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Flieg, kleiner weißer Ball, flieg !!!

Das hätte ich mir nicht träumen lassen und dann blieb auch noch der angekündigte Gewitterregen aus. Nie in meinem Leben hätte ich vermutet, dass ich mir einmal Gedanken über "Chippen" oder "putten" machen würde. Klar, als vor mehr als zwanzig Jahren das Golfspielen durch einen gewissen Bernhard Langer in Deutschland seine Blüte entwickelte, da ging auch an mir ein "Birdie" oder "Bogey" nicht vorbei und seit dem Kevin-Kostner-Film "Tin-Cup" weiß ich auch, was ein "Hole in one" ist. Doch damit sollte es in meinem Leben genug sein, wenn es zum Thema "Golf" kam.....und jetzt das: Mit meinen Arbeitskollegen des Firmenkundencenters bin ich zum einem "Golfschnuppern" verabredet. Was soll man da eigentlich schnuppern - vielleicht die bessere Luft auf den Golfplatz ?

Gut, vielleicht regnet es ja......

Meine Hoffnungen bekamen einen herben Dämpfer, denn am frühen Morgen begrüßte mich ein blauer Himmel - zum Glück hatte ich meine Kollegin Liane davon überzeugt, nicht - wie von mir vorher großmäulig angekündigt - mit dem Fahrrad zum Golfplatz zu fahren. Also mit dem Auto nach Worfelden. Gleich 17 Kollegen unserer Abteilung hatten ihr Kommen angekündigt und vier von denen waren schon eine halbe Stunde früher da. Dieses Quartett hat die "Platzreife" und spielte eine kleine Neun-Loch-Runde, während die "Greenhorns" sich auf der "Driving Range" mit dem Schnuppern versuchen sollten.

Mit Liane war ich natürlich rechtzeitig da, als unser "Profiquartett" seine Runde am ersten Abschlag begann. Da wollte ich mir aus fotografischen Gründen nicht entgehen lassen und siehe da....

.....das sah bei Karl-Norbert und Patrick schon gut aus.....

.....und bei den Frauen durfte der kleine weiße Ball auch richtig weit fliegen.....

Das Quartett verließ den Abschlagplatz, entschwand in Richtung seiner Golfbälle und ich blieb mit Liane etwas nachdenklich zurück. "Habe ich Rücken?", könnte doch sein wie bei Horst Schlämmer ....

....naja, warten wir es mal ab. Es war ja noch etwas Zeit und die anderen "Golf-Greenhorns" hatten die gleichen Probleme wie ich zu lösen. So nach und nach trafen die übrigen Kollegen ein und zum Schluss - wer hätte es anders erwartet - setzte Roger den Höhepunkt. Ganz stilecht, mit eigenem "Golfbag" zelebrierte er seinen ersten Auftritt.

Echt cool, unser Roger und wir waren jetzt komplett. Das Unvermeidliche begann mit Liane, die uns für die nächsten zweieinhalb Stunden zwei Golflehrer vorstellte. Das war jetzt wie im Skikurs - damals vor mehr als dreißig Jahren - ein Engländer mit österreichischen Akzent (!!!) und ein Marokkaner nahmen es auf sich, die 13 Sparkassenkollegen die ersten Golfschläge beizubringen. Zunächst wurden zwei Gruppen gebildet, die wenige Minuten später wieder geändert wurden. Ich landete in einer reinen Männergruppe und unser österreichisch sprechende Engländer nahm uns mit auf die "Driving Range" - aber ganz weit weg von den übrigen Golfern auf den "Abschlag Ost", fast in der Nähe der Startbahn West des Frankfurter Flughafens (konnte man bei den zweiminütig starteten Flugzeugen vermuten). War aber wohl ehrer ein Sicherheitsaspekt, denn bei den weitgehend übermotivierten "Greenhorns" konnte schon mal ein Abschlag nach hinten los gehen. Aber zunächst wurden die Golfschläger verteilt. Komische Dinger, meins heißt "Eisen neun" und ist für Linkshänder - weil ich einer bin. Die anderen Kollegen hatten auch "Eisen neun", aber für Rechtshänder. Gut, die Golfschläger sollen nach Körpergröße etc. angepasst werden - wir haben einfach welche bekommen - keine Ahnung ob mein Schlaggerät für Ansprechhaltung, Schwungebene oder -winkel das richtige war - sagen wir mal nein! Die richtige Handhaltung haben wir dann ausgiebig geübt und unser österreichische Engländer hatte dann ein Einsehen "versucht mal die ersten Bälle zu schlagen"

Lesen Sie weiter im Teil 2