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Bianca und Nina….am anderen Ende der Welt

 

Bianca und Nina: Zwei Frauen, die am anderen Ende der Welt zu Freundinnen wurden. Begleiten Sie Bianca und Nina auf ihrer spannenden Reise durch Neuseeland und Australien.

 

Lebenslauf ohne Ecken und Kanten

 

 

„Wie geht mein Leben eigentlich weiter?“, Bianca hat Ende Oktober 2005 nach sieben Jahren endlich das juristische Studium und anschließende Referendariat abgeschlossen. „Ich habe nur gelernt und kaum Freizeit gehabt“, stellte die 27-jährige Hessin fest. Zudem kam der Frust beim Lesen der Stellenanzeigen: „Es gab kaum etwas für Juristen und überall waren Englischkenntnisse in Wort und Schrift gefordert.“ Dann die Herausforderung: „Wie bewerbe ich mich richtig?“. Bei der Internetrecherche wurde in den Anforderungsprofilen für Juristen immer deutlicher, dass man sich von der breiten Masse abheben muss. „Bei mir fehlen einfach die Ecken und Kanten im Lebenslauf“. Das schnelle Absolvieren des Studiums ist zwar schön, aber nicht genug.

 

Dann kam der entscheidende Punkt beim Durchblättern der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf der Suche nach dem perfekten Job. Immer wieder waren Englischkenntnisse gefordert und dann stand auf der letzten Seite: „Sprachschulen!!! Das ist es."

 

Bei der Internetsuche wurde Bianca deutlich, dass Sprachschulen „wahnsinnig teuer“ sind. „Da habe ich fast wieder aufgegeben, denn bisher hatte ich nur nebenbei gejobbt und das Referendariatsgehalt war nicht viel „Welche Sparbücher kann ich plündern? Unterstützen mich die Eltern?“

 

 

Von Tag zu Tag änderte sich der Plan. „Erst wollte ich neun Monate weg, doch dann habe ich auf sechs Monate reduziert.“ Diese sechs Monate sollten aber sinnvoll gestaltet werden, denn „eine reine Freizeitgestaltung sollte es nicht sein, eher eine Kombination aus Sprachschule, Praktikum für den Job, Entdecken von Land und Leute.“ Typisches Sprachreiseziel ist Malta, doch „das ist mir viel zu nah“. Wenn Ausland, dann aber richtig weit weg. „Ich will british English lernen und nicht american“, so viel die Wahl auf Neuseeland.

 

„In Christchurch habe ich eine tolle Sprachschule empfohlen bekommen, um „Basics“ zu erlernen“, doch sie überlegte, auch noch eine zweite Schule im Bereich „Business“ zu belegen. "Da habe ich mich für Auckland entschieden. Mir ist wichtig, die Sprache anzuwenden und nicht nur in der Schule zu lernen. Learning by doing“, so fiel die Entscheidung auch durch das Land zu reisen.

 

Jetzt stand noch die Entscheidung für ein Praktikum aus. Dies gestaltete sich äußerst schwierig, weil zuvor immer ein Englischtest gefordert wurde: „Aber ich lerne dort doch erst Englisch.“ Die Rettung kam in Form eines Anrufes von Freundin Mara aus Australien, die gerade in der Nähe von Sydney selbst ein Praktikum bei einem Anwalt absolvierte. „Frag doch mal, ob der mich auch nimmt? Neuseeland ist doch nicht so weit weg von Australien!“ Mara ging ins Nachbarzimmer und kam eine Minute später ans Telefon zurück: „Ja!“

 

Daraus resultierte die endgültige Entscheidung: Drei Monate Neuseeland, drei Monate Australien.

 

Ganz allein?

 

Vier Wochen vor dem Abflug nach Neuseeland kam es zu einem Gespräch im Supermarkt: „Was, nach Neuseeland? Ganz allein? Das ist aber mutig! Ich würde mich das nicht trauen“ Durch diese Reaktion einer Bekannten wurde ihr bewusst: „Es geht bald los.“ Bis zu diesem Moment hatte sich Bianca nämlich keine großen Gedanken gemacht: Sie hatte nur geplant und war ganz in ihren Vorbereitungen verstrickt: „Visum war ein Riesenproblem, das war alles auf Englisch. Ich brauchte ein Business-Visum, um das Praktikum machen zu dürfen. Dann die Flüge – von Deutschland nach Christchurch, später von Auckland nach Sydney und von Brisbane über einen Kurzaufenthalt in Singapur zurück nach Hause. Parallel noch die Buchung der Sprachschulen und der Gastfamilien.“ Schließlich war auch die passende Krankenversicherung abgeschlossen und der Internationale Führerschein lag vor.

 

 

die Geschichte wird fortgesetzt

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