Silbermedaille mit Michael-Wetter
Europameisterschaften Bogen-Fita in Athen vom 12. bis 16. September 2006
Ausschnitte meines Berichtes für die Deutsche Schützenzeitung
Der Streik der Sportler zum Auftakt der Titelkämpfe war das Novum der 20. Europameisterschaften im Fita-Bogenschießen, die vom 12. bis 16. September 2006 im olympischen Reiterstadion von 2004 in Markopolou, 40 Kilometer außerhalb der griechischen Hauptstadt Athen, ausgetragen wurden. Streikgrund waren die frühen Startzeiten, für die fast alle Aktive schon in der Nacht aufstehen mussten, um vom 25 Kilometer entfernten Glyfada rechtzeitig die Sportstätte zu erreichen. Die Organisatoren änderten daraufhin die Startzeiten, doch gegen die heftigen Sturmböen die zeitweise mit bis zu acht Windstärken durch das Stadion fegten, konnten auch die kreativen griechischen Veranstalter nichts machen. „Das war schon krass", kommentierte Bundestrainer Martin Frederick den in Griechenland in dieser Jahreszeit häufig auftretenden Wind, „es waren extreme Bedingungen und die gingen vom ersten bis zum letzten Tag. Soviel Wind hatten wir noch nie, das hat mürbe gemacht." Compoundtrainer Falk Thiele wirkte richtig verärgert: „Wie kann man hier einen Wettkampf austragen. Hier werden keine Leistungen wieder gespiegelt. Das ist eine Lotterie und es gewinnt der Glückliche." Zu den Glücklichen im Markopolou-Stadion gehörte Michael Frankenberg. Mit dem Gewinn der Silbermedaille im Recurvebogen-Einzelwettbewerb beendete der 28-jährige eine 32-jährige deutsche Erfolglosigkeit und schaffte nach dem Sieg des Münchners Rudolf Schiffl im Jahr 1974 wieder den Sprung auf das Siegerpodest. Mit dem Vizemeistertitel von Frankenberg und den fünften Einzelrängen durch Christian Weiss und Veronika Haidn-Tchalova zeigte sich Bundestrainer Frederick im olympischen Bogenbereich sehr zufrieden. „Wir haben gezeigt, dass wir international konkurrenzfähig sind. Im Hinblick auf die Weltmeisterschaften 2007 und Olympia 2008 sind wir auf dem richtigen Weg."
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Bei der Männer-Siegerehrung im Recuvebereich standen Sportler auf dem Podest, mit denen zu Beginn der Titelkämpfe keiner gerechnet hätte. Nur der im Finale siegreiche Schwede Magnus Petersson hatte vor zwei Jahren als Vierter aufhorchen lassen. Bei den Europameisterschaften in Brüssel war Michael Frankenberg als 60. weit abgeschlagen und der drittplatzierte Pole Piotr Piatek hatte 2004 den 23. Rang belegt. Auf der Markopolou-Anlage schossen sich in den Finalrunden Bogenschützen in den Vordergrund, die nach der 72-Pfeile-Vorrunde nicht unter den besten Zehn platziert waren. Diesem überraschenden Ausgang ging ein Desaster der italienischen Favoriten voraus. Weder der Olympiasieger von Athen 2004, Marco Galiazzo, noch die mehrfachen Welt- und Europameister Michele Frangilli und Ilario Di Buo konnten sich in Szene setzen und mussten mit den Rängen 17,18 und 54 eine bittere Niederlage hinnehmen. Dabei hatte Michele Frangilli in der Männerklasse in der Vorrunde als Einziger die 600-Ringe Marke übertroffen. Zwei Jahre zuvor hatten die besten Recurveschützen über 60 Ringe mehr erzielt. Der Europameister von 2002 eröffnete das italienische Fiasko als Vorrundensieger und einer 94:103 Auftaktniederlage in der Finalrunde gegen den Weißrussen Vitorski. Danach schied Marco Galiazzo gegen den Norweger Nesteng mit 102:110 aus und als letzter Italiener scheiterte Ilario Di Buo am deutschen Nachwuchstalent Christian Weiss.
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Der 18-jährige deutsche Junioren-Weltmeister von 2004 stand zu diesem Zeitpunkt im Blickpunkt des Geschehens, nicht nur wegen seines stimmungsvollen internationalen weiblichen Anhang. „Go Christian, go", tönte es von den Zuschauerrängen und Weiss wirkte stimuliert von der Anfeuerung. Von Rang 29 der Vorrunde aus besiegte er zunächst in der Finalrunde den Türken Bahardir Agdere mit 99:93 und dann wartete mit Ilario Di Buo eine scheinbar unüberwindliche Hürde. Der 40-jährige zweifache Olympiateilnehmer und Mitglied der italienischen Silbermedaillenmannschaft von Sydney 2000 hatte seit 1990 dreimal den Vizemeistertitel bei Europameisterschaften gewonnen. „Der ist so eine Art Endgegner", meinte Christian Weiss, doch der junge Deutsche hielt nach sechs Pfeilen mit 50:50 gleichauf mit. Die zweite Sechs-Pfeile-Runde absolvierte Weiss mit sechs Neuner fehlerlos und es reichte, um Di Buo mit 104:103 aus dem Rennen zu werfen. „Das ich ihn schlage, habe ich nicht erwartet", so der Deutsche und Bundestrainer Frederick war begeistert: „Wenn man so einen alten Haudegen rauswirft, ist das gut für das Selbstbewusstsein. Christian ist kämpferisch rangegangen und hat schnell geschossen." Völlig unspektakulär erreichte dagegen Michael Frankenberg das Viertelfinale. Von Rang 17 des Vorkampfes erwartete den Norddeutschen die erste schwierige Aufgabe im Achtelfinale gegen den Franzosen Germain Beauge. Frankenberg setzte sich mit 100:98 Ringen durch und stand in der Runde der letzten Acht. Dort wartete Wietse van Alten und der Holländer machte bei der zweiten Drei-Pfeile-Passe den entscheidenden Fehler. Eine Zwei auf 70 Meter Entfernung bei nur zwölf Finalschüssen konnte van Alten nicht mehr aufholen und Michael Frankenberg erreichte mit 99:94 Ringen das Halbfinale. „So viel habe ich noch nie erreicht", freute sich der Hagener, der zwei Jahre nach seiner Teilnahme in Athen „hier nichts mehr von Olympia spürte." Michael Frankenberg, der seit zwölf Jahren dem Nationalkader angehört, begründet seine gute Form damit: „Ich habe einen gewissen Abstand zum Druck gefunden. Im Nationalteam habe ich viele kommen und gehen gesehen. Ich bin geblieben und mache auf jeden Fall weiter bis Peking 2008. Olympia 2004 hat mich motiviert." Bundestrainer Martin Frederick wusste dagegen die besondere Stärke von Frankenberg einzuschätzen: „Das hier ist Michael-Wetter und mit ihm muss man immer rechnen."
Während Michael Frankenberg vom Fehler seines Gegners profitierte unterlief Christian Weiss im Viertelfinale gegen den Polen Piatek ein eigenes Missgeschick: „Ich habe falsch geschossen.", begründete er seine Sechs und Sieben in der zweiten Drei-Pfeile-Passé, mit der er seine 28:26 Führung abgab. „Ich habe zu lange gewartet und als der Wind stark wurde, musste ich schießen." Der Pole ließ sich seine Führung bei den restlichen sechs Pfeilen nicht mehr nehmen und warf den Deutschen zur Enttäuschung seiner weiblicher Fans mit 97:99 aus dem Rennen. Mit dem Einzug in die Medaillenrunde der besten Vier hatte Michael Frankenberg bereits alle Erwartungen übertroffen. Er krönte seinen Auftritt am späten Abend, als er mit 100:95 gegen den Polen Piatek ins Goldfinale einzog. Die frühe 26:22 Führung hatte nach drei Pfeilen die Vorentscheidung für Michael Frankenberg gebracht.
Im Finale traf Frankenberg auf den Schweden Magnus Petersson, der sich zuvor knapp mit 97:96 gegen den Spanier Morillo durchgesetzt hatte. Daniele Morillo war es vorher gelungen, den dreifachen russischen Europameister Tsyrempilov mit 102:95 auszuschalten. Der Schwede Petersson begann das Finale mit einer Sieben und Frankenberg ging mit einer Acht in Führung. Es sollte die einzige Führung für den Deutschen gewesen sein. „Ich habe zu zaghaft begonnen", erklärte er nach der 94:99 Niederlage. Beim Stand von 74:66 für den Schweden änderte Frankenberg bei den letzten Pfeilen seine Taktik. „Da habe ich mutiger geschossen, doch es war zu spät." Frankenberg holte mit einer Neun und einer Zehn vier Ringe auf, doch Magnus Petersson rettete seinen Sieg mit einer abschließenden Neun.
Die Weißrussen beendeten die Medaillenhoffnungen der drei Deutschen im Mannschaftswettbewerb. Michael Frankenberg, Christian Weiss und Peter Sach gingen von Rang sieben der Vorrunde ins Finale und besiegten zunächst die Polen mit 188:184 Ringen. Doch die Überraschungsmannschaft der Europameisterschaften nahm mit 197:182 die deutsche Hürde und gewann nach zwei weiteren Siegen und einem dramatischen Finale gegen Spanien mit 193:191 die Goldmedaille. Beide Finalisten hatten vor zwei Jahre nur den zwölften Platz belegt. Titelverteidiger Holland schied in der ersten Finalrunde gegen die Briten 184:185 Ringen aus und die großen Favoriten aus Italien holten sich zumindest noch die Bronzemedaille. Nach der 195:199 Niederlage gegen Spanien kehrte beim Europameister von 1998 mit der starken Leistung beim 206:203 gegen Großbritannien das Lächeln in die Gesichter von Frangilli, Di Buo und Galiazzo zurück.
Den starken Auftritt der Männer belohnte Bundestrainer Martin Frederick mit der Teilnahme von Christian Weiss am Weltcup in Shangai, bei dem Michael Frankenberg aus beruflichen Gründen nicht dabei sein kann. „Auf ihn zähle ich", meint Frederick über den 18-jährigen Weiss, lobte aber auch den Auftritt des gesamten Recurveteams: „Jetzt gehören fünf Männer zum Topteam, im Vorjahr hatten wir nur drei im Kader. Daraus kann die Mannschaft Selbstvertrauen schöpfen."
Mit dem vierten Mannschaftsrang gehören auch die Frauen dem DSB-Topteam an. „Jetzt ist noch Lisa Unruh dazu gekommen", so Martin Frederick nach der guten Vorstellung, die nur knapp an einer Medaille vorbei ging.
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Mit der 30-jährigen Veronika Haidn-Tchalova, die als „Frontfrau" zusammen mit der 18-jährigen Lisa Unruh und der 20-jährigen Karina Winter an den Start ging, belegte das deutsche Damentrio den dritten Rang im Vorkampf und schienen an die erfolgreichen Zeiten der Jahre 1994 bis 2000 anzuknüpfen. Neben dem Titelgewinn 1998 holten deutsche Frauenmannschaften 1994 und 2000 zweimal den Vizemeistertitel. Zunächst hatten die drei Deutschen mit Lettland (186:169) eine leichte Aufgabe zu lösen und trafen danach auf die Italienerinnen, die zuletzt 1996 Europameisterinnen waren und vor zwei Jahren Mannschaftssilber gewannen. Doch das neuformierte italienische Team war den Deutschen in keiner Phase gewachsen und verlor hoch mit 161:178 Ringen.
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Doch dann warteten die Titelverteidigerinnen aus der Ukraine mit der attraktiven und bei den Fotografen begehrten Tetyana Berezhna. Mit 195:189 für die Ukraine nahm das Match den erwarteten Verlauf und das deutsche Trio traf im kleinen Finale auf die Polinnen, die gegen die Britinnen mit 182:186 Ringen im Halbfinale ausgeschieden waren. Im Kampf um Bronze fiel die Vorentscheidung durch eine frühe Drei von Veronika Haidn-Tchalova, die die Polinnen zu einem 102:94 Vorsprung nutzten. Als in der Schlussphase sich die Chance zum Aufholen auftat, vergaben die deutschen Frauen durch drei Schüsse ihre letzte Möglichkeit zum Gewinn der Bronzemedaille. Einer Fünf von Lisa Unruh folgte eine Sieben von Haidn-Tchalove und danach traf Karina Winter wieder nur eine Fünf. Mit 187:201 war der Kampf um Bronze verloren. Die erfolgreiche Titelverteidigung vergab das Team aus der Ukraine überraschend mit 194:195 gegen die Britinnen. Vor zwei Jahren nur auf Rang sieben gewann Großbritannien erstmals den Mannschafts-Europameistertitel bei den Frauen.
Im Einzelwettbewerb hatte die Britin Alison Willilamson als einzige Frau im Vorkampf die 600-Ringe Marke übertroffen, doch die Vize-Europameisterin von 2004 scheiterte überraschend im Achtelfinale an der Russin Tatiana Borodai. Damit schien der Weg frei zum Sieg von Tetyana Berezhna, doch die Vorkampfzweite aus der Ukraine verlor das Duell mit der Weißrussin Zhanna Svistun mit 102:106. Das Achtelfinale war auch für Lisa Unruh Endstation. Die Berlinerin verlor gegen die Britin Naomi Folkard mit 99:105 Ringen, nachdem sie zuvor noch mit 107:104 gegen die Spanierin Foulon einen glänzenden Sieg geschafft hatte. Karina Winter hatte im Finale zunächst die Griechin Anita-Avi Atla mit 100:94 besiegt, doch danach war die Russin Tatiana Bordodai mit 99:106 Ringen eine unüberwindliche Hürde. Damit lagen die deutschen Hoffnungen auf Veronika Hadin-Tchalova, die nach einem guten achten Vorkampfrang zunächst Elena Mousikou aus Zypern mit 99:88 und danach Lora Malvinuk aus Israel mit 108:100 besiegt hatte. Nach dem 105:101 über die Dänin Louise Laursen hatte die 30-jährige vom FSG Tacherting die Runde der besten Acht erreicht. „Sie hinterlässt hier eine sehr gute Figur", lobte Bundestrainer Frederick den Auftritt der Deggendorferin. Die frischgebackene Deutsche Meisterin hatte damit ihr gesetztes Ziel bereits erreicht, doch den Einzug in die Runde der besten Vier verpasste die ehemalige russische Meisterin denkbar knapp. Gegen Tatiana Borodai ging Veronika Haidn-Tchalova mit 28:27 in Führung, doch zu mehr reichte es nicht. Am Ende hatte Borodai mit 111:110 das glückliche Ende für sich und die Vorkampf 17. schaffte den Einzug ins Goldfinale, das die Spanierin Almudena Gallardo mit 101:99 Ringen gewann.
Alles andere als begeistert war Compoundtrainer Falk Thiele: „Ich hatte noch nie so wenig Mittel zur Verfügung, wie in diesem Jahr", haderte der mit Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt, „wir hatten nur einen Vorbereitungswettkampf." Dazu kam Thiele´s Ärger über die Bedingungen im Markopolou-Reiterstadion: „Bei diesem Wind ist es schwierig die Mitte zu treffen. So eine Situation findet man nirgendwo anders vor. Wann schießen Weltmeister schon mal Fahrkarten."
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Dennoch feierte Falk Thiele mit dem Männerteam im Compoundbogenbereich einen der größten Erfolge. Vor zwei Jahren bei den Europameisterschaften in Brüssel nur auf Rang elf schafften es Stefan Griem, Thomas Hasenfuß und Paul Titscher erstmals eine Medaille für Deutschland im Mannschaftswettbewerb zu gewinnen. „Heute war sicher ein guter Teil Wut aus dem Einzelwettbewerb dabei." Mit dem Gewinn der Bronzemedaille ließen die drei Deutschen die zuletzt siegreichen Teams aus Holland (2002) und Frankreich (2004) auf den Plätzen vier und fünf hinter sich. Den Weg zur Bronzemedaille begannen die Deutschen mit Rang drei in der Vorrunde und dem 199:197 Auftaktsieg in der Finalrunde gegen Russland. Danach nahm das deutsche Compoundteam die Hürde gegen Spanien mit 204:197 Ringen, bevor die Schweden den Einzug ins Goldfinale mit 192:208 verhinderten. Das neuformierte Compoundteam aus Kroatien überraschte die Favoriten aus den Niederlanden und gaben sich erst im Finale gegen die Schweden mit 206:216 Ringen geschlagen. Nach dem enttäuschenden Rang neun vor zwei Jahren schafften es die Schweden um den legendären Morgan Lundin nach 1994 wieder den Europameistertitel zu gewinnen. Den Weg zur ersten deutschen Medaille ebneten die Holländer im kleinen Finale durch einen schwachen Start. Das deutsche Trio führte schnell mit 27:22 und zog nach zwölf Pfeilen auf 109:102 davon. Jetzt kam die stärkste Phase von Stefan Griem, Thomas Hasenfuß und Paul Titscher. Mit 59 von 60 möglichen Ringen bei der dritten Sechs-Pfeile-Passé sorgten sie für die endgültige Entscheidung und freuten sich zusammen mit ihrem Trainer über den unerwartet klaren 222:208 Sieg. „Endlich war es relativ windstill", begründete Falk Thiele die starke Leistung seiner Mannschaft, „und bis zum letzten Tag war das Team hoch motiviert." Die Bronzemedaille machte den ansonsten mäßigen Auftritt der deutschen Compoundschützen wett. „Wir konnten unsere Leistung nicht so darstellen wie wir wollten", zog Thiele sein Fazit nach dem Einzelwettbewerb, bei dem Stefan Griem als bester Deutscher den 17. Rang belegte. Dabei hatte es für den 37-jährigen Berliner mit Rang zehn in der Vorrunde und dem 106:101 Auftaktsieg in der Finalrunde gegen den Slowaken Robert Janak gut begonnen. Endstation für Griem war dann der Italiener Mazzi in der zweiten Runde mit 113:115 Ringen. In der gleichen Runde scheiterte Paul Titscher, der nach einer guten Vorrunde als Neunter mit 113:111 gegen den Briten Jonathan Mynott in die Finalrunde gestartet war. Doch der Slowene Iztok Fink beendete mit 112:114 den Auftritt des 19-jährigen Schülers aus Glindow. Pech hatte Thomas Hasenfuß bei seiner ersten Europameisterschaft, die im Einzelwettbewerb durch eine Niederlage im Shoot-Off gegen den späteren Vizemeister Stephane Dardenne mit 9:10 endete. Bis zum 111:111 Remis hatte der Deutsche Meister von 2004 mit dem Franzosen mithalten können. Wie bei den Hallen-Europameisterschaften im spanischen Jaen wurde das Finale in Markopolou eine rein französische Angelegenheit.
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Sebastien Brasseur bestätigte als einer
der wenigen Aktiven seine gute Vorrundenplatzierung. Nach Rang zwei im
Vorkampf und fünf Siegen in der Finalrunde gewann Brasseur die
Goldmedaille gegen Dardenne mit 111:109 Ringen .Zu den Verlierern gehörte
neben dem schwedischen Vorkampfbesten Martin Damsbo, der in der ersten
Finalrunde gegen den Ungarn Janos Szedlar ausschied, auch der
holländische Titelverteidiger Peter Elzinga, der nach der Niederlage
gegen den späteren Dritten Jose Duo nur den 15. Rang belegte.
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| Die Ehre des italienischen Teams retteten die Frauen im Compoundbereich mit dem Gewinn der Goldmedaille im Finale gegen Russland mit 207:204 Ringen. Damit beendeten die Italienerinnen eine achtjährige medaillenlose Leidenszeit, nachdem in den vergangenen Jahren die Mannschaften aus Russland und Frankreich das Geschehen mit dem Compoundbogen bei den Frauen bestimmt hatten. Das deutsche Trio mit Dorith Landesfeind, Sabrina Jagemann und Andrea Weihe konnte den dritten Rang des Jahres 2004 nicht verteidigen. Im Viertelfinale kam das deutsche Aus mit 197:202 Ringen gegen die Niederlande. Bei den Europameisterschaften 2004 hatte Andrea Weihe im Einzelwettbewerb den fünften Rang belegt, doch zwei Jahre später reichte es für die 30-jährige Bilanzbuchhalterin aus Saalfeld nur zum 21. Rang. Nach dem Auftaktsieg mit 106:105 in der Finalrunde gegen die Griechin Vasiliki Spithouraki kam das Aus gegen die Russin Gontcharova mit 103:108 Ringen. Zur gleichen Zeit scheiterte Dorith Landesfeind an der Kroatin Buden mit 105:107 Ringen, nachdem die 43-jährige im Vorkampf einen guten neunten Rang belegt hatte. Die internationale Premiere von Sabrina Jagemann endete in der ersten Finalrunde mit 108:111 Ringen gegen die Spanierin Julia Benito. |
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Ihren Sieg bei den Hallenmeisterschaften
im spanischen Jaen wiederholte Camilla Soemod. Die Dänin besiegte im
Finale die Finnin Anne Laurila mit 104:103 Ringen, während die
französische Titelverteidigerin Valerie Fabre durch die
Erstrundenniederlage gegen die Norwegerin June Svensen nur auf den 24.
Platz kam.
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An den von der Öffentlichkeit, durch die Abgelegenheit der olympischen Reitsportanlage, weitgehend unbeachteten Titelkämpfe beteiligten sich 272 Sportler aus 39 Nationen. Mit zwei Goldmedaillen führen die Schweden den Medaillenspiegel an, gefolgt von den Franzosen. Frankreich gewann vier Medaillen, davon einmal Gold. Mit einer Silber- und einer Bronzemedaille kam das deutsche Team auf Rang neun in der Medaillenwertung.