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Weniger Jugendliche und die Senioren werden jünger

Mit den Kreismeisterschaften 1984, an denen sich 1100 Aktive beteiligen, kommt eine Änderung der Sportordnung. Jetzt ist vor Wettkampfbeginn eine unbegrenzte Anzahl von Probeschüssen möglich und das Seniorenalter wird von 60 auf 56 Jahre herabgesetzt. Der Ginsheimer Peter Teska ist Kreisschützenkönig und wird ein Jahr später von dem Büttelborner Jörg Freiberger abgelöst. Als 19. Schützenverein wird die Sportschützenabteilung des TV Erfelden im Kreis aufgenommen und im Kreisvorstand übergibt Marlies Peukert das Amt der Damenleiterin an Claudia Blumenthal.

Mit 408 Mitgliedern ist 1986 die PSG Groß-Gerau weiterhin stärkster Verein im Schützenkreis, der insgesamt 2.608 Mitglieder zählt. Kreisschützenkönig wird Wolfgang Lang vom ASV Astheim und dann stirbt völlig überraschend Kreisschützenmeister Heinrich Koch. Mitten in den Vorbereitungen zum Hessischen Schützentag übernimmt sein Stellvertreter Werner Mißkampf das Amt des Kreisschützenmeisters. Dessen Stellvertreter wird Dieter Riemenschneider aus Büttelborn. Mit ihm kommt Eberhard Cyba vom TV Erfelden als Schriftführer in den Kreisvorstand. In den Vorstand des Schützengaus Starkenburg werden Franz-Josef Kerber aus Ginsheim als Sportleiter und Werner Wabnitz von der PSG Groß-Gerau als Pressewart neu gewählt. Kerber löste Willi Backhaus ab, der neben seinem Engagement im Gauvorstand als Geschäftsführer im Hessischen Schützenverband 17 Jahre lang tätig war. Im Deutschen Schützenbund wird erstmals der Mitgliederschwund im Jugendbereich zum Thema. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr zum 125-jährigen Bestehen wird beim Deutschen Schützentag ein Rückgang von 8.000 Jugendlichen festgestellt.

Das Jahr 1987 begann mit der Auflösung des Wurftaubenclubs Groß-Gerau. Der Schützenkreis zählte danach noch 2626 Mitglieder und neuer Kreisschützenkönig wurde John Stein von Tell Haßloch.

Schützentag in Erinnerung an Heinrich Koch

Höhepunkt im Jahr 1987 war der Hessische Schützentag in Groß-Gerau, bei dem die Präsidentenmedaille an Kreisschützenmeister Werner Mißkampf und symbolisch an die Ehefrau des verstorbenen Heinrich Koch verliehen wurde. Im Rahmen einer Weinprobe im Schützenhaus der PSG Groß-Gerau wurde durch Landesschützenmeister Otto Wagner die Verdienste des verstorbenen Kreisschützenmeisters Heinrich Koch gewürdigt. Im historischen Groß-Gerauer Rathaus findet der Empfang der Schützen durch Bürgermeister Manfred Hohl statt und die Delegiertentagung wird in der Jahnturnhalle veranstaltet.

Der Astheimer Hubert Meier ist 1988 Kreisschützenkönig und die Kreisschützen holen in diesem Jahr 37 Gaumeistertitel. Die Mitgliederzahl steigt ein Jahr später auf 2.790, in dem der Walldorfer Axel Schlick Kreisschützenkönig wird. Im Kreisvorstand übernimmt Karl-Heinz Traum von Gerhard Hartmann das Amt des Jugendleiters. Im Deutschen Schützenbund beklagt Bundesjugendleiterin Alexa Senger-Tetzlaff, das es viel zu wenig lizenzierte Jugendleiter gibt. In 13.081 Vereinen mit 226953 Nachwuchsschützen stehen nur 626 Jugendleiter zur Verfügung.

1990 stagiert erstmals die Mitgliederentwicklung. 2739 Schützen sind in den 18 Kreisvereinen engagiert und die Ermittlung des Kreisschützenkönigs erfolgt erstmals auf einen "Schützenvogel". Bisher entschied ein Schuß nach der Teilerwertung um die Vergabe der Königswürde. Jetzt gilt es nach Krone, Apfel und Zepter die Befestigung des "Schützenvogels" mit dem Kleinkalibergewehr auf 50 Meter Entfernung zu treffen. Den ersten Königstitel nach dem neuen Modus holt sich der Groß-Gerauer Klaus Gütlich. Ein Jahr später wechselt die Königskette an die PSG-Schützin Birgit Heinrich, die das Königsschießen auf Gauebene gewinnt und sich am Landeskönigsschießen beteiligt. Die Mitgliederzahl des Schützenkreises steigt auf 2.774 und auch 1992 bleibt die Königskette des Kreises in Groß-Gerau. Klaus Gütlich wiederholt seinen Erfolg von 1990 und wird beim Gaukönigsschießen erster Ritter. In diesem Jahr erhöht sich der Mitgliederstand auf 2.837, doch die Teilnehmerzahlen bei den Kreismeisterschaften sind mit 867 Startern rückläufig. Dafür gewinnen die Kreisaktiven insgesamt 56 Gaumeistertitel. Im Hessischen Schützenverband sind jetzt 125.558 Mitglieder gemeldet.

Die Neuwahlen 1992 bringen einige Veränderungen im Kreisvorstand. Das Amt des stellvertretenden Kreisschützenmeisters wechselt von Dieter Riemenschneider an den Groß-Gerauer Fritz Klink. Durch den Tod von Horst Pauly wird der Groß-Gerauer Dieter Endner neuer Bogenfachwart, der auch Pauly´s Amt im Gauvorstand übernimmt. Nachfolger von Horst Kölbl im Amt des Schatzmeisters wird der Nauheimer Hermann Scheiber und Thomas Merkel von der HSG Büttelborn wird als Fachwart Gewehr neu in den Vorstand gewählt. Die Nachfolge von Fritz Sturm im Amt des Sportleiters tritt der Walldorfer Dr. Bernd Arno Nikolaus an.

Erstmals mehr als 3000 Kreisschützen

Im Jahr 1993 ermitteln 883 Kreisschützen 144 Titelträger und bei den Gaumeisterschaften wird die Rekordzahl von 68 Titel gewonnen. Der Schützenkreis Groß-Gerau zählt jetzt 2927 Mitglieder. Ein Jahr später kommen weitere 142 Mitglieder hinzu und erstmals zählen die 19 Kreisvereine über 3000 Sportschützen. Mit dem Sportjahr werden erstmals bei den Kreismeisterschaften die Finalschießen eingeführt. Im Hessischen Schützenverband wird der gesamte Vorstand neu gewählt und der Groß-Gerauer Fritz Klink übernimmt das Amt des Breitensportreferenten. Weiterhin bleibt Waldemar Schanz als Referent Wurfscheiben im hessischen Schützenvorstand. Im Rahmen des Hessischen Schützentages in Willlingen erhält Kreisschützenmeister Werner Mißkampf das Silberne Ehrenkreuz des Deutschen Schützenbundes. Bei der Herbsttagung des Schützenkreises in Walldorf verweist Mißkampf auf die Rekordbilanz der Aktiven, die bei den Gaumeisterschaften 71 Siege feiern. In Groß-Gerau findet der Hessentag statt, in dessen Rahmen die PSG-Schützen eine Woche lang auf der Hessentagsstraße den Schießsport präsentieren. Höhepunkt ist ein Wettbewerb mit dem Lasergewehr, an dem die besten hessischen Schützen teilnahmen. In Rüsselsheim hat das 24-Stunden-Bogenturnier Premiere, dass für die BSC-Schützen mit über 400 Teilnehmern ein voller Erfolg wird. Im Deutschen Schützenbund kommt zum Wechsel in der Führungsspitze. Nach dem Tod von Andreas Hartinger wird Josef Ambacher neuer Präsident und der hessische Landesschützenmeister Otto Wagner erster Vizepräsident des Deutschen Schützenbundes. Mit dem bayerischen Präsidenten, der schon als 19-jähriger Sportleiter im Schützengau Starnberg war, wurde Sparsamkeit zum Hauptthema. "Die fetten Jahre sind vorbei", war einer der ersten Sätze von Ambacher währen einer Delegiertenversammlung, der verstärkt fordert, dass Schießsport publikumswirksamer werden muß. "Die Bundesliga der Schützen muß kommen".

Bogenschützen wählen ihren Referenten selbst

1995 wird bei der Neuwahl des Kreisvorstandes die Führungsspitze um Kreisschützenmeister Werner Mißkampf für weitere drei Jahre bestätigt. Neu in den Kreisvorstand kommt als Damenleiterin Sibylle Simon aus Mörfelden. Die Mitgliederzahlen steigen weiter und der Schützenkreis zählt 3110 Mitglieder. In diesem Jahr wählen die Bogenschützen ihren Kreisreferenten erstmals selbst und der Rüsselsheimer Hans-Joachim Neitzel wird Nachfolger von Dieter Endner im Kreisvorstand. Im Nachwuchsbereich erreicht das Internationale Jugendturnier der PSG Groß-Gerau mit über 400 Startern seinen Höhepunkt. Im Juli eröffnet die Nauheimer Schützengilde ihre Schießstandanlage und zwei Wochen später werden auf der zentralen Sportanlage in Groß-Gerau erstmals die Deutschen Meisterschaften im Feldarmbrustschießen ausgetragen. Beim Königsschießen im November holt mit Dieter Endner erstmals ein Bogenschütze die Kreiskönigskette.

Das größte Jugendturnier Deutschlands

Mit 16.500 Mitgliedern ist Anfang 1996 der Schützengau Starkenburg der stärkste im Hessischen Schützenverband. Bei der Neuwahl des Gauvorstands in Stockstadt werden der Ginsheimer Franz-Josef Kerber und Werner Wabnitz aus Groß-Gerau in ihren Ämtern als Sportleiter und Pressewart bestätigt. Der Schützenkreis weist einen leichten Mitgliederrückrang auf 3093 aus. In Groß-Gerau hat sich das Internationale Jugendturnier als größtes seiner Art in Deutschland etabliert. Im Juni sind über 450 Nachwuchsschützen zu Gast in Groß-Gerau. Erstmals wird ein Grieche Schützenkönig des Kreises Groß-Gerau. In Raunheim gewinnt Georgios Leontarakis von 1862 Rüsselsheim die Königskette. Im Herbst wird bei der Tagung in Astheim eine Stagnation insbesondere im Jugendbereich erkannt. Auch die Erfolgsbilanz bei den Starkenburger Meisterschaften hat sich halbiert. Dafür verzeichnen die älteren Wettkampfklassen steigende Teilnehmerzahlen. Auf Initiative von Werner Mißkampf bewirbt sich der Schützenkreis um die Ausrichtung des Hessischen Schützentages für das Jahr 2003 in Walldorf. Anläßlich des 135-jährigen Jubiläums werden im Deutschen Schützenbund in Gotha grundlegende Reformen beschlossen. Künftig wird das Präsidium alle vier Jahre neu gewählt und der Deutsche Schützentag soll jetzt als Kongress mit der Behandlung fachspezifischer Themen stattfinden. Die Delegierten des 45. Deutschen Schützentages in Karlsruhe beschließen die Satzungsänderung für den jetzt 1,6 Millionen zählenden Verband.

Im Jahr 1997 macht sich die Stagnation auch in der Mitgliederentwicklung bemerkbar. Der Schützenkreis zählt 3071 Mitglieder und verzeichnet nur noch einen Zuwachs von zwei Schützen gegenüber dem Vorjahr. Erneut steht die stagnierende Nachwuchsabeit im Mittelpunkt der Diskussionen bei der Frühjahrstagung in Walldorf. Dafür findet erstmals ein altersgerechtes Schießen für Aktive im Alter über 46 Jahre statt. Beim Hessischen Schützentag in Künzell wird die Bewerbung für die Ausrichtung 2003 nach Walldorf angenommen. Bei den Neuwahlen werden Fritz Klink als Breitensportreferent und Waldemar Schanz als Referent für Wurfscheibensport bestätigt, während der Ginsheimer Franz-Josef Kerber in der Kampfabstimmung um die Nachfolge von Hans-Werner Harbeck im Amt des Sportleiters gegen den Nordhessen Dieter Heiderich unterliegt. Zum zehntenmal wird in Groß-Gerau unter Leitung von Karl-Heinz Traum das Internationale Jugendturnier veranstaltet, dass erneut über 400 Teilnehmer zählt. Weitere Höhepunkt sind die Ausrichtung der Deutschen Feldarmbrustmeisterschaften und ein Fünf-Ländervergleich der Bogenschützen in Groß-Gerau. Im Deutschen Schützenbund beginnt die lange herbeigesehnte Bundesliga, über die sich viele Kommissionen und Ausschüsse seit den 60er Jahren Gedanken gemacht hatten. Das erste Finale im Februar 1998 in Gelsenkirchen wird zu einem wahren Publikumsrenner. Mit Dr. Marianne Schmitz aus dem hessischen Eppstein gehört erstmals eine Frau zu den fünf Vizepräsidenten im Deutschen Schützenbund. Die Bundesliga der Sportschützen wird in den Disziplinen Luftgewehr, -pistole und Bogen ausgetragen. Aus dem Schützenkreis Groß-Gerau engagieren sich dafür Fritz Klink und Werner Wabnitz. Klink übernimmt die Moderation für die Zuschauer bei Begegnungen in Eberstadt, Dietzenbach und Schweinfurt. Werner Wabnitz ist als Bundesligaberichterstatter für die Deutsche Schützenzeitung tätig.

Rückläufige Mitgliederzahl und kein Kreisschützenball mehr

1998 geht die Mitgliederzahl des Schützenkreises auf 3001 zurück und bei den Neuwahlen in Gernsheim übernimmt der Rüsselsheimer Gerhard Summ das Amt des Schriftführers. Werner Mißkampf wird als Kreisschützenmeister wiedergewählt, doch eine alte Tradition wird durch die Versammlung beendet. Der Kreisschützenball wird aufgrund der rückläufigen Besucherzahlen in den letzten Jahren nicht mehr veranstaltet. Größter Verein im Schützenkreis ist weiterhin die PSG Groß-Gerau, die 448 Mitglieder zählt.

Das Jahr bringt wieder eine leichte Steigerung der Mitgliederzahlen auf nunmehr 3027 Schützen in 18 Kreisvereinen. Der Ginsheimer Franz-Josef Kerber wird im März neuer Gauschützenmeister. Der Altrheinschütze löst den Michelstädter Karl Eckhart nach 28-jähriger Amtszeit ab. Kerber führt den mit 16.000 Mitgliedern größten Schützengau im hessischen Schützenverband. Bei den Neuwahlen wird Werner Wabnitz als Pressewart erneut wiedergewählt. Erstmals findet der "Tag der Starkenburger Schützen" im Rahmen des Groß-Gerauer Jugendturniers statt.

Die Mitgliederzahl des Schützenkreises geht im Jahr 2000 auf 2915 zurück. Im Februar verstirbt Gerhard Hartmann, der von 1974 bis 1988 Jugendleiter des Schützenkreises war. Beim Hessischen Schützentag in Idstein wird Franz-Josef Kerber zum Landesreferenten für den Vorderladersport neu gewählt und Fritz Klink verbleibt im Amt des Breitensportreferenten.

Zum 50-jährigen Jubiläum des Deutschen Schützenbundes sind die Hessen Gastgeber des Schützentages in Wiesbaden. Bei den Präsidiumswahlen wird Josef Ambacher mit 513:73 Stimmen wiedergewählt.

Mit der 14. Auflage wird das Internationale Jugendturnier der PSG Groß-Gerau im Mai 2001 vorerst zum letztenmal ausgetragen. Wasserschäden in der unterirdischen Schießstandanlage führten zu einer drastischen Reduzierung der Teilnehmerzahl. Auf den verbliebenen 15 Schießständen konnten nur noch 160 Jugendliche an dem beliebten Turnier teilnehmen. Im Rahmen des Turniers wird auch der "Tag der Starkenburger Schützen" zum letztenmal in Groß-Gerau ausgerichtet. Dabei wird der PSG-Schütze Fritz Klink Starkenburger Schützenkönig.

Der vergebliche Kampf von Landestrainer Hartstein

Im März 2001 war der hessische Landestrainer Bernd Hartstein an akuter Leukämie erkrankt. Für den beliebten 53-jährigen wurde auf Initiative von Breitensportreferent Fritz Klink eine Hilfaktion mit Blutspenden gestartet. Im August 2001 war der Olympia-Silbermedaillengewinner von 1980 noch zuversichtlich: "Es lohnt sich zu kämpfen", erzählte er bei einem Besuch von Klink im Krankenhaus. Bei den Deutschen Meisterschaften in München spenden über 200 Schützen Blut für Hartstein und sammeln 6.985 Mark für Typisierungskosten. Für den DSB sagt Präsident Josef Ambacher spontan eine finanzielle Spende von 10.000 Mark zu. Über die internationalen Typisierungslisten wird ein passender Spender für Hartstein gefunden und die Hilfsaktion geht weiter. In Ober-Roden werden weitere 120 Spender typisiert. Auch der Schützenkreis Groß-Gerau mit seinen 18 Vereinen beteiligt sich mit einer Geldspende von 2.000 Mark an der Hilfsaktion für Bernd Hartstein. Den Kampf gegen seine schwere Krankheit verliert Bernd Hartstein am 23. Februar 2002 und stirbt im Alter von 54 Jahren.

Jetzt nur noch 2.894 Kreisschützen

Zum Jahresende 2001 ist die Mitgliederzahl im Hessischen Schützenverband weiter rückläufig. Den zehn Schützengauen mit 1.136 Vereinen gehören jetzt noch 122.536 Mitglieder an. Mit 11.672 Schützen bleibt der Schützengau 9 Starkenburg der größte in Hessen. Im Kreis Groß-Gerau sind noch 2.894 Schützen gemeldet und damit 21 weniger als im Vorjahr. Gegen den Trend steigern die Kreise Odenwald und Bergstraße ihre Mitgliederzahlen.

Im Mittelpunkt der Kreistagung in Astheim steht im März die Vorbereitung auf den Hessischen Schützentag 2003 in Walldorf. Den stagnierenden Mitgliederzahlen und der Überalterung unter den Aktiven will Kreisschützenmeister Werner Mißkampf entgegenwirken und unterstreicht die Bedeutung des Schützentages in Walldorf. Sportleiter Dieter Kessler spricht sogar von einer "Vergreisung" der Schützen im Kreis Groß-Gerau.

Ende April findet der 51. Deutsche Schützentag im thüringischen Suhl statt und wird nach dem Amoklauf eines Schülers im Erfurter Gutenberg-Gymnasium auf Beschluss des Gesamtvorstandes am Samstagmittag angesichts der allgemeinen Bestürzung über den Tod von 17 Menschen abgebrochen.

Evelyn Schönhaber wird Starkenburger Schützenkönigin

Der Tag der Starkenburger Schützen findet im Juni 2002 in Erzhausen statt, bei dem die Mörfelderin Evelyn Schönhaber neue Gauschützenkönigin wird. Die Tellschützin erzielt mit der Luftpistole einen 1-Teiler. Mit der Ankündigung, das die Schützengaue in Hessen abgeschafft werden sollen, überrascht Gauschützenmeister Franz-Josef Kerber bei der Tagung in Ober-Ramstadt. "Die Vielzahl von Disziplinen und Klassen haben bei den Meisterschaften zu einer Terminnot geführt", begründete Kerber die Oläne aus dem Umfeld des Präsidiums des Hessischen Schützenverbandes. Der Rüsselsheimer Kerber wurde bei den Neuwahlen in seinem Amt ebenso bestätigt, wie Werner Wabnitz, der weiterhin Pressereferent im Schützengau Starkenburg ist.

Neue Zeiten brechen für Sportschützen an

"Im Sportschießen brechen neue Zeiten an", so DSB-Präsident in der Deutschen Schützenzeitung, "dies hat der Kongress unmittelbar vor den Weltmeisterschaften in Lahti gezeigt. Über die Präsentation unserer Sportart bei den Olympischen Spielen beginnen neue Diskussionen." Dabei spielt für den Deutschen Schützenbund die Disziplin "Sommerbiathlon" eine entscheidende Rolle, die eine Alternative zu den weniger publikums- und medienwirksamen Schießsportdisziplinen sein soll. Die notwendigen Anpassungen werden erforderlich, um mit anderen aufstrebenden Olympia-Sportarten wie etwa Beach Volleyball, Triathlon oder zuletzt Winter Curling mithalten zu können. Ein neuer Finalmodus, oder auch direkte Duelle der Schützen gegeneinander gehören zu den Überlegungen, den Schießsport in den Medien und für Zuschauer attraktiver zu machen.

Ende

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