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Five Angels in neuen Welten

Während der Deutschen Meisterschaften im Oberhausen hatte ich Gelegenheit, mir einen der spektakulärsten Ausstellungsorte in Europa anzusehen. Im September 2003 fand im Gasometer in Oberhausen mit Bill Violas "Five Angels for the Millenium", im Rahmen der RuhrTriennale, eine hochkarätige moderne Kunst im Industriegiganten des Ruhrgebiets statt.

Seit seinem Umbau Anfang der 90er Jahre wurden in dem ehemaligen Scheibengasbehälter jährlich große Ausstellungen präsentiert. Bekannt wurde das Gasometer im CentrO von Oberhausen durch die Inszenierung "The Wall" aus 13.000 buntbemalten Ölfässern von Christo und Jeanne-Claude.

Vor der Ausstellung ließen wir uns es nicht nehmen, einen Blick über das Ruhrgebiet von den verschiedenen Aussichtsterrassen des 110 Meter hohen Gasometers zu werfen.

Mit dem Blick ins Innere des Gasometers eröffnete sich eine nahezu sakrale Atmosphäre, die die Besucher in neue Welten führt. Dabei konnten wir uns der Faszination der Arbeiten des US-Künstlers Bill Viola kaum entziehen. Es war eine atemberaubende Video-Arbeit "Five Angels for the Millennium", die in einer monumentalen Größe auf fünf Leinwänden, ergänzt um einen ergreifenden Sound zu sehen war.

Das Hauptmotiv in Violas bisher bedeutendstem Werk ist Wasser. Er beschreibt Grenzsituationen menschlicher Existenzen, es geht um Anfang und Ende, Vergänglichkeit und Wiedergeburt. Die Filmsequenzen sind von einer unmittelbaren Wirkung und elementaren Kraft, die die Betrachter in den Bann zieht.

Es ist kein Ort an dem Träume gezeigt werden, sondern ein Ort an dem Träume entstehen

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