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Vom Meer umgeben, der Süden Finnlands

Sie ist in drei Himmelsrichtungen vom Meer umgeben, hat eine dramatische und spannende Geschichte, die südlichste Stadt Finnlands heißt Hanko und wurde erstmals Ende des 13. Jahrhunderts erwähnt. Der Hauensuoli (oder Hechtdarm) ist ein schmaler Sund vor der südlichen Spitze Finnlands und war von je her für die Seefahrt von großer Bedeutung.

1874 erhielt Hanko die Stadtrechte, nachdem ein Jahr zuvor die Eisenbahn fertiggestellt wurde und der damals einzige Winterhafen Finnlands an Bedeutung gewann. Gleichzeitig begann die Ära als Bade- und Kurort, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein mondänes Villenviertel folgte.

Durch die strategische Lage war Hanko stets Schauplatz vieler Kriege. Schon im 17. Jahrhundert wurde ein Schanzwerk errichtet um an der äußersten Spitze Zoll zu erheben. Hundert Jahre später bauten die Schweden eine Festung und um 1910 übernahm Rußland die Festungen.

Seit Mai 2001 erlebt der Tourismus durch die Reederei Superfast Ferries eine neue Epoche, denn es wurde eine Route zwischen Hanko und Rostock eröffnet. Jetzt ist der Hafen die schnellste Schiffsverbindung zwischen Finnland und dem europäischen Kontinent.

Im August 2003 nutzte ich die Gelegenheit - während der Vorderlader-Europameisterschaften in Halikko bei Salo - mir den Süden Finnlands anzusehen und begann meine Reise in Hanko. Folgen sie mir auf der Touristenroute, an der viele wohlhabende Russen prachtvolle Villen erbaut haben.

Vom schwedischen König Gustav Wasa erhielt das Fischerdorf Ekenäs/Tammisaari im Jahre 1546 die Stadtrechte und ist damit eine der ältesten Finnlands. Eine der schönsten Städte in Finnlands Süden erreichte ich nach 35 Kilometer ostwärts von Hanko auf dem Weg nach Helsinki. Auch diese Kleinstadt ist mit ihrer einzigartigen Lage von Wasser umgeben. Mit dem Schärengebiet nennen die Finnen "die Stadt der 1298 Inseln". Ein Großteil der Einwohner spricht heute noch schwedisch.

Die weiße Stadt an der Ostsee wird Helsinki genannt, deren Geschichte am 12. Juni 1550 begann, als der schwedische König Gustav Wasa den Bau des Hafens und der Stadt veranlaßte. Sie sollte als Konkurrenz zum ehemaligen Reval (heute: Tallinn in Estland) am Delta des Flusses Vantaa in einem vegetationsreichen aber unwegsamen und ständig vom Winde gepeitschten Gebiet entstehen. Die zunächst verschlafene Handelsstadt entwickelte sich mit der Zeit zu einer lebhaften Geschäftsstadt, die durch ihre wirtschaftliche Überlegenheit Turku als neue finnische Hauptstadt ablöste. Anfang des 19. Jahrhunderts zerfiel das schwedische Reich und der Annexion Finnlands durch Rußland folgte die Verlagerung der Hauptstadt in die Nähe von Sankt Petersburg.

Zu den Höhepunkten einer Besichtigung der Stadt gehören die lutherische Kathedrale mit dem Zar Alexander II. Denkmal auf dem Senatsplatz oder auch die Uspenski-Kathedrale am Hafen von Helsinki. Bei einem Rundgang durch die Stadt bietet sich dem Besucher ein weiträumiges architektonisches Freilichtmuseum, nicht zuletzt auch durch den Parlamentspalast. Das architektonische Meisterwerk wurde Ende der zwanziger Jahre erbaut.

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