Christian Reitz: Rekord durch Disziplin und Trainingsfleiß
Neue Rekordbeteiligung beim 12. Internationalen Juniorenwettkampf in Suhl vom 23. bis 28. Mai 2006
Ausschnitte aus meinem Bericht für die Deutsche Schützenzeitung
Über eine Rekordbeteiligung mit 737 Startern aus 24 Nationen konnte sich Bundesjugendleiter Dirk Eisenberg beim zwölften Internationalen Juniorenwettkampf freuen, der vom 23. bis 28. Mai 2005 im Thüringer Landesleistungszentrum Suhl-Friedberg ausgetragen. „Das ist die größte internationale Juniorenmaßnahme überhaupt", unterstrich Junioren-Bundestrainer Axel Krämer die Bedeutung des Suhler IWK´s, bei dem im Wurfscheibenbereich sich die Teilnehmerzahlen nahezu verdoppelten. „Erstmals sind auch die Italiener dabei." Mit den Erfolgen im Wurfscheibenbereich schoben sich die Italiener auf den dritten Rang im Medaillenspiegel, der wie im Vorjahr von den russischen Nachwuchstalenten mit 21 Gold-, elf Silber- und 16 Bronzemedaillen dominiert wurde. Das 55-köpfige Aufgebot des Deutschen Schützenbundes erreichte 28 Medaillen, davon zehnmal Gold.
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Im Gewehrbereich gingen die Hälfte aller
Teilnehmer an den Start und das deutsche Team holte in den 13 Wettbewerben
insgesamt sieben Goldmedaillen. Sabrina Bär sorgte mit dem Luftgewehr
für die herausragende Leistung. Die 16-jährige Bayreutherin behauptete
ihre knappe Führung aus dem Vorkampf mit einem guten Finale, bei dem sie
fehlerfrei alle Schüsse zwischen 9,6 und 10,7 Ringen absolvierte.
Gemeinsam mit Silva Göbel und Yvonne Jäkel holte Sabrina Bär zudem den
Mannschaftssieg für Deutschland.
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| Nicht so gut lief es für die deutschen
Luftgewehr-Junioren, die in der Mannschaftswertung überraschend von den
Indern geschlagen wurden. Trotz der ungewohnten Kälte auf dem Suhler
Friedberg, gegen die sich die Asiaten mit Pudelmützen und Handschuhen so
gut wie möglich schützten, zeigten die Inder eine kompakte Teamleistung.
Seinen Zwei-Ringe-Vorsprung konnte Fulchand Bangar im Einzel aber nicht
halten. Leidtragende der starken Finalleistungen des Russen Nazar Luginets
und des Italieners Tomasso Leonardi waren auch die Deutschen. Florian
Beier und Daniel Butterweck standen im Finale aussichtsreich auf den
Positionen zwei und drei, fielen dann aber auf die Ränge vier und sechs
zurück.
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Seine Führungsposition nach dem 120-Schuss-Vorkampf konnte Sebastian Hahn mit dem Kleinkalibergewehr und neun Finalschüssen nicht halten. Der 17-jährige Schüler aus Weihenzell leistete sich mit dem letzten Schuss eine 7,7 und die nutzte der Österreicher Michael Podolak, um mit 0,4 Ringen den Deutschen den Sieg zu entreissen. Damit holte Podolak den Sieg für Österreich zurück, nachdem der Vorkampferste Stefan Raser durch ein schwaches 91,2 Finale die Siegchancen nach fünf Schüssen bereits vergeben hatte. In der Teamwertung dominierte Sebastian Hahn zusammen mit Christoph Tolonitz und Daniel Brodmeier eindeutig. Der 19-jährige Tolonitz brachte beim 60-Schuss-Liegendkampf mit dem Kleinkalibergewehr eine komfortable Vier-Ringe-Führung ins Finale mit, doch dann musste der Bad Dürrenberger um den Sieg zittern. Nach vier Finalschüssen hatte der Schwede Magnusson bereits 3,3 Ringe aufgeholt. Tolonitz konterte die Aufholjagd des Schweden mit einer 10,8 beim siebten Schuss und brachte 0,6 Ringe Vorsprung ins Ziel. Den Mannschaftssieg für Deutschland hatten zuvor Alexander Strehle, Daniel Butterweck und Daniel Brodmeier vor den ringgleichen Schweden durch die besseren Schlußserien mit 293:291 gesichert.
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Die neue Rekordleistung durch Christian Reitz mit der Schnellfeuerpistole war das herausragende Ergebnis für die DSB-Auswahl im Pistolenbereich. „Das war eine Spitzenleistung für Junioren", kommentiere Bundestrainerin Bärbel Georgi den Sieg des 19-jährigen aus Löbau. „Seine absolute Disziplin und viel Trainingsfleiß", sind die Gründe für Bärbel Georgi, die die Leistungssteigerung von Christian Reitz bringen. „Er ist jetzt bei der Polizei in Hessen und durch den Wechsel zur SG Dietzenbach trainiert er mit Detlef Glenz jetzt regelmäßig. Das hat sich ausgezahlt." |
Mit 582 von 600 möglichen Ringen ging Christian Reitz in das 20-Schuss-Finale, in dem jeweils drei deutsche und russische Nachwuchstalente um den Sieg kämpften. In der ersten Paarung konnte Sebastian Lotz nicht überzeugen und kam über Rang sechs nicht hinaus. Anschließend lieferte sich Philipp Wagenitz einen spannenden Zweikampf mit dem Russen Ivan Stukachev. Der 18-jährige Wagenitz eröffnete das Finale mit einer glänzenden 51,0 Ringe-Serie, doch der Russe konterte mit 52,0 Ringen. Zwar fielen beide Konkurrenten anschließend mit ihren Serien ab, doch die dritte Paarung tat sich mit diesen Vorgaben zunächst schwer. Christian Reitz hatte den Deutschen Rekord von Philipp Wagenitz um drei Ringe vergessert, begann aber das Finale mit einer mäßigen 47,4 Serie. Es folgten 48,8 Ringe bei fünf Schüssen in vier Sekunden und damit hatte Reitz die Führung an Wagenitz verloren. Der Russe Brayko patzte in der dritten Serie mit einer 7,9 und verlor damit den Anschluss an die beiden Deutschen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Christian Reitz durch eine 48,1 Serie weiter Boden auf Wagenitz verloren. Eine 8,8 zum Auftakt der vierten Serie schien das Aus für Christian Reitz zu sein, doch eine 10,8 und 10,2 mit den letzten beiden Schüssen retteten ihm einen knappen Vorsprung von 1,8 Ringen. Trotz des deutschen Doppelsieges im Einzel holten sich die Russen den Mannschaftssieg knapp mit einem Ring Vorsprung. Durch eine schwache 87er Schlußserie konnte Torsten Fleischmann mit Christian Reitz und Philipp Wagenitz nicht mithalten.
| Freude herrschte bei Bundestrainerin Bärbel Georgi auch über das Abschneiden ihrer Schützlinge beim Wettbewerb mit der Freien Pistole. „Drei Ergebnisse über 540 Ringe, das ist sehr erfreulich." Der 20-jährige Florian Schmidt hatte mit 548 Ringen als Zweiter des Vorkampfes die Bundestrainern positiv überrascht. Im Finale überraschte dann Manuel Heilgenmeier, der sich vom fünften auf den dritten Rang verbesserte. Der 18-jährige Buchenberger schoss sieben Zehner und erst eine 8,4 mit dem vorletzten Finalschuss kosteten ihm den zweiten Rang. |
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„Einfach nur enttäuschend", kommentierte Bärbel Georgi das Abschneiden der Mädchen mit der Kleinkalibersportpistole. Mit der 17-jährigen Vivien Bruss aus Frankfurt/Oder schaffte die Jüngste im Sportpistolen-Team als 13. die beste Platzierung und verfehlte das Finale nur knapp um zwei Ringe. „Es war ein langer Winter, viele haben einfach zu spät angefangen zu trainieren. Die Lehrgänge reichen allein nicht aus", begründete Bärbel Georgi die schwache Form der deutschen Mädchen.
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„Hier müssen wir die Ergebnisse
relativieren", meinte Bundestrainer Axel Krämer zum Abschneiden
seiner Schützlinge im Wurfscheibenbereich, „bei der kalten Witterung
waren es schwierige Bedingungen. Dadurch bin ich mit den Leistungen
zufrieden." Für die deutschen Wurfscheiben-Nachwuchsschützen war
der Suhler Juniorenwettkampf der erste Ranglisten-Wettbewerb für die
Teilnahme an denWeltmeisterschaften und den stärksten Eindruck
hinterließ im Trap-Wettbewerb Katrin Quooß. Die 19-jährige aus
Liebenthal führte nach zwei 25-Scheiben-Durchgängen die Konkurrenz sogar
mit 46 von 50 möglichen Treffern an. Eine 18er Serie und 17 Treffer im
Finale kosteten der Deuschen die Führung und musste sich am Ende mit Rang
vier begnügen. In der Schlussphase ließen die Italienerinnen Alessandra
Perilli und Celeste Pozzi der übrigen Konkurrenz keine Chance mehr.
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Rückläufige Teilnehmerzahlen verzeichneten die Wettbewerbe auf die Laufende Scheibe, bei denen die deutschen Junioren nur einen Sieg landen konnten. Stefan Nitzsche, Jan Busch und Benjamin Risse gewannen den Mixed-Wettbewerb bei den Mannschaften. Der 19-jährige Tscheche Topmas Caknakis und der gleichaltrige Russe Dmitry Romanov, beide mehrfache Welt- und Europameister, bestimmten erwartungsgemäß das Geschehen in den Einzelwettbewerben.
Im Rahmen des Internationalen Juniorenwettkampfes in Suhl wurde das Fnale des RWS/Walther Pistolen-Team-Cup´s ausgetragen. Axel Köhler, Patrick Grub und Patrick Göpferich setzten sich für die KKS Hambrücken gegen die Thüringer Auswahl durch. Die drei Badener trafen in nur 104 Sekunden die 15 Klappscheiben auf 10 Meter Entfernung und ließen damit ihren Thüringer Gegnern (163 Sekunden) keine Siegchance. Das Finale hatte das Trio aus Hambrücken durch einen knappen Halbfinalsieg mit 137:144 Sekunden gegen die Pfälzer Schützenjugend erreicht.