den Vorjahren erreicht. Darauf kann ich aufbauen."

Das Fernziel Peking 2008 hat auch Christine Brinker ins Visier genommen, die mit nur 65 Treffern in Lonato hinter den Erwartungen blieb. „Ich hatte Probleme mit den Haltepunkten", so die 23-jährige aus Ibbenbüren.

Beim Weltcup in Korea hat sie mit 71 von 75 möglichen Treffern ihre internationale Bestleistung gezeigt, die in Lonato für die Finalteilnahme gereicht hätten. „Es gibt Höhen und Tiefen, ich muss auch lernen mit Erfolg und Misserfolg umzugehen." Als Unteroffizier bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Warendorf sind für Christine Brinker optimale Bedingungen zum Sprung in die Weltspitze geschaffen. „Nach der Deutschen Meisterschaft bekomme ich von der Firma Perazzi eine neue Flinte mit der richtigen Abstimmung von Gewicht und Lauflänge". Der Sponsorenvertrag gibt ihr die Sicherheit bis nach den Olympischen Spielen 2008. „Ich gebe mir die Zeit." Das sie siegen kann, hatte Christine Brinker beim Shotgun-Cup in Suhl mit dem Erfolg über Veronique Girardet-Allard gezeigt. Dieser Sieg gewinnt nach dem Gewinn des Weltmeistertitels in Lonato durch die Französin noch mehr an Bedeutung. Die 40-jährige aus Besancon gewann nach dem Vize-Europameistertitel 2004 ihre erste internationale Goldmedaille vor der Italienerin Christina Vitali, die sich in der Schlussphase des Finales die entscheidenden Fehler leistete. Die chinesische Titelverteidigerin Ning Wie konnte im Kampf um Gold nicht mithalten und musste sich mit Rang vier begnügen.

Die Chinesen zeigten ihre Stärke beim Doppeltrap-Wettbewerb und holten drei Goldmedaillen. Mit den immer besser werdenden Chinesen rechnet auch der neue Weltmeister Ahmet Almaktoum: „Ich bin froh, dass ich den Quotenplatz gewonnen habe. In Peking wird es gegen die Chinesen extem schwierig", meinte der 41-jährige Olympiasieger von Athen, der sich in Lonato im Finale vor dem Chinesen Nan Wang mit zwei Treffern Vorsprung durchsetzte. Almaktoum hatte auf den Weltcup in Rom vor den Weltmeisterschaften verzichtet, wie eine Reihe von Schützen der Weltklasse, die sich in Lonato dann durchsetzten. Grund genug, für den Bundestrainer Metelmann über eine ähnliche Konzentration und Spezialisierung nachzudenken. Die Taktik der vielen Wettkämpfe und Mehrfachstarts ist im deutschen Team insbesondere bei Waldemar Schanz nicht aufgegangen. Als 40. blieb der zweifache Vize-Weltmeister in seiner Spezialdisziplin weit unter seinen Möglichkeiten und wird im deutschen Team zur Zeit von Stefan Ommert und Andreas Löw übertroffen. Nach dem mäßigen Abschneiden als 72. im Trap-Wettbewerb stellt Bundestrainer Metelmann die Mehrfachstarts in Frage. „In der Spitze sind nur die Spezialisten vorne", so Metelmann in seiner Analyse, „manche lassen sogar Starts bei Weltcups aus, um sich auf die Weltmeisterschaften zu konzentrieren." Trotz der schwachen Form des 36-jährigen Schanz ist sich Metelmann bei seinem langjährigen Leistungsträger sicher: „Der wird wieder kommen." Gut läuft es dafür im Doppeltrap-Bereich bei Stefan Ommert. Nach der Finalteilnahme beim Weltcup in Rom fehlten dem 25-jährigen aus Ludwigshafen nur zwei Treffer zum Einzug ins WM-Finale. „Er hat sich auf die neue Technik mit dem hohen Anschlag eingestellt und damit eine gute Entwicklung genommen", lobte Metelmann die Leistung des Werkzeugmachers, der mit seinem 10. Platz in Lonato die A-Kader-Kriterien erfüllte und jetzt dem deutschen Top-Team angehört.

Während die Erwachsenen das gesetzte Bundestrainer-Ziel „eine Medaille" verfehlten, holte mit Frank Dittmer ein Junior das einzige Edelmetall für Deutschland.

Dabei war es ein harter Kampf für den 18-jährigen Bayer aus Bad Kissingen. Nach einer 23er Auftaktserie rangierte er am ersten Tag auf dem sechsten Platz, verbesserte sich aber am zweiten Tag auf den dritten Rang. Zu diesem Zeitpunkt war der Franzose Anthony Terras seinen Konkurrenten bereits weit enteilt und verteidigte seinen Weltmeistertitel bei den Junioren überlegen. Erstmals bei Weltmeisterschaften dabei behielt Frank Dittmer den Podestplatz mit einer 23er Schlussrunde im Visier. Pech für den Deutschen, dass er die letzte Scheibe verfehlte und damit dem Italiener Stefano Battaglia die Silbermedaille überlassen musste. Im Kampf um Bronze war der US-Amerikaner James Gougler mit Dittmer gleichgezogen und beide lieferten sich im Shoot-Off ein spannendes Duell. Den ersten Fehler des Amerikaners nutzte der Deutsche sofort aus und ließ sich von Bundestrainer Axel Krämer für den einzigen deutschen Medaillengewinn feiern. „Heute stand er über den Dingen", strahlte Krämer über den Erfolg seines Schützlings, der als einer der Jüngsten im Alter von 17 Jahren zur Sportfördergruppe nach Oberhof gekommen ist.

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