Schanz überrrascht die Vorderladerelite
6. Deutschland-Cup der Vorderladerschützen in Ludwigshafen
Am Sonntag, 7. Oktober 2001, war ich zu einem Kurzbesuch beim Deutschland-Cup der Vorderladerschützen. Einige Auszüge aus meiner Berichterstattung in den Medien des Kreises Groß-Gerau und verschiedene Bilder finden Sie auf dieser Seite:
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Der "Deutschland-Cup" bildet alljährlich den Saisonabschluß für die Vorderladerschützen aus den 18 Landesverbänden des Deutschen Schützenbundes. Auch die sechste Auflage in Ludwigshafen sollte zu einer Kür der Nationalschützen werden, doch in einigen Wettbewerben kam es dennoch zu faustdicken Überraschungen. Dazu gehörte der Sieg des Mörfelders Waldemar Schanz senior im Team des Hessischen Schützenverbandes im Wurfscheibenwettbewerb mit der Perkussionsflinte. Der 66-jährige Mörfelder rundete nach dem sechsten Rang bei den Deutschen Meisterschaften sein erfolgreiches Vorderladerjahr mit dem Einzel- und Mannschaftssieg zusammen mit dem Erbacher Gerhard Lang ab. Im Vorjahr hatte erwartungsgemäß Werner Pahl aus dem norddeutschen Börgermoor dominiert, doch in diesem Jahr wurde der Weltmeister von 1996 sichtlich überrascht. Nach 50 Schüssen hatte Pahl ebenso viele Treffer wie Waldemar Schanz erzielt. |
Der Mörfelder hatte nur acht Wurfscheiben verfehlt und behielt im anschließenden Shoot-Off um den Sieg die besseren Nerven. Der favorisierte Pahl verfehlte die erste Scheibe und Schanz nutzte sofort seine Chance. Damit hatte der Mörfelder den größten Anteil daran, dass das Team des Hessischen Schützenverbandes unter den 13 gestarteten Auswahlmannschaften einen achtbaren dritten Rang erreichte.
| Neben Schanz gingen fünf weitere Aktive aus dem Kreis Groß-Gerau im Hessenteam an den Start., dass nur um zwei Ringe den zweiten Platz hinter Bayern und der Pfalz verpaßte. Nicht seine gewohnte Topleistung brachte der gesundheitlich geschwächte Walter Massing. Der Ginsheimer blieb als 15. mit dem Perkussionsgewehr ebenso hinter den Erwartungen, wie als Zwölfter mit dem Steinschloßgewehr. Besser lief es für seine Teamkameraden Andreas Dindorf und Gerhard Heger. Der Haßlocher Dindorf überraschte mit den Rängen sechs und sieben in den beiden Gewehrdisziplinen und ergänzte seine gute Vorstellung als vielseitiger Schütze mit Rang elf im Wettbewerb mit dem Perkussionsrevolver. Damit unterstrich Dindorf seine Ambitionen auf einen Sprung ins Team der Nationalmannschaft. Achtbar schlug sich der Rüsselsheimer Heger im Wettbewerb Perkussions-Dienstgewehr. Der 1862er übertraf im 15-Schuß-Wettbewerb sogar den ehemaligen Weltmeister Lothar Behrend in seiner Spezialdisziplin um einen Ring und belegte den 18. Rang. Jürgen Schönhaber blieb beim Start mit der Muskete als 29. hinter den gesetzten Erwartungen und mit der mäßigen Leistung des Mörfelders kam die Hessenauswahl in dieser Disziplin nicht über den fünften Rang hinaus. | ![]() |
So konnte Hessens Teamchef Franz-Josef Kerber aus Ginsheim nur insgesamt vier Siege feiern, die nicht ausreichten, um die zum drittenmal dominierenden Bayern gefährten zu können.
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Verbandswertung aller Disziplinen
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...oder die Ergebnisse im Überblick:
Perkussionsgewehr
Perkussionsfreigewehr
Perkussions-Dienstgewehr
Steinschloßgewehr
Muskete
Perkussionsrevolver
Perkussionspistole
Steinschloßpistole
Perkussionflinte
Steinschloßflinte