Garnreiter: Robert, Du bist Gold wert
Erstes Wettkampfwochende der Bogen-Bundesliga Süd in Feucht am 8. November 2003
Ausschnitte aus meinem Bericht für die Deutsche Schützenzeitung
In der Wilhelm-Baum-Halle des Aufsteigers BS Feucht begann am 8. November 2003 die siebte Bundesligasaison der Bogenschützen in der Südliga. 180 Zuschauer und stimmungsvolle Fans der Gastgeber bildeten den Rahmen für einen gelungenen Saisonstart, bei dem das Team der FSG Tacherting überraschend dominierte.
Mit 13:1 Punkten in sieben Begegnungen setzten sich die Tachertinger klar an die Tabellenspitze und Mannschaftsführer Armin Garnreiter strahlte: "Wir haben genial geschossen", so der Olympiateilnehmer von 1984.
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Jetzt lief es rund im FSG-Team und besonderen Anteil daran hatte Robert Blum. Mit Serien zwischen 86 und 88 Ringen entwickelte sich der zwanzigjährige zur entscheidenden Stütze. "Ich habe meine Schulterprobleme überwunden, doch es überrascht mich, dass es so gut läuft", freute sich Blum. Beim knappen 249:248 über Dörsdorf behielt er in der spannenden Schlußphase gegen Karsten Latz die besseren Nerven. Ständig lagen die beiden Teams ringgleich, bevor Robert Blum mit zwei Zehner zum Abschluss den Sieg sicherte. Zum Höhepunkt der Bundesligaveranstaltung entwickelte sich die abschließende Spitzenbegegnung zwischen den verlustpunktfreien Tachertingern und dem amtierenden Meister Welzheim. |
Über 89:88 und 175:174 führte Welzheim das hochklassige Match stets knapp an, doch wieder war es Robert Blum, der in der Schlußphase für Tacherting konterte. Als ihm die Zehn zum 262:262 Ausgleich gelang, riss Armin Garnreiter die Arme in die Höhe: "Robert, Du bist Gold wert."
Vor ihren begeisterten Fans landeten die Feuchter Bogenschützen in eigener Halle vier Siege und schafften als Aufsteiger am ersten Wettkampftag einen unerwarteten dritten Tabellenplatz. "Das hatten wir nicht für möglich gehalten", strahlte Bernd Bachmann, "Wir haben bewußt die Enge in der Halle in Kauf genommen. Die Anfeuerung durch die Fans hat uns bei Laune gehalten." Für gute Laune bei Feucht sorgte ab dem ersten Wettkampf Michael Blättner. Der 41-jährige bayerische Meister erzielte beim Auftaktsieg über Ditzingen optimale 90 Ringe und war in den sieben Begegnungen für Feucht mit 86,6 Ringen im Schnitt der herausragende Akteur.
| Kurzfristig hatten die Gastgeber die 14-jährige Eva Müller für das Bundesligateam nominiert und die Jugend-Nationalschützin erfüllte die Erwartungen. "Sie hat sich im Oberligateam für den Bundesligaeinsatz empfohlen", wußte Bernd Bachmann über die Aufstellung des Nachwuchstalents. Besonders in den Begegnungen bei denen Feucht´s David Jendro mit 79 und 73 Ringen Schwächen zeigte, steigerte sich die junge Eva Müller und rettete zusammen mit Michael Blättner die abschließenden Erfolge gegen Rehau und Dörsdorf. |
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Im Vorjahr erwischten die Freiburger
Schützen einen optimalen Saisonstart und legten die Grundlage zum Einzug
ins Finale als Tabellenzweiter der Südliga. In diesem Jahr muß der
Vorjahresaufsteiger auf Johannes Knabel verzichten, der von Wolfram
Buegger nicht voll ersetzt werden kann. Das Auftaktmatch gegen Dörsdorf
verpatzten die Freiburger mit 247:255 Ringen und Martin Cornils haderte:
"Immer gegen die Saarländer." Doch die Breisgauer steigerten
sich geschlossen in den nächsten Begegnungen.
Buegger, Cornils und Viktor Popov siegten dreimal in Serie, bevor der Freiburger Aufschwung von Welzheim mit 247:253 Ringen gestoppt wurde.
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Mit Axel Ewen, Klaus Seckler und Karsten Latz gingen die Dörsdorfer Schützen in Bestbesetzung in allen sieben Begegnungen an die Schießlinie und hielten mit vier Siegen Anschluss zu den ersten vier Tabellenplätzen. Dabei profitierten die Saarländer auch von der Nervosität ihrer Konkurrenten. Beim 248:247 über Seebronn schien der Aufsteiger auf der Siegerstraße, da unterlief Siegbert Diebold mit dem letzten Pfeil eine Sieben.
| "Wir müssen uns erst
einfinden", meinte Seebronn´s Mannschaftsführerin Manuela
Kaltenmark, "Wir haben geschossen, was wir können und mit etwas mehr
Glück hätten wir sechs Punkte holen können." Den einzigen Sieg
schaffte Seebronn im letzten Match des Tages gegen Rehau mit 246:241
Ringen. Nach zuvor sechs Niederlage in Serie zeigten Diebold, Kaltenmark
und Eckhardt Deuble eine ausgeglichene Teamleistung und verdienten sich
damit die beiden ersten Bundesligapunkte.
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Mit dem Überraschungserfolg zum Auftakt über Welzheim unterstrichen die Rehauer ihre Zielsetzung auf den vierten Platz. Doch nach dem glänzenden Start lief nichts mehr für Matthias Bayer, Timo Tietenberg und Martin Moser. Auch die Einwechslung von Tina Lauterbach brachte in der Schlußphase keine Wende mehr und Trainer Helmut Ring resümierte: "Nach dem Sieg über Welzheim waren wir total übermotiviert, da ist nichts mehr gegangen."
Nach dem Abstieg im Jahr 2002 visieren die Bogenschützen des FSG Kempten den Wiederaufstieg zur ersten Liga an. Das Team um Sabine Gutsell erwischte in der zweiten Bundesliga Süd in Feucht einen guten Start und führt nach sechs Siegen in sieben Begegnungen die Tabelle an. Die 36-jährige war mit einem Durchschnittsresultat von 85,6 Leistungsträgerin im Team, das in der letzten Begegnung die bis dahin führenden Boxdorfer mit 247:241 Ringen verdrängte. Bei den Nürnbergern brachte Vereinschef Oskar Seel neben den bundesligaerfahrenen Christian Mahlein und Ricarda Ortner in den ersten sechs Begegnungen Neuzugang Angela Huber. Die Einwechslung von Michael Blechschmidt zahlte sich für Boxdorf nicht aus. Der 20-jährige war mit 72 Ringen beim entscheidenden Match gegen Kempten schwächster Akteur im Team.
Einen Fehlstart erlebte Bundesligaabsteiger PSV Reutlingen, der mit Markus Bleher, Daniel Boden und Felix Rauscher drei bundesligaerfahrene Akteure aufbot, aber nur dreimal siegreich von der Linie ging. Als dem eingewechselten Andreas Lorenz zwei 84er Serien gelangen, schafften die Reutlinger ihre Erfolge über Hüffenhardt und der Welzheimer Erstligareserve.
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