Zweiter Teil
Elke Becker´s internationale Karriere
Im Jahr 1974 etabliert sich Elke Becker endgültig im Kader der Deutschen Nationalmannschaft. Im Alter von 28 Jahren holt die verheiratete Sekretärin zwei weitere Hessenmeistertitel, erringt bei den Deutschen Meisterschaften zwei Podiumsplätze mit den Rängen zwei und drei und wird bei den Luftgewehr-Europameisterschaften in Enschede mit 374 Ringen Elfte. Die Intensivierung der Arbeit mit Trainer Heinrich Hafemeier führt zum Wechsel zur WSG Wiesbaden. Nach den Anfängen in Pfungstadt und Darmstadt, der Leistungssteigerung in Groß-Gerau schließt sie sich einen der erfolgreichsten deutschen Schützenvereine an.
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links: Vorstellung von Elke Becker in der
Deutschen Schützenzeitung
Erklärtes Vorbild ist für Elke Becker die Weltmeisterin von 1970, Margret Murdock, die im von Männern dominierten Schießsport den Sprung ins Olympiateam der USA geschafft hatte. Zielstrebig verfolgt die Groß-Gerauerin ihre internationale Karriere und gewinnt bei den Weltmeisterschaften im schweizerischen Thun zwei Mannschafts-Bronzemedaillen. Im Einzel erreicht sie mit dem Standardgewehr Rang zehn (563 Ringe) und im Luftgewehr-Wettbewerb Rang 17 (368 Ringe). Beim dritten WM-Start 1974 wird sie 23. Mit 589 Ringen im Kleinkaliber-Liegendkampf. Bei einem Wettkampf in Landshut stellt sie mit 383 Ringen einen Deutschen Rekord mit dem Luftgewehr auf und ist 1975 bei den Europameisterschaften in London und Sofia dabei. Drei Hessenmeistertitel und der Standardgewehrsieg mit 571 Ringen bei den Deutschen Meisterschaften runden dieses Jahr ab. Ein Jahr später folgt die EM-Teilnahme in Skopie (Rang 15), bevor Ende September 1977 der Höhepunkt in der sportlichen Laufbahn kommt. Mit 595 Ringen wird Elke Becker Vize-Europameisterin im Kleinkaliber-Liegendkampf. In diesen Jahren dominieren die DDR-Schützinnen in den internationalen Wettbewerben, doch mit der Groß-Gerauerin schafft die Damenmannschaft der Bundesrepublik in Rom die Goldmedaille mit einem Ring Vorsprung gegenüber den Favoritinnen. Als Ziel ihres Engagements hatte Elke Becker in einem persönlichen Steckbrief in der Deutschen Schützenzeitung die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Seoul (Korea) genannt.
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Nach weiteren drei Titelgewinnen bei den Hessenmeisterschaften, zwei sechsten Mannschaftsplätzen bei den Europameisterschaften in Finnland erfüllt sie sich ihr gesetztes Ziel und wird mit dem Standardgewehr in Korea mit 553 Ringen 13. Ihr ehemaliger Pfungstädter Vereinskamerad Oswald Schlipf feiert bei dieser WM in Korea mit dem Gewinn des Luftgewehr-Weltmeistertitels (390 Ringe) seinen größten internationalen Erfolg. Ein Jahr nach den Weltmeisterschaften beendet Elke Becker den Leistungsschießsport mit dem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften, noch einmal mit dem Standardgewehr (573 Ringe).
Abwärts in Groß-Gerau - Aufschwung in Rüsselsheim
Nachdem Elke Becker den Schützenkreis Groß-Gerau in Richtung Wiesbaden verlassen hatte, wurden die Erfolge spärlicher. 1974 schafft die PSG Groß-Gerau als Fünfter noch knapp den Klassenerhalt in der Regionalliga Süd, doch ohne die Leistungsträgerin erfüllt sich ein Jahr später das Abstiegsschiksal in Richtung Gauliga. Während es in Groß-Gerau abwärts geht, machen die Rüsselsheimer Pistolenschützen auf sich aufmerksam. Norbert Lang schafft 1974 die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften mit der Freien Pistole (Rang 45) und die 1862er steigen mit der Mannschaft in die Luftistolen-Gauklasse auf. Für eine Überraschung sorgen auch die Walldorfer Luftpistolenschützen, die den Mannschafts- und Einzeltitel durch Rolf Simon bei den Hessenmeisterschaften gewinnen. Wieder erscheinen für die PSG Groß-Gerau Wurfscheibenschützen bei den nationalen Titelkämpfen. Peter Friedl und Waldemar Schanz erreichen die Plätze 21 und 30 im Trapschießen. Ein Jahr später ist Peter Friedl als 22. einziger Groß-Gerauer DM-Teilnehmer. 1975 steht dafür erstmals Claudia Bernhardt im Blickpunkt. Die Raunheimer Tochter des langjährigen Kreisjugendleiters Erwin Bernhardt wird bei den Hessenmeisterschaften Erste mit dem Luftgewehr und Vizemeisterin mit dem Standardgewehr. Im Aufwind schießen erstmals die Ginsheimer Altrheinschützen, die in den Punktrunden mit dem Luftgewehr und der Luftpistole den Gauligaaufstieg schaffen.
In der Jugendklasse setzt Claudia Bernhardt 1976 ihre Erfolgsserie fort. Erneut wird sie Hessenmeisterin (Standardgewehr) und Vizemeisterin mit dem Luftgewehr. Ein Jahr später gelingt ihr endlich das Double und holt sich in beiden Wettbewerben den Hessenmeistertitel. Bei den Deutschen Meisterschaften belegt sie mit dem Luftgewehr in der Juniorenklasse im Jahr 1978 den 46. Platz.
Der Aufschwung bei den Rüsselsheimer Pistolenschützen wird 1976 mit dem Vizemeistertitel in der Regionalliga Süd (Sportpistole) belohnt. Im gleichen Jahr steigen die 1862er mit der Luftpistole in die Gauklasse auf. Neben Norbert Lang und Günter Blaschke schiebt sich erstmals Walter Rapp für Rüsselsheim in den Vordergrund. Rapp erreicht 1977 mit der Luftpistole bei den Deutschen Meisterschaften den zehnten Rang. Ebenfalls Zehnter wird Günter Blaschke mit der Freien Pistole (543 Ringe), während Norbert Lang mit Platz 37 zufrieden sein muss. Auf Hessenebene feiern die Rüsselsheimer 1978 wie zwei Jahre zuvor drei Vizemeistertitel und bringen erstmals bei den Deutschen Meisterschaften eine Mannschaft an den Start. Günter Blaschke, Willi Dörhöfer und Helmut Meixner belegen mit der Luftpistole den neunten Rang. Blaschke wird im Einzel mit der Freien Pistole 45. (545 Ringe).
Im Wurfscheibenbereich hat sich der Wurftaubenclub Groß-Gerau (WTC) gegründet und die Mitglieder treten die Nachfolge der PSG Groß-Gerau an. Peter Friedl wird 1976 Hessenmeister im Trapschießen und ein Jahr später wiederholt Waldemar Schanz seinen Sieg aus dem Jahr 1971. Doch bei den Deutschen Meisterschaften gelingt weiterhin nicht der große Wurf. Rang 40 durch Rudolf Meyer und nur der 51. Platz von Waldemar Schanz sind die Ausbeute 1977. Ein Jahr später beschränken sich die Erfolge auf einen Hessenmeistertitel durch Ursula Schlösser in der Damenklasse.
Erste Vorderladererfolge für Tell Mörfelden
Zwei Jahre nachdem 1975 die ersten Deutschen Meisterschaften im Vorderladerschießen ausgetragen wurden, erscheint erstmals ein Mörfelder auf der nationalen Ebene. In Stuttgart-Feuerbach belegt Hans-Erwin Lerner mit dem Perkussionsrevolver (89 Ringe) den 24. Platz. Dem ersten Mörfelder Vorderlader-Auftritt folgt ein Jahr später schon der erste Achtungserfolg. Günter Thom schafft als Dritter der Deutschen Meisterschaft mit dem Perkussionsrevolver (94 Ringe) den Sprung aufs Siegerpodest. Mit den Vorderladererfolgen schieben sich weitere Mörfelder Tellschützen in den Blickpunkt. Im Juniorenbereich läßt erstmals Bastian Böhm als Vize-Hessenmeister mit der Freien Pistole aufhorchen und wird 1979 mit der Luftpistole Fünfter bei den Deutschen Meisterschaften. Dem Mörfelder fehlt nur ein Ring zum Sprung in die Medaillenränge. 1978 hatten erstmals mit Lutz Kresse und Heinz Fritzel ihre Visitenkarte mit der Großkaliber-Sportpistole bei den Deutschen Meisterschaften abgegeben. In den Punktrunden hatten die Mörfelder mit der Sportpistole die Gauklasse gewonnen und den Aufstieg mit der Luftpistole geschafft. Erstmals gelang dem Raunheimer Karlheinz Götz als 51. mit der Kleinkaliber-Sportpistole die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften.
1979 sorgt Renate Korsch für eine Überraschung mit ihrem Sieg bei den Wurfscheiben-Hessenmeisterschaften im Trap-Wettbewerb für den WTC Groß-Gerau. Bei den Herren schaffen es Waldemar Schanz und Roland Viering zu den Deutschen Meisterschaften und erreichen die Ränge 38 und 50. Die erste vordere Platzierung für den WTC Groß-Gerau erreicht erst ein Jahr später August Schwantes. Der Senior verpaßt als DM-Vierter mit 118 Treffern nur knapp eine Medaille, nachdem er zuvor wie Ursula Schlösser einen Hessenmeistertitel nach Groß-Gerau geholt hatte. Drei weitere Hessenmeistertitel in den Kreis Groß-Gerau holen 1980 Claudia Bernhardt mit dem Standardgewehr-Juniorenklasse, sowie erstmals für Tell Mörfelden Elke Kynast mit der Kleinkaliber-Sportpistole und Peter Eck mit der Perkussionspistole.
Im Jahr 1980 etablieren sich die Mörfelder Vorderladerschützen in der nationalen Elite. Herausragender Akteur ist Robert Zwilling, der in Pforzheim gleich fünf Starts bei den Deutschen Meisterschaften absolviert. Während Zwilling als beste Platzierung nur Rang 17 mit dem Perkussions-Dienstgewehr, gelingt seinem Tell-Vereinskameraden Lothar Behrend der erste Achtungserfolg. Der spätere Vorderlader-Weltmeister wird mit dem Steinschloßgewehr Vierter und nur ein Ring fehlt dem Mörfelder zum Siegerpodest.
Winnetou-Reflex bei den Vorderladern
Ein kleines Comeback gibt es im Jahr 1981 durch Elke Becker auf nationaler Ebene. Die ehemalige Nationalschützin ist zwischenzeitlich zum SV Kriftel gewechselt und belegt bei den Deutschen Meisterschaften mit den Plätzen vier (591 Ringe im Kleinkaliber-Liegendkampf) und acht (557 Ringe mit dem Standardgewehr) noch einmal vordere Ränge. Im Schützenkreis Groß-Gerau stehen die Vorderladerschützen im Blickpunkt, die bei den Deutschen Meisterschaften in Stuttgart-Feuerbach mit der Fernsehberichterstattung "Winnetoureflex" unzufrieden sind. Neun Starts absolvieren die Kreisaktiven, davon dreimal durch Robert Zwilling, der mit dem Steinschloßgewehr auf Rang 16 seine beste Leistung zeigt. Bei den Hessenmeisterschaften hatte Zwilling mit dem Perkussionsgewehr gewonnen. Peter Eck schafft als Zehnter mit dem Perkussionsrevolver die beste Einzelplatzierung und erstmals geht mit Edgar Ullrich ein Ginsheimer an den Start. Mit dem Perkussionsrevolver wird der Altrheinschütze 98. Rang fünf durch den Wurfscheibenschützen August Schwantes im Trap-Wettbwerb der Senioren für den WTC Groß-Gerau, sowie der sechste Platz durch die Mörfelder Schülerin Andreas Stechbart mit der Luftpistole (319 Ringe) sind die besten Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften in München. In den Punktrunden behaupten sich die Kreisteams in der Regionalliga Süd. Mit der Sportpistole wird Tell Mörfelden Fünfter und AS Ginsheim Dritter. Mit der Luftpistole wird Rüsselsheim Gauklassensieger.
Erstmals qualifiziert sich im Jahr 1982 eine Mannschaft von Tell Mörfelden zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften im Vorderladerschießen. Alfred Simon, Robert Zwilling, Lothar Behrend und Michael Altmann erreichen in Neu-Ulm den 13. Mannschaftsrang mit dem Perkussionsgewehr. Immer mehr in den Vordergrund schiebt sich Lothar Behrend. Rang sieben mit dem Steinschloßgewehr (94 Ringe) und Rang 16 mit dem Perkussionsdienstgewehr (89 Ringe), mit dem Behrend auch Hessenmeister wurde, unterstreichen die Leistungssteigerung des Mörfelders. Neben Lothar Behrend gewannen die Kreisaktiven vier weitere Hessenmeistertitel, davon zwei in der Mannschaftswertung der Altersklasse in den Diszplinen Luftpistole und Wurfscheibe-Trap. Waldemar Schanz und Renate Korsch setzten sich im Trap-Einzel durch, doch bei den Deutschen Meisterschaften blieb es wieder Senior August Schwantes vorbehalten mit 104 Treffern und dem sechsten Rang die beste Platzierung herauszuschießen. Waldemar Schanz reichen 117 Treffer in der Altersklasse zu Platz 14. Italienisch sprechen die Groß-Gerauer Trapschützen in der Schützenklasse. Die WTC-Aktiven Borgo und Torrisi belegen die Plätze 34 und 93.
DM-Medaillen für Stechbart und Alt
Höhepunkte des Jahres 1982 sind die Medaillengewinne durch Andrea Stechbart und Heinz Alt. Die Mörfelder Schülerin verbessert sich gegenüber dem Vorjahr um fast dreißig Ringe und schafft den Vizemeistertitel mit der Luftpistole. Der Haßlocher Heinz Alt überrascht mit 378 Luftpistolenringen in der Altersklasse und holt sich den dritten Einzelrang. Zusammen mit Willi Dörhöfer und Max Helmer wird Heinz Alt für Tell Haßloch Siebter in der Mannschaftswertung. Erste Auftritte schaffen bei den Deutschen Meisterschaften Helene Müller und Ursula Glimpel. Die Ginsheimerin Müller wird mit der Luftpistole in der Damenklasse 27. (359 Ringe) und Ursula Glimpel ist die erste Teilnehmerin aus dem Kreis Groß-Gerau im Bogenschießen. Für den BSC Rüsselsheim erreicht sie mit 1017 Ringen den 58. Rang im Bogen-Fita.
Premiere haben in den Punktrunden die Vorderladerschützen. Zum Auftakt gewinnen die Mörfelder Tellschützen mit dem Perkussionsrevolver in der Landesliga. In der Sportpistolen-Regionalliga Süd werden die Mörfelder hinter Rüsselsheim Fünfter und die 1862er gewinnen die Saison mit der Luftpistole in der Regionalliga Süd, aus der Ginsheim wieder absteigen muss.
Auf die Erfolge bei Hessenmeisterschaften beschränken sich die Kreisschützen im Jahr 1983. Andrea Stechbart wird Titelträgerin mit der Luftpistole und schafft zwei Starts bei den Deutschen Meisterschaften. 340 Ringe reichen der Mörfelderin in der Jugendklasse zu Rang 20 und mit der Sportpistole wird Andrea Stechbart 23. Walter Rapp siegt mit der Freien Pistole in der Altersklasse, feiert aber seine größten Erfolge bei den Deutschen Meisterschaften im Vorderladerschießen. Der Rüsselsheimer wird Achter mit der Steinschloßpistole und Elfter mit dem Perkussionsrevolver. Mit dem Luftgewehr überrascht Oliver Dindorf von Tell Haßloch in der Schülerklasse bei den Hessenmeisterschaften und wird anschließend bei den nationalen Titelkämpfen mit 156 Ringen 46. Die Wurfscheibenschützen des WTC Groß-Gerau präsentierten mit Ute Eisele ihre dritte Hessenmeisterin in der Damenklasse, doch für die Titelkämpfe auf nationaler Ebene qualifiziert sich kein WTC-Akteur. Im Bogenbereich erscheint erstmals Ewald Treber für den BSC Rüsselsheim bei den Deutschen Meisterschaften und wird mit 1100 Ringen 26. Im Bogen-Fita. Helene Müller behauptet sich mit der Luftpistole als 23. bei den Deutschen Meisterschaften für die Ginsheimer Altrheinschützen. Elf Starts absolvieren die Mörfelder Vorderladerschützen bei den Deutschen Meisterschaften, nachdem das Tell-Team mit dem Perkussionsrevolver bei den Hessenmeisterschaften gewonnen hatte. Der vielseitige Robert Zwilling geht allein fünfmal an den Start und schafft mit Rang zehn im Wettbewerb mit der Steinschloßpistole seine beste Platzierung. Udo Kynast wird 21. mit dem Perkussionsrevolver und Michael Altmann 23. mit dem Steinschloßgewehr. Als Tabellenfünfter erhalten die Rüsselsheimer Schützen mit der Luft- und Sportpistole jeweils die Regionalliga Süd, während die Mörfelder in die Sportpistolen-Gauliga absteigen müssen. Mit 17:3 Punkten wird AS Ginsheim Meister der Luftgewehr-Gauliga und mit dem Perkussionsrevolver wird Tell Mörfelden Vizemeister der hessischen Landesklasse.
DM-Gold für Waltraud Kuhn und Lothar Behrend
Dreimal Gold bei den Deutschen Meisterschaften und sieben Siege bei den Hessenmeisterschaften sind die eindrucksvolle Bilanz des Jahres 1984. Den Reigen eröffnen die Rüsselsheimer Bogenschützen, die von ihren Neuzugängen profitieren. Waltraud Kuhn wird Hessenmeisterin im Hallenbogenschießen und wenig später in der Damen-Altersklasse Deutsche Meisterin. Mit 1110 Ringe gewinnt Waltraud Kuhn in Dortmund und wiederholt dieses Kunststück im Sommer. Zunächst wird sie Hessenmeisterin und anschließend im Bogen-Fita mit 1122 Ringen Hessenmeisterin. Ehemann Werner Kuhn wird ebenfalls Hessenmeister im Bogen-Fita und gewinnt zusammen mit Manfred Deboben und Ewald Treber den Mannschaftstitel in der Herren-Altersklasse. Im Hallenwettbewerb setzte sich im Einzel Ewald Treber auf Hessenebene durch und belegt bei den Deutschen Meisterschaften mit 1091 Ringen den sechsten Platz. Werner Kuhn (1088 Ringe, Platz neun) und Manfred Deboben (1045, 40.) runden die gute Vorstellung der Rüsselsheimer in Dortmund ab und belegen im Mannschaftswettbewerb den vierten Rang.
In Stuttgart feiert Lothar Behrend seinen ersten Sieg bei den Deutschen Meisterschaften. Der Mörfelder hatte sich für drei Vorderladerdisziplinen qualifiziert und mit dem Steinschloßgewehr gelang ihm der große Wurf. 96 von 100 möglichen Ringen bedeuteten für den Triebwerksmechaniker den Titel. Mit dem Perkussions-Dienstgewehr hatte Behrend zuvor mit 91 Ringen den neunten Rang belegt. Erstmals qualifizieren sich mit Waldemar Schanz senior und Roland Viering zwei Groß-Gerauer WTC-Schützen für die Deutschen Meisterschaften im Vorderlader-Wurfscheibenschießen. Beide kommen über zehn von 25 möglichen Treffern mit der Perkussionsflinte nicht hinaus und belegen die Ränge 40 und 41.
Die Erfolge bei den hessischen Titelkämpfen runden Robert Zwilling von Tell Mörfelden mit dem Perkussions-Dienstgewehr und Ute Eisele vom WTC Groß-Gerau im Wurfscheiben-Trap mit ihren Siegen ab. Zudem holen Kreisschützen 13 weitere Medaillenränge.
Im Nachwuchsbereich machen erstmals Stefan Bimmel und Waldemar Schanz junior auf sich aufmerksam. In der Schülerklasse schafft der Raunheimer Bimmel mit dem Luftgewehr (178 Ringe) und im Luftgewehr-Dreistellungskampf (281 Ringe) bei den Deutschen Meisterschaften die Ränge sechs und acht. Der 16-jährige Sohn von Waldemar Schanz senior trifft im Wurfscheiben-Trap bei den Deutschen Meisterschaften 172 von 200 Scheiben und wird in der Juniorenklasse Sechster.
Im Pistolenbereich ist Reinhard Peter für Tell Haßloch zweimal bei den Deutschen Meisterschaften dabei. Der Tellschütze wird mit der Kleinkaliber-Sportpistole (569) 67. und belegt mit der Großkaliber-Sportpistole (575) den 33. Platz. Für Tell Mörfelden sind Günter Schöneberger in der Schützenklasse (Platz 123) und Inga Kynast in der Juniorenklasse (Platz 30) mit der Kleinkaliber-Sportpistole. Eine erfolgreiche Premiere gelingt Fritz Klink mit dem Großkalibergewehr auf 300 Meter Entfernung. Mit 540 von 600 möglichen Ringen wird der Groß-Gerauer bei den Deutschen Meisterschaften 22.
In den Punktrunden gelingt den Luftgewehrschützen des ASV Astheim auf Anhieb der Sieg in der Gauliga vor den Ginsheimer Altrheinschützen. Mit der Luftpistole wird 1862 Rüsselsheim Vierter der Regionalliga Süd, muß aber mit der Sportpistole in die Gauliga absteigen. Bei den Vorderlader belegt Tell Mörfelden in der Hessenliga den vierten Rang mit dem Perkussionsrevolver und holt mit dem Perkussionsgewehr die Vizemeisterschaft.
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